Barbara Haeger

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Barbara Haeger (* 1919 in Loslau, heute Wodzisław Śląski, Polen; † Juni 2004 in Hamburg) war eine deutsche Bildhauerin.

Große Liegende
von Barbara Haeger, Grindelhochhäuser 1956

Nach einem Bildhauerstudium an den Kunstakademien in Frankfurt am Main, Berlin und an der Landeskunstschule Hamburg bei Edwin Scharff hatte sie ab 1953 ihr Atelier in Hamburg, ab 1965 in Paris, ab 1970 in New York und ab 1980 wieder in Hamburg.

Sie stellte u. a. in Hamburg, München, Paris, London, New York, Mexiko, Santa Cruz und Dar es Salaam aus. Bronzeplastiken von Barbara Haeger stehen unter anderem in Hamburg bei den Grindelhochhäusern, am Mahnmal Ehemalige Hauptkirche St. Nikolai und im Christianeum.

Weiblicher Engel, 1960, seit 1970 am Mahnmal Ehemalige Hauptkirche St. Nikolai

In ihrer künstlerischen Entwicklung nahm sie Abstand davon, Bronzefiguren vor den Häusern des Wiederaufbaus aufzustellen und Betonwände in der Architektur einer prosperierenden Gesellschaft errichten zu wollen. Sie befasste sich thematisch zunehmend mit der Zerstörung der Menschengestalt, der Menschenwürde, der Vernichtung, als dem großen Thema des 20. Jahrhunderts, welche sie als „Zerstörung der Form“ künstlerisch umsetzte. Als Material wählte sie Epoxidharz, welches auf ein Metallgerüst aufgebracht wurde. Zwischen 1965 und 1995 entstanden so etwa fünfzig Skulpturen von teilweise bizarrer Form und raumfüllendem Ausmaß.

Barbara Haeger beschäftigte sich auch schriftstellerisch. So erschienen folgende Werke:

  • Mein schwarzer Bruder, Neuer Verlag Bernhard Bruscha, Tübingen 1980
  • Africa on her schedule is written a change, African Universities Press, Pigrim Books Ltd. Ibadan, Nigeria, 1981
  • Ein Hund heult gegen die Nacht, P. Kivouvou Verlag – Editions Bantous. Brazzaville/Heidelberg 1982.

Galerie, Arbeiten von Barbara Haeger[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]