Barbara Heller

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Barbara Heller (* 6. November 1936 in Ludwigshafen am Rhein) ist eine deutsche Komponistin und Pianistin. Sie lebt in Darmstadt, im Odenwald und zeitweise auf der Kanareninsel La Gomera.

Leben[Bearbeiten]

Ihr Vater Eugen Heller war Restaurator für Kirchenkunst. Nach Ausbombung der elterlichen Wohnung zog die Familie 1943 nach Hammelbach, Kreis Bergstraße. 1948 kehrte sie nach Ludwigshafen zurück, 1949 zog sie nach Mannheim um, später wechselte Barbara Heller nach Köln und Darmstadt.

Barbara Heller studierte Musik in Mannheim und München. Von 1958 bis 1962 war sie Klavierdozentin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. Kompositionsstudien bei Hans Vogt, Harald Genzmer und ein Kurzstipendium für Filmmusik in Siena sowie mehrere Stipendien zu den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt folgten.

Wichtige berufliche Stationen waren weiterhin die Verwaltung des Nachlasses des Darmstädter Komponisten Hermann Heiß und ab 1986 die Mitgliedschaft im Vorstand des Darmstädter Instituts für Neue Musik und Musikerziehung. Bis 1990 betrieb Heller stets die aktive Verbreitung von Werken von Komponistinnen als Pianistin.

Werdegang[Bearbeiten]

  • 1949 Erste autodidaktische Kompositionsversuche.
  • 1954 Musikstudium an der Hochschule für Musik Mannheim bei Helmut Vogel (Klavier), Leni Neuenschwander (Gesang), Karin Schmidt-Eisener (Flöte) und Hans Vogt (Komposition).
  • 1956 Besuch der Darmstädter Ferienkurse, Teilnahme an den Kursen von Hermann Heiß und David Tudor sowie Begegnungen mit Alois Haba, Ernst Krenek, Eberhard Blum, Pierre Boulez, Karlheinz Stockhausen, Orlando Otey und Luc Ferrari.
  • 1957 Studienabschluss.
  • 1958-62 Dozentin für Klavier an der Hochschule in Mannheim.
  • 1962/63 Studium bei Harald Genzmer, München.
  • 1970 Einrichtung des „Hermann Heiß Archivs Darmstadt“ aus dem Nachlass des Komponisten.
  • 1975 Dokumentation Hermann Heiß.
  • 1978 Maßgebliche Mitarbeit beim Aufbau des Arbeitskreises „Frau und Musik“ (Vorstand bis 1981)
  • 1980 Organisation des ersten großen Festivals zum Thema Frau und Musik in Bonn/Köln.
  • 1986 Vorstandsmitglied des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt.
  • 1989 Beendung der öffentlichen Auftritte als Pianistin.
  • 1990 Begegnung mit Ada Gentile und Andreina Costantini, danach „stark veränderte Hörvorstellungen“. Beschäftigung mit grafischen Notationen, Performance, Tanz, Multimedia.
  • 1991 Gründung der Gruppe „Bluna Bluna“ zusammen mit Nikolaus Heyduck und Michael Harenberg. Tonbandkompositionen, Klanginstallationen, audiovisuelle Ausstellungsprojekte, Improvisationen.

Literatur[Bearbeiten]

Ulla Levens (Hg.) Begegnungen mit Barbara Heller, Wolke Verlag Hofheim, 2006.

Weblinks[Bearbeiten]