Barbara Rett

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Barbara Rett (2010)
Barbara Rett im Gespräch mit Otto Schenk (Nestroy 2010)

Barbara Rett (* 30. Juli 1953 in Wien) ist eine österreichische Kulturjournalistin und Fernsehmoderatorin.

Beruflicher Werdegang[Bearbeiten]

Barbara Rett ist promovierte Germanistin (Dissertation 1978 an der Universität Innsbruck unter dem Titel „Johann Nestroy und die Bürgerliche Revolution“) und Romanistin. Noch während ihrer Schulzeit machte sie erste Schritte im Journalismus bei der ORF-Radiosendung “Die Musicbox”.

Sie arbeitete von 1979 bis 1986 in der Erwachsenenbildung als Direktorin der Volkshochschule Hietzing.[1] Im Jahr 1988 kehrte sie zum ORF zurück und war auch Gastgeberin der legendären Sendung “Club 2” und zwar als Spezialistin für Sensibles, wie Homoehe, Magersucht, Kinder, Kirche, Kunst. Ab 1992 beim Radio in der Reihe „Von Tag zu Tag“. Hier wurde sie auch als Opernspezialistin (Das Unsichtbare Opernhaus) auf Ö1 eingesetzt.

Für den deutsch-französischen Kulturkanal ARTE moderierte sie Themenabende über österreichische Kultur und Geschichte und leitete als unabhängige Kuratorin Ausstellungs- und Kulturprojekte wie die „Wittgenstein-Begegnungen“ (Secession 1989, Museum für Angewandte Kunst 1994) und im Jahr 1996 „Die Strudlhofstiege und Doderers Wien“.

Im März 1995 wurde die “ZIB Kultur” eingeführt, ab diesem Zeitpunkt wurden die auf „ZIB 1“ ausgestrahlten Kulturnachrichten von ihr moderiert, abwechselnd mit Clarissa Stadler, Erna Cuesta und Paul Kraker, sowie von März 1999 bis Dezember 2004 die wöchentliche Fernsehkultursendung „Treffpunkt Kultur“. An Sonn- und Feiertagen wurde von Jänner 2006 bis März 2007 in ORF 2 von ihr „Streifzug Kultur“ vorgestellt.

Große ORF-Live-Opernübertragungen wurden von ihr moderiert, unter anderem von den Salzburger Festspielen (Rosenkavalier 2004, La Traviata 2005, Hochzeit des Figaro 2006, Eugen Onegin 2007) und aus der Wiener Staatsoper (Manon und Die Regimentstochter 2007), von den Bregenzer Festspielen und von der Seebühne Mörbisch (Wiener Blut). Parallel dazu führte sie im Sommer 2007 mit verschiedenen Künstlern „Festspiel-Gespräche“.

Bei den österreichischen Dancing Stars nahm sie in der ersten Staffel teil und belegte mit dem Profitanzpartner Manfred Zehender Platz drei. Der Wiener Opernball 2007 wurde von ihr gemeinsam mit Arabella Kiesbauer und Alfons Haider moderiert. Seit 11. Oktober 2007 ist sie in „Herbstzeit“, einem Magazin auf ORF2, mit der neuen Kultur-Rubrik „Barbara Rett trifft …“ zu sehen.[2] Seit 26. Oktober 2011 gilt Barbara Rett als Zentralfigur des österreichischen Spartensenders ORF III.

Im Jahr 2012 erhielt sie den Axel-Corti-Preis.[3] Sie betreibt seit Juli 2012 einen Blog.[4]

Barbara Rett ist Jurymitglied beim Literaturpreis „Ohrenschmaus“ für Menschen mit Lernschwierigkeiten.

Privat[Bearbeiten]

Ihr Vater war Andreas Rett. Barbara Rett ist mit dem Sohn des Kammersängers Eberhard Waechter, dem Juristen und Kindergärtner Albert Waechter verheiratet. Wenn es ihre Zeit erlaubt, lebt die Teilzeitbäuerin und begeisterte Gärtnerin mit ihrer Familie in einem renovierten, denkmalgeschützten Bauernhaus aus Granitstein im Mühlviertel.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Barbara Rett – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Robert Streibel (Regie): Starker Tobak – Kurzfilm der VHS Hietzing zum 60. Geburtstag, mit Barbara Rett, Wilhelm Filla, Manfred Schindler, Wien 2007. Online youtube.com 9:45min
  2. Österreich (Tageszeitung): Barbara Rett moderiert Kultur-Rubrik in „Herbstzeit“, 12. Oktober 2007
  3. Fernsehpreise der Erwachsenenbildung und Axel-Corti-Preis vergeben vom 18. April 2012 abgerufen am 5. Juni 2012
  4. Mit besten Empfehlungen - Weblog von Barbara Rett abgerufen am 11. Juli 2012
  5. Peter Grubmüller: ORF III? „Wir sind arm, aber sexy“ Oberösterreichische Nachrichten, 15. März 2012