Barbara Sommer

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Barbara Sommer (* 15. Dezember 1948 in Bielefeld) ist eine deutsche Politikerin (CDU). Seit 2005 ist sie Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen im Kabinett Rüttgers.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Familie, Ausbildung und Beruf

Barbara Sommer ist evangelisch und Mutter von fünf Kindern. Sie ist in zweiter Ehe mit dem Unternehmer Herbert Sommer verheiratet, der Präsident der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen in Bielefeld war. Nach ihrer Schulzeit, in der sie die 9. Klasse wiederholen musste[1], studierte Barbara Sommer von 1968 bis 1971 an der Pädagogischen Hochschule des Saarlandes und arbeitete danach an einer Grundschule in Bielefeld zuerst als Lehrerin und später als Rektorin. 1992 wurde sie Schulrätin im Schulamt für den Kreis Herford und 1995 Schulrätin für den Kreis Gütersloh. Von 1997 an war sie Schulamtsdirektorin. Seit Juni 2005 ist Barbara Sommer Ministerin im Kabinett Rüttgers.

[Bearbeiten] Politik

Seit Sommers Amtsantritt als Ministerin gab es eine Reihe von Änderungen in der Schulpolitik. Die ersten wichtigen Reformen wurden durch das neue einheitliche Schulgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen (2005) mit dem Schuljahr 2006/07 eingeführt. So kam es zur Streichung des so genannten Drittelerlasses, wonach die Wertung von Klassenarbeiten durch die Schulleitung zuvor genehmigt werden musste, sobald ein Drittel der Teilnehmer eine nicht ausreichende Note erzielt hatte. Ferner wurden an nordrhein-westfälischen Schulen ausführliche Kopfnoten eingeführt.

Änderungen gibt es seither auch bei der Wahl der Schulform nach der Grundschule. Während die freie Wahl der Eltern, eine andere Schulform als vorgeschlagen zu wählen, eingeschränkt wurde, ist nun die Empfehlung der Lehrer ausschlaggebend. Dieser kann aber bei Bedarf mittels eines Drittgutachtens widersprochen werden. Schließlich wurde die Schulzeit bis zum Abitur durch das 9+3-Modell verkürzt, welches das Gymnasium nach dem 9. Schuljahr enden lässt und durch das eine dreijährige Oberstufe erhalten bleibt.

[Bearbeiten] Erfolge

Seit 2005 wurden in Nordrhein-Westfalen trotz sinkender Schülerzahlen fast 4.000 neue Lehrerstellen geschaffen [2]. Nicht zuletzt dadurch konnte der Unterrichtsausfall 2008 auf den niedrigsten jemals gemessenen Wert von 2,0 Prozent gesenkt werden, was einer Reduzierung seit 2005 von 55% entspricht[3].

Gelobt wurde das neue NRW-Schulgesetz vom Institut der Deutschen Wirtschaft Köln im „Politik-Check Schule“, welcher die Reformanstrengungen der einzelnen Bundesländer in der Schulpolitik seit 2006 vergleicht: „Nordrhein-Westfalen ist die Speerspitze der reform-aktiven Länder“, sagen die Verfasser der Studie. Anders lautende Aussagen – auch PISA – basieren auf Daten, die vor Inkrafttreten des neuen Schulgesetzes im August 2006 erhoben wurden.

[Bearbeiten] Abiturprüfung Nordrhein-Westfalen 2008

In den Abiturprüfungen in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2008 kam es zu einer Vielzahl von Problemen - unvollständige, falsche oder verwirrende Angaben - mit den gestellten Aufgaben in den Fächern Mathematik, Erdkunde, Pädagogik, Biologie und Geschichte. Dies führte im Fach Mathematik teilweise zu schlechten Noten und einer Vielzahl von Nachprüfungen. In den anderen Fächern wurden die Fehler meist schnell gemeldet und die Auswirkungen waren nicht gravierend[4].

Als Antwort auf die Kritik am Krisenmanagement ihres Ministeriums sagte Barbara Sommer am 5. Juni: „Ich habe selbst ja fünf Kinder und vier davon haben schon Abitur gemacht. Und alle die mussten in eine Nachprüfung. Das ist etwas Normales.“ Später erwähnte sie, dass die Schüler gegen die Prüfung Einspruch einlegen und sie neu ablegen können, was jedoch von ihrem Sprecher relativiert wurde. Am 9. Juni machte das Ministerium allen betroffenen Schülern das Angebot, die Mathematik-Prüfung zu wiederholen[5].

[Bearbeiten] Quellen

  1. Rede am 11.12.2008 auf der Abschlussveranstaltung zum Jahr der Mathematik in Köln.
  2. http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Meldungen/PM_2009/pm_04_02_2009.html Pressemitteilung Schulministerium NRW: 3.988 neue Lehrerinnen und Lehrer in Nordrhein-Westfalen
  3. http://bildungsklick.de/pm/63026/unterrichtsausfall-im-vergleich-zum-jahr-2005-mehr-als-halbiert/ bildungsklick.de: Unterrichtsausfall im Vergleich zum Jahr 2005 mehr als halbiert
  4. http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,556922,00.html SPIEGEL: Das Abi-Chaos von Nordrhein-Westfalen.
  5. http://www.wdr.de/tv/westpol/beitrag/2008/06/20080615_abi.jhtml WDR: Sommer und das Abi-Chaos.

[Bearbeiten] Weblinks

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