Barbra Ring

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Barbra Mathilde Ring (* 4. Juli 1870 in Drammen; † 16. Mai 1955 in Oslo) war eine norwegische Schriftstellerin und Literaturkritikerin.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Barbra Ring wurde am 4. Juli 1870 in Drammen in der Provinz Buskerud in Norwegen als Tochter von Ole Ring und Thora Augusta Ravn geboren. Die norwegische Schriftstellerin, war die Enkelin von Jens Ring (1815-1874), lebte 10 Jahre in 1870er Jahren in Ringstabekk, im Haupthaus auf Schloss Ringstabekk, bis die Familie Ring das Anwesen aus wirtschaftlichen Gründen verkaufen musste. Benannt wurde der Ort Ringstabekk (ursprünglich Øvre Stabæk, bzw. Ober-Stabekk), nach ihrem Großvater Jens Ring, dem Besitzer eines örtlichen Großbauernhofes und Erbauer des Schloss Ringstabekk.[1] Das Schloss Ringstabekk bildete bis zum Tod von Jens Ring um 1874, bzw. dem Wegzug der Familie von Barbra Ring, den gesellschaftlichen Mittelpunkt der aufstrebenden bürgerlichen Gesellschaft in der Region.[2][3] In erster Ehe war sie mit dem Grossisten Thorvald August Kirsebom verheiratet; die Ehe wurde 1902 geschieden. Im Jahr 1917 heiratete sie den Generalfeldzeugmeister Ragnar Rosenquist. Sie starb am 16. Mai 1955 in Oslo.

Nach dem Abschluss der Mittelschule arbeitete sie anfangs als Bibliothekarin, später als Theater- und Literaturkritikerin für verschiedene norwegische Zeitungen. Sie verfasste ab 1904 Bücher für Kinder und junge Mädchen sowie später auch Romane für Erwachsene. Einige der Bücher, darunter "Anne Karine Corvin", sind als Backfischroman zu bezeichnen und heute kaum noch lesbar. Ihre Werke wurden in mehrere Sprachen übersetzt, auch ins Deutsche. Eine Zeit lang war sie Vorstandsmitglied des Norsk Presseforbund und von Den norske Forfatterforening. Ihre konservative Einstellung brachte sie in die Nähe Knut Hamsuns. Während des Zweiten Weltkriegs stand sie jedoch eindeutig auf der Seite Norwegens.

Barbra Ring war Urenkelin von Hanna Winsnes (1789–1872), die 1845 das erste norwegische Kochbuch verfasst hatte.

Ihre Tochter aus erster Ehe, Gerda Ring (1891–1999), machte sich einen Namen als Schauspielerin, vor allem am Nationaltheater in Oslo.

[Bearbeiten] Werke (unvollständig)

  • Babbens Dagbog (Mädchenroman, 1904)
  • Die junge Barbra - Erinnerungen
  • Peik - Die Geschichte eines kleinen Jungen
  • Petra - Die Geschichte eines jungen Mädchens
  • Die Tochter von Eldjarstad (Roman)
  • Die Schwester aus Paris (Roman)
  • Klein Mette (Roman)
  • Anne Karine Corvin (Erzählung)
  • Das Spiel auf Ladeby
  • Die Jungfrau (ihr erster Roman für Erwachsene, 1914, deutsch 1917)
  • Der Kreis (Roman)
  • Das ist Norwegen (Novellen und Skizzen)
  • Spiel wird Leben (Roman)
  • Mellom venner og fjender (Erinnerungen, 1947)

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Henry Notaker. Hanna Winsnes, mer enn matmor. Gyldendal, 1990. S 63. ISBN 82-05-19129-8
  2. Borgen, Per Otto (2006). "Ring, Jens" (auf Norwegisch). Asker og Bærum leksikon . Drammen: Forlaget for by- og bygdehistorie. Seite 409. ISBN 82-91649-10-3
  3. akershus.kulturnett.no/Historie/Kunstner/kunstnere/ring.html
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen