Bardas

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Dieser Artikel beschreibt den byzantinischen Regenten. Zum österreichischen Pianisten und Musikpädagogen siehe Willy Bardas.

Bardas (Βάρδας) Mamikonian († 21. April 866) war von 856 bis 866 Regent für den byzantinischen Kaiser Michael III.. Er war der Sohn von Marinos Mamikonian und der Bruder der Kaiserin Theodora, der Ehefrau des Kaisers Theophilos. Seine Familie entstammt der armenischen Dynastie der Mamikonian.

Während Michaels Minderjährigkeit wurde das Reich von seiner Mutter Theodora regiert, die – um ihre Herrschaft zu sichern - die Erziehung ihres Sohnes vernachlässigte. Michael wuchs in Ausschweifungen auf, geriet unter den Einfluss seins Onkels Bardas, der ihn 857 veranlasste, Theodora in ein Kloster zu schicken, und selbst die Macht ergriff.

Bardas rechtfertigte die Usurpation, indem er interne Reformen voranbrachte, während Michael selbst aktiven Anteil an den Feldzügen nahm. 866 wurde Bardas’ Einfluss durch den ehemaligen Stallknecht Basileios überwunden, der nun selbst an der Regierung beteiligt wurde, im Jahr darauf Michael III. ermordete und als Basileios I. den Thron bestieg.

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedhelm Winkelmann, Ralph-Johannes Lilie: Prosopographie der mittelbyzantinischen Zeit: I. Abteilung (641–867) - 1. Band. Walter de Gruyter, 1999, ISBN 3-11-015179-0, S. 788 ff. in Auszügen online bei books.google.com
  • Franz Dölger: Regesten der Kaiserurkunden des oströmischen Reiches von 565 - 1453 ... Band 1, C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-60172-9, S. 242. online bei books.google.com
  • Joseph Hergenröther: Photius, Patriarch von Constantinopel: sein Leben, seine Schriften ..., Band 1, Georg Joseph Manz, Regensburg, 1867, online bei books.google.com
  • Mathias Bernath, Felix von Schroeder, Gerda Bartl: Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas. Band 3, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 1979, ISBN 3-486-48991-7, S. 166, 176, online bei books.google.com