Barenburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Barenburg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Barenburg
Barenburg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Barenburg hervorgehoben
52.6205555555568.800555555555635Koordinaten: 52° 37′ N, 8° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Diepholz
Samtgemeinde: Kirchdorf
Höhe: 35 m ü. NHN
Fläche: 16,38 km²
Einwohner: 1256 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 77 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27245
Vorwahl: 04273
Kfz-Kennzeichen: DH
Gemeindeschlüssel: 03 2 51 004
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstr. 12
27245 Kirchdorf
Webpräsenz: www.barenburg.de
Bürgermeister: André Meyer (Parteilos)
Lage der Gemeinde Barenburg im Landkreis Diepholz
Landkreis Diepholz Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen Landkreis Osnabrück Landkreis Nienburg/Weser Bremen Delmenhorst Landkreis Verden Landkreis Vechta Landkreis Oldenburg Landkreis Cloppenburg Stemshorn Lemförde Quernheim Brockum Marl Quernheim Hüde Lembruch Dümmer Diepholz Drebber Barnstorf Wetschen Dickel Rehden Hemsloh Barver Freistatt Wehrbleck Bahrenborstel Varrel Kirchdorf Wagenfeld Barenburg Barenburg Eydelstedt Sulingen Drentwede Scholen Ehrenburg Neuenkirchen Maasen Borstel Siedenburg Mellinghausen Staffhorst Schwaförden Asendorf Affinghausen Sudwalde Süstedt Schwarme Martfeld Bruchhausen-Vilsen Bruchhausen-Vilsen Twistringen Bassum Syke Weyhe StuhrKarte
Über dieses Bild

Barenburg (Plattdeutsch: Baarnborg) ist ein Flecken im Landkreis Diepholz in Niedersachsen. Der Flecken gehört der Samtgemeinde Kirchdorf an, die ihren Verwaltungssitz im Ort Kirchdorf hat.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Barenburg liegt zwischen dem Naturpark Dümmer und dem Naturpark Steinhuder Meer ungefähr in der Mitte zwischen Bremen und Minden, 6 km südlich von Sulingen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Stadt
Sulingen
Gemeinde
Varrel
Nachbargemeinden Landkreis
Nienburg/Weser
Gemeinde
Kirchdorf

Flüsse[Bearbeiten]

In Barenburg mündet die aus Richtung Sulingen kommende Kleine Aue in die Große Aue, die dann in östlicher Richtung weiterfließt und südlich von Nienburg in die Weser mündet.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals wird die Gemeinde im Jahr 1247 urkundlich erwähnt. 1285 taucht eine Burg Barenburg urkundlich auf, die 1338 mit der Herrschaft Altbruchhausen auf die Grafschaft Hoya überging. Die Burg kontrollierte die alte Straße Minden-Bremen, die hier eine sumpfige Niederung durchlief. 1434 eroberte Herzog Wilhelm zu Braunschweig-Lüneburg die Barenburg. Danach wurde sie noch mehrfach verpfändet und ist schließlich verfallen. Das spätere, aus der Vogtei Barenburg hervorgegangene, nur den Flecken umfassende, hannoversche Amt Barenburg wurde 1828 dem Amt Ehrenburg (Niedersachsen) angeschlossen. Es war bereits seit 1706 von Ehrenburg aus mitverwaltet worden. Die Ortschaft Barenburg trat erstmals 1530 als Flecken in Erscheinung.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Barenburg setzt sich aus 11 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen die alle der Wählergemeinschaft Barenburg angehören. (Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Seit 2006 ist André Meyer ehrenamtlicher Bürgermeister des Flecken Barenburg.

Bisherige Amtsinhaber:

  • 1972 – 1976: Heinrich Dencker
  • 1976 – 1988: Kurt Kothrade
  • 1988 – 2006: Heinrich Kammacher
  • seit 2006: André Meyer

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Das Wappen der Gemeinde zeigt in blau auf grünem Boden einen (nach heraldisch) rechts gewandten natürlich schreitenden, gelb und schwarz gefleckten Leoparden.

Ortsblick
Dorfkirche in Barenburg
Jüdischer Friedhof

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" belegte Barenburg 2008 im Landkreis Diepholz zusammen mit dem Syker Ortsteil Wachendorf einen 3. Platz.

Bauwerke[Bearbeiten]

Barenburger Kirche, mit Mauerteilen der Kapelle Zum Heiligen Kreuz aus dem zwölften Jahrhundert

Jüdischer Friedhof[Bearbeiten]

Der Jüdische Friedhof in Barenburg ist ein Kulturdenkmal. Er ist einer von acht gut erhaltenen jüdischen Friedhöfen im Landkreis Diepholz. Auf dem Friedhof an der Straße „Zum Bahnhof“ befinden sich 49 Grabsteine aus den Jahren 1828 bis ca. 1938 für jüdische Verstorbene.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Exxon Förderbetriebe Barenburg

Bei Barenburg befindet sich das Ölfeld Barenburg der ExxonMobil.

Verkehr[Bearbeiten]

Straße[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt direkt an der Bundesstraße 61, die von Minden nach Sulingen führt.

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Barenburg besitzt einen Gleisanschluss an die Eisenbahnstrecke Diepholz-Sulingen. Dieser wird von Tankzügen für die in Barenburg ansässige Exxon Mobil (Erdöl) befahren. Der Gleisanschluss bildet den Rest der ehemals durchgehenden Eisenbahnstrecke Rahden-Sulingen-Bassum. Die von Barenburg nach Rahden weiterführenden Gleisanlagen wurden 1997 stillgelegt und sind heute nicht mehr befahrbar.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Barenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien