Barend Coenraad Petrus Jansen

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Barend Coenraad Petrus Jansen (* 1. April 1884 in Zwolle; † 18. Oktober 1962 in Amsterdam) war ein niederländischer Chemiker.

Biographie[Bearbeiten]

Jansen begann 1904 an der Universität Amsterdam ein Chemiestudium, das er 1909 abschloss. 1909 wurde er dort wissenschaftlicher Mitarbeiter des physiologischen Instituts unter der Leitung von Professor Gerard Abraham van Rijnberk. Durch seine Arbeit im Institut entwickelte Jansen sein Interesse an der Biochemie, insbesondere der Verdauung. Am 10. Juli 1912 promovierte an der Universität Utrecht bei Pieter van Romburgh mit einer Arbeit zur Kohlensäure. Jansen entwickelte schon früh sein Interesse zu den Zusammenhängen zwischen Chemie und Physiologie. 1913 erwarb Jansen in Utrecht den Doktortitel für Chemie, das ihn ermöglichte, als Privatdozent für Biochemie an der Universität Amsterdam tätig zu sein. Dort arbeitete er 1915 an der Harnstoffsynthese.

Da in den folgenden Jahren viele Kollegen von Jansen der Karriere wegen nach Niederländisch-Indien zogen, folgte er ihnen 1917. Er ging nach Batavia, der heutigen indonesischen Hauptstadt Jakarta. Dort wurde er Leiter des medizinischen Labors einer Apotheke und kam in Kontakt mit Willem Frederik Donath und Gerrit Grijns. Im Jahr 1919 wurde er dann der Leiter der pharmazeutisch-chemischen Abteilung des Zentrallabors in Weltevreden. 1926 isolierte er zusammen mit Donath die kristalline Form des B1-Vitamins aus Reiskleie und gab ihm die Bezeichnung antineuritisches Vitamin (kurz Aneurin).[1]

Ein Jahr, bevor er 1928 zur Niederlande zurückkehrte, erhielt er 1927 einen Ruf von der neu errichteten medizinischen Hochschule, der späteren Universität in Batavia. Dort erhielt er einen Lehrstuhl für Chemie. 1928 kehrte er zurück zur Niederlande und wurde Professor für physiologische Chemie an der Universität Amsterdam, das er bis 1954 innehatte.

Er starb am 18. Oktober 1962 mit 79 Jahren eines natürlichen Todes.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thiamin. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 11. Mai 2011.