Bargen BE

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BE ist das Kürzel für den Kanton Bern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Bargenf zu vermeiden.
Bargen
Wappen von Bargen
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Seelandw
BFS-Nr.: 0302i1f3f4
Postleitzahl: 3282
Koordinaten: 586721 / 20993147.0402797.2639448Koordinaten: 47° 2′ 25″ N, 7° 15′ 50″ O; CH1903: 586721 / 209931
Höhe: 448 m ü. M.
Fläche: 7,86 km²
Einwohner: 984 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 121 Einw. pro km²
Website: www.bargen-be.ch
Blick auf Bargen von der Brücke über den Hagneckkanal

Blick auf Bargen von der Brücke über den Hagneckkanal

Karte
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Bargen ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Seeland des Kantons Bern in der Schweiz.

Unter dem Namen Bargen existiert auch eine Burgergemeinde und eine reformierte Kirchgemeinde.

Geographie[Bearbeiten]

Bargen befindet sich im Grossen Moos, einem sehr flachen, fruchtbaren Gebiet im Seeland. Die Nachbargemeinden im Süden begonnen von oben gesehen im Uhrzeigersinn sind Kallnach, Siselen, Walperswil, Kappelen, Aarberg und Radelfingen. Die Grenze zu Radelfingen bildet die Aare, welche in Aarberg in den Hagneckkanal umgeleitet wird und nur zu einem kleinen Teil als Alte Aare den ursprünglichen Weg fliesst. Im Norden wird Bargen durch den Hagneckkanal begrenzt. 70,1 % der Gemeindefläche lassen sich landwirtschaftlich nutzen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Neben der Metzgerei, die auch Milchprodukte, Brot und weitere Lebensmittel anbietet, hat Bargen noch den Gemüse- und Früchteladen "Eggli" sowie drei Restaurants. Seit 2006 gibt es auch eine Brauerei. Sie braut Biere für den lokalen Handel und die Gastronomie. Frühere Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe wie die Käserei, die Bank und die Postfiliale wurden aus Rentabilitätsgründen geschlossen.

Verkehr[Bearbeiten]

Bargen liegt an der Bahnlinie Lyss-Kerzers und besitzt einen eigenen Bahnhof. Dieser bestand bis vor einigen Jahren aus einem kleinen Holzhäuschen, in dem früher Billette verkauft sowie die Schranke des Bahnübergangs damals noch manuell bedient wurden. Dieses fiel aber Vandalen zum Opfer, welche das Holzhaus in Brand steckten. Nachdem einige Jahre nur ein Provisorium bestand, wurde der Bahnhof im Jahre 2009 im Zuge des Regionalbahnhof-Modernisierungsprojekts der SBB durch einen neuen, bestehend aus einer Sitzbank sowie einem Dach, ersetzt. Auch wurde das ehemalige Kiesperron durch ein neueres, höheres ersetzt.

Das Dorf liegt entlang der Hauptstrasse Aarberg-Kerzers. Auch die Hauptstrasse in Richtung Siselen-Ins beginnt in Bargen.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bargen ist deutschsprachig (95.32 %), einige Einwohner sprechen Serbokroatisch oder Portugiesisch. Der Gemeinderat besteht aus sieben Mitgliedern.

Politik[Bearbeiten]

Kurt Mori ist der Gemeindepräsident (Stand 2011).

Die Wähleranteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2011 betrugen: SVP 32.3 %, SP 18.4 %, BDP 18.0 %, GPS 6.3 %, EVP 5.2 %, EDU 4.7 %, FDP 4.5 %, glp 3.8 %, Piraten 2.0 %, CVP 1.2 %.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Bargen gab der alten Grafschaft Bargen, die zur Zeit der Burgunderkönige von der Aare bis in die Juratäler reichte, ihren Namen. Hier befand sich auch ein Cluniazenserpriorat mit Hospital, welches in einer päpstlichen Bulle von 1139 erwähnt wurde.[3]

Die 1. Juragewässerkorrektion brachte der Gemeinde den Hagneckkanal, zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam im Westen der Unterwasserkanal des Elektrizitätswerkes Kallnach dazu.

Töchter und Söhne der Gemeinde[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. http://www.wahlarchiv.sites.be.ch/wahlen2011/target/NAWAInternetAction.do@method=read&sprache=d&typ=21&gem=302.html abgerufen am 15. März 2012
  3. Charles Knapp, Maurice Borel, Victor Attinger, Heinrich Brunner, Société neuchâteloise de géographie (Herausgeber): Geographisches Lexikon der Schweiz. Band 1: Aa – Emmengruppe. Verlag Gebrüder Attinger, Neuenburg 1902, S. 135, Stichwort Bargen  (Scan der Lexikon-Seite).