Bariton (Stimmlage)

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Stimmlagen für Chorsänger
Frauenstimmen Männerstimmen
Tonumfang eines Chor-Soprans
Sopran (S)
Tonumfang eines Chor-Tenor
Tenor (T)
Tonumfang eines Chor-Mezzosoprans
Mezzosopran
Tonumfang eines Chor-Bariton
Bariton
Tonumfang eines Chor-Alts
Alt (A)
Tonumfang eines Chor-Bass
Bass (B)

Als Bariton (aus griech. barys „schwer“, „tief“ und tonos „Klang“; Mz. die Baritone, in der Schweiz auch die Baritöne) wird die mittlere männliche Gesangs-Stimmlage zwischen Tenor und Bass bezeichnet.

Der Tonumfang der Bruststimme eines Bariton reicht ungefähr von G bis g’ (also zwei Oktaven). Der Bariton erreicht mit der Kopfstimme den Ton Bb'. Ein Sänger dieser Stimmlage wird einfach „Bariton“ oder seltener auch Baritonist genannt. Auch bei zahlreichen Musikinstrumenten gibt es Varianten in Baritonlage, z. B. das Baritonsaxophon.

In der Oper[Bearbeiten]

Im Opernbereich unterscheidet man folgende Stimmfächer:

Eine Anzahl bedeutender Bariton-Sänger ist auf der Liste berühmter Sängerinnen und Sänger klassischer Musik aufgeführt.

Im Musical[Bearbeiten]

Der Bariton ist auch im Musical vertreten. Hauptsächlich als Hoher Bariton (wie etwa Thomas Borchert oder Bruno Grassini). Er singt unter anderem solche Rollen wie den Grafen von Krolock in Tanz der Vampire, den Javert in Les Misérables, den Pilatus oder den Petrus in Jesus Christ Superstar, den Franz-Joseph, Lucheni in Elisabeth oder die Titelrolle in Dracula. Für die tieferen Baritone gibt es Rollen wie den Richter Turpin oder die Titelrolle in Sweeney Todd.[1]
Zudem ist noch der Baritenor eine Musicalvariante des Baritons. Der Sänger verbindet hierbei tenorische mit baritonischen Elementen sowohl in Stimmfarbe als auch in Stimmumfang und kann so ähnlich wie der hohe Bariton tiefe Tenorpartien übernehmen. Dabei ist aber auch zu bedenken, dass nicht nur der Stimmumfang für die Besetzung/Casting einer Rolle entscheidend ist, sondern auch der Typ des Darstellers.

In der Popmusik[Bearbeiten]

Typische Baritone in der Popmusik waren und sind zum Beispiel Frank Sinatra, Lee Hazlewood, Neil Diamond, Tom Smith (Editors), Dave Gahan, Heino, Stan Rogers, Lou Rawls, Michael Bublé, Matt Berninger (The National), Elvis Presley, Johnny Cash[2], Jim Morrison, Eddie Vedder, Josh Groban und Alex Kapranos.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thomas Siedhoff, Handbuch des Musicals
  2. Stephen Miller: Johnny Cash: The Life of an American Icon, Omnibus Press, 2003, S. 93.