Bariumchromat

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Strukturformel
Bariumion Chromation
Allgemeines
Name Bariumchromat
Andere Namen
  • Barytgelb
  • Ultramarin yellow
  • Permanent yellow
  • C.I. 77103
  • C.I. Pigment Yellow 31
Summenformel BaCrO4
CAS-Nummer 10294-40-3
Kurzbeschreibung

gelber geruchloser Feststoff[1][2]

Eigenschaften
Molare Masse 253,32 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

4,5 g·cm−3[3]

Löslichkeit

schlecht in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
03 – Brandfördernd 07 – Achtung

Gefahr

H- und P-Sätze H: 272​‐​302​‐​332
P: 220 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][2]
Gesundheitsschädlich Brandfördernd
Gesundheits-
schädlich
Brand-
fördernd
(Xn) (O)
R- und S-Sätze R: 8​‐​20/22
S: (2)​‐​28
MAK

0,5 mg·m−3 Barium[3]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

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Bariumchromat ist ein Bariumsalz der Chromsäure. Es besitzt die Formel BaCrO4 und gehört zu Stoffgruppe der Chromate.

Gewinnung/Darstellung[Bearbeiten]

Das gelbe Bariumchromat wird durch Fällung von Bariumionen mit Chromationen aus leicht saurer Lösung gewonnen.

\mathrm{Ba^{2+}_{(aq)} + CrO_4^{2-} \longrightarrow BaCrO_4 \downarrow (gelb)}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Bariumchromat ist ein gelber Feststoff, der praktisch wasserunlöslich und deswegen im Gegensatz zu den meisten anderen Chromaten nicht giftig ist, so dass die Sicherheitshinweise für Chromate nicht für Bariumchromat gelten. Wie alle Chromate wirkt auch Bariumchromat oxidierend (besonders stark unter sauren Bedingungen). Es zeigt die für Barium typische grüne Flammenfärbung.

Beim Erhitzen mit Bariumcarbonat wird das sechswertige Chrom zum fünfwertigen reduziert, es bildet sich Bariumchromat(V) Ba3(CrO4)2.[5]

\mathrm{4\ BaCrO_4 + 2\ BaCO_3 \ \xrightarrow {\ 800 ^o C \ } \ 2\ Ba_3(CrO_4)_2 + 2\ CO_2 + O_2 }

Verwendung[Bearbeiten]

Bariumchromat wird in der Glas- und Farbenindustrie als Pigment eingesetzt. In der Pyrotechnik wird Bariumchromat als Oxidationsmittel und zur Grünfärbung verwendet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Bariumchromat. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 27. Juni 2014.
  2. a b c d Eintrag zu CAS-Nr. 10294-40-3 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 30. Juni 2014 (JavaScript erforderlich). Bariumchromat ist in RL 67/548/EWG Anh. I ausdrücklich von der Kennzeichnung gemäß der unter den Sammelbegriff „Chrom(VI)-Verbindungen“ fallenden Substanzen ausgenommen.
  3. a b Datenblatt Bariumchromat bei AlfaAesar, abgerufen am 14. März 2010 (JavaScript erforderlich)..
  4. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5. K. A. Wilhelmi, O. Jonsson: X-Ray Studies on Some Alkali and Alkaline-Earth Chromates(V). in: Acta. Chem. Scand. 1965, 19, doi:10.3891/acta.chem.scand.19-0177, S. 177-184.