Barrado

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Dieser Artikel behandelt die spanische Gemeinde in der Region Extremadura. Zum spanischen Widerstandskämpfer und NS-Opfer siehe Manuel Garcia-Barrado.
Gemeinde Barrado
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Barrado
Barrado (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Extremadura
Provinz: Cáceres
Koordinaten 40° 5′ N, 5° 52′ W40.083333333333-5.8666666666667796Koordinaten: 40° 5′ N, 5° 52′ W
Höhe: 796 msnm
Fläche: 21,29 km²
Einwohner: 439 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 20,62 Einw./km²
Postleitzahl: 10696
Gemeindenummer (INE): 10025 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: www.barrado.es
Barrado im Frühling

Barrado ist eine Gemeinde in der Provinz Cáceres der autonomen Region Extremadura (Spanien).

Der Ort liegt auf halbem Weg zwischen La Vera und dem Valle del Jerte (Jertetal), zu dessen Gemeindeverband er gehört, obwohl er sich geografisch nicht im Jertetal befindet. Das Ortsgebiet grenzt im Norden an die Gemeinde Piornal, im Osten an die Gemeinde Arroyomolinos de la Vera, im Süden an die Gemeinde Gargüera de la Vera und im Westen an die Gemeinden Casas del Castañar und Cabrero.

Die Entfernung zu Plasencia beträgt 24 km, zur Provinzhauptstadt Cáceres 102 km, zur Hauptstadt der Extremadura Mérida 171 km und zu Madrid 251 km.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Aussicht auf die Obispo-Schlucht (Garganta de Obispo)

Barrado befindet sich in den Ausläufern der Sierra de Gredos, einem der drei Gebirgszüge des Iberischen Scheidegebirges, genauer gesagt im Hang des Berges Cerro de La Vetún in der Bergkette Sierra de Tormantos, die wiederum zur Sierra de San Bernabé, dem südlichen Ausläufer der Sierra de Gredos, gehört.

Das Gemeindegebiet Barrados umfasst auf einer relativ kleinen Fläche große Höhenunterschiede, von 657 m (in der Nähe von Gargüera de la Vera) bis auf 1115 m (Gipfel des Cerro de la Porrilla).

Das Gebiet ist durchzogen von mehreren wasserführenden Schluchten (z.B. der Garganta del Obispo) und Bächen, die alle zum Einzugsgebiet des Tiétar und damit zu dem des Tajo gehören, der bei Lissabon in den Atlantik mündet.

Klima[Bearbeiten]

Durch die geografische Lage kommt Barrado in den Genuss eines relativ gemäßigten Klimas, mit frischen Sommern und milden Wintern. Die Niederschlagsmenge ist reichlich und variiert zwischen 800 und 1500 mm. Die mittlere Tagestiefsttemperatur liegt im Winter zwischen 1 und 3 °C und im Sommer zwischen 15 und 20 °C.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerung von Barrado (1877–2005)
1877 1887 1897 1900 1910 1920 1930 1940 1950 1960 1970 1981 1991 2001 2005
619 520 587 613 629 708 748 873 915 937 828 660 583 524 507

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der wichtigste Wirtschaftssektor ist die Landwirtschaft, hauptsächlich der Anbau von Kirschen, Oliven, Kastanien und Feigen. Nach der Gründung der Agrargenossenschaft Cooperativa del Campo de Nuestra Señora del Viso in den 1960er Jahren kam es zu einer deutlichen Verbesserung der wirtschaftlichen Situation, durch die der drastische Bevölkerungsschwund, wie er zu jener Zeit im restlichen Extremadura stattfand, verhindert werden konnte.

Auch der Dienstleistungs- und Bausektor nehmen eine immer wichtigere wirtschaftliche Rolle ein.

Die Viehzucht besteht im Wesentlichen aus Rindern und Ziegen. Während die kommerzielle Rinderzucht seit Mitte des 20. Jahrhunderts konstant geblieben ist, hat die ökonomische und soziale Bedeutung der Ziegenzucht deutlich abgenommen. Schweinezucht wird ausschließlich für den Eigenkonsum betrieben.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist die Pfarrkirche San Sebastián.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Barrado – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).