Barry (Bernhardiner)

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Barry, ausgestopft im Naturhistorischen Museum Bern
Barry als „Heiliger vom Grossen St. Bernhard“ (Kitschpostkarte)

Der Bernhardiner Barry (* 1800 auf dem Grossen Sankt Bernhard; † 1814 in Bern) war ein berühmter Lawinenhund.

Er wurde von den Chorherren des Hospizes auf dem Grossen St. Bernhard eingesetzt und soll über vierzig Personen das Leben gerettet haben. Nachdem ihn ein Lawinenopfer mit einem Wolf verwechselt und lebensgefährlich verletzt hatte, wurde er 1812 auf Wunsch des Priors nach Bern gebracht und starb dort 1814 den Alterstod. Nach seinem Tode wurde er präpariert, damit „dieser treue Hund, der so vieler Menschen Leben rettete, nach seinem Tod nicht so bald vergessen sein wird.“ Sein ausgestopftes Fell ist ein Teil der Sammlung der Albert-Heim-Stiftung und steht heute in einer Vitrine am Eingang des Naturhistorischen Museums der Burgergemeinde Bern.

Dass Barry stets ein Fässchen mit Schnaps um den Hals getragen haben soll, durch den sich die halberforenen Lawinenopfer aufwärmen konnten, ist eine historisch nicht nachprüfbare Legende.

Im Hundefriedhof von Asnières-sur-Seine bei Paris wurde für Barry ein Denkmal errichtet. Die Barry-Geschichte wurde filmisch bearbeitet: 1949 unter dem Titel Barry (Barry – Der Held von St. Bernhard) in Frankreich und 1977 unter dem Titel Barry of the Great St. Bernard (Barry, der Bernhardiner) von den Walt Disney Studios.

Lawinenverschüttetensuchgeräte werden noch heute als Barryvox bezeichnet; manche Hersteller verwenden dies ausserdem als Produktbezeichnung.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]