Barte (Heraldik)
| Barte (Heraldik) | |
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| Angaben | |
| Waffenart: | Hiebwaffe |
| Bezeichnungen: | Barte (auch Barde), Sturmfeder |
| Verwendung: | Kriegswaffe |
| Listen zum Thema | |
Die Barte (auch Barde geschrieben) oder Sturmfeder war eine dem Beil oder der Axt ähnliche kurzstielige Hiebwaffe, die im Mittelalter und in der frühen Neuzeit verwendet wurde. Als Wappenfigur hat sie Eingang in die Heraldik gefunden.
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[Bearbeiten] Waffe
Die Barte, die etymologisch mit Hellebarde („Stangenbarte“) verwandt ist, war bestimmungsgemäß eine Streitaxt. Sie besaß eine breite metallene Klinge (die eigentliche „Barte“), deren der Hand zugewandtes Ende hakenförmig auslief. Die Vorderseite der Klinge wie auch die Innenseite des Hakens waren geschliffen. Der Schaft war aus Holz und wies mitunter einen mehreckigen Querschnitt oder Lederwicklungen auf, damit beim Zuschlagen das seitliche Wegdrehen der Waffe in der Hand vermieden wurde.
Anders als beispielsweise der indianische Tomahawk wurde die Barte nur im Nahkampf und nicht als Wurfwaffe eingesetzt. Die Klinge ermöglichte das Zuschlagen, der Haken das Festhalten oder Heranziehen des Gegners, beispielsweise am Genick oder an einem erhabenen Teil der Rüstung.
[Bearbeiten] Heraldik
In der Heraldik wird die Barte mitunter auch allgemein als Streitaxt oder Streitbeil bezeichnet; sie stellt eine gemeine Figur dar, die weltweit Verwendung findet. Verwandt mit ihr ist die Darstellung der Hacke, die über eine quer verlaufende Klinge verfügt.
Staaten wie Kenia und Belize bedienen sich für ihr Wappen der Barte; in Norwegen zeigt das Staatswappen einen bartehaltenden Löwen, zudem ist die Barte das Attribut des Nationalheiligen Olav. Gemeinden und Adelshäuser benutzen die Barte ebenfalls; das südwestdeutsche Adelsgeschlecht der Sturmfeder von Oppenweiler erhielt sogar seinen Namen nach der Waffe, sein Wappen zeigt zwei nach rechts und links gewendete Sturmfedern.
Die Barte als Ordenszeichen wird häufig als Axt bezeichnet und meint dann meist das zur unkriegerischen Arbeit eingesetzte Werkzeug, wie es beispielsweise seit 1448 beim aragonesischen Orden der Damen von der Axt zu sehen ist. Auch der Orden der alten Hacke im polnischen Liegnitz hat das Werkzeug als Symbol gewählt. Dagegen zeigt das Wappen von Tobor, das als eines der ältesten polnischen Wappen gilt und das erste Wappen der polnischen Ritterschaft gewesen sein soll, eine Streitaxt. Sie ist nicht nur im Wappenschild vorhanden, sondern auch im Oberwappen als Helmzier.
Wenn auf einem Wappen Barte und Beil bzw. Axt kombiniert dargestellt werden, gibt der Wappeninhaber zu verstehen, dass er sowohl kriegerische als auch friedliche Tätigkeiten (Zimmerei oder Forstwirtschaft) beherrscht. Die Bergleute, die zu festlichen Anlässen eine Paradehacke tragen, nennen diese Barte.
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Norwegen (Staatswappen)
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Biel/Bienne (Schweiz)
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Deudesfeld (Rheinland-Pfalz)
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Adelsgeschlecht Sturmfeder von Oppenweiler
[Bearbeiten] Literatur
- Johann Georg Krünitz: Oeconomische Encyclopädie. Verlag Joachim Pauli, Berlin ab 1773, S. 551 (Universität Trier: Digitalisierte Fassung der Enzyklopädie).
- Roßberg (Hrsg.): Neuestes Damen-Konversations-Lexikon. Verlag der Roßberg'schen Buchhandlung, Leipzig 1856.
- Hermann Weiß: Kostümkunde: Geschichte der Tracht und des Geräthes im Mittelalter vom 4ten bis zum 14ten Jahrhundert. Verlag Ebner & Seubert, Stuttgart 1864, S. 722.
[Bearbeiten] Weblinks
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Commons: Barte in der Heraldik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
