Barthélemy-Catherine Joubert

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Barthélemy-Catherine Joubert

Barthélemy-Catherine Joubert (* 14. April 1769 in Pont-de-Vaux, Département Ain, Frankreich; † 15. August 1799 bei Novi Ligure) war ein französischer General.

Leben[Bearbeiten]

Joubert studierte in Dijon die Rechte. Als die Revolution ausbrach, trat er 1791 als Freiwilliger in ein Infanteriebataillon, kam mit diesem zur Rheinarmee und avancierte 1792 zum Leutnant. 1793 geriet er am Col di Tenda als Kapitän bei der Alpenarmee nach tapferem Kampf in sardische Gefangenschaft, wurde aber bald wieder entlassen. 1794 als Generaladjutant zur italienischen Armee beordert, avancierte er 1795 zum Obersten und Brigadechef und nach der Schlacht bei Loano zum Brigadegeneral.

Im italienischen Feldzug von 1796 erwarb er sich durch seine Tapferkeit und Geschicklichkeit die Achtung Bonapartes und zeichnete sich, 1797 zum Divisionsgeneral erhoben, bei der Belagerung von Mantua und in der Schlacht von Rivoli (14. Januar) aus. Nachdem er am 3. Februar Trient erobert hatte, brach er an der Spitze von drei Divisionen (20. März) in Tirol ein, drang unter fortwährenden Gefechten das Etschtal hinauf und vereinigte sich bei Villach (8. April) mit der Hauptarmee.

Nachdem er kurze Zeit in Holland, dann in der Festung Mainz (Armée de Mayence) den Oberbefehl geführt hatte, erhielt er im Oktober 1798 an Brunes Stelle das Oberkommando der italienischen Armee. Er nahm Turin und die übrigen festen Plätze in Piemont, zwang den König von Sardinien zur Abdankung und wollte, wie Piemont, so auch Toscana zu einer Republik machen, als das Direktorium ihm Halt gebot. In Paris, wohin Joubert darauf mißvergnügt zurückkehrte, ließ er sich von Sieyès' Partei gewinnen, die mit Hilfe eines populären Generals das Direktorium zu stürzen versuchte. Doch sollte er sich zunächst noch mehr Kriegsruhm erwerben und wurde daher an Moreaus Stelle mit dem Oberbefehl über die Armee in Oberitalien betraut, wohin er in den ersten Tagen des Augusts 1799 abging.

In der Schlacht bei Novi wurde er aber am 15. August plötzlich von der ganzen russisch-österreichischen Armee unter Suworow angegriffen, stürzte sich in das Tirailleurgefecht und fiel durch eine feindliche Kugel.

Sein Leichnam wurde nach einem gesetzlich angeordneten Leichenbegängnis[1] nach Toulon gebracht und im Fort Lamalgue beigesetzt, das seitdem das „Fort Joubert“ hieß.

Ehrungen[Bearbeiten]

Sein Name ist am Triumphbogen in Paris in der 23. Spalte eingetragen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Leichenfest General Joubert (Frankreich)(1799) auf Wikisource