Bartholomäus Zeitblom

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Altartafel von Bartholomäus Zeitblom (um 1489–1497) im Ulmer Münster
Mitarbeit an den Flügelbildern des Blaubeurer Hochaltars, 1493

Bartholomäus Zeitblom (* um 1455 in Nördlingen; † um 1518 in Ulm) war ein bedeutender Kunstmaler in der Spätgotik im südwestdeutschen Raum. Er gilt als einer der Hauptmeister der Ulmer Schule.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Er lebte ab 1482 in Ulm und wurde dort als ein lediger Steuerzahler geführt. Verheiratet war er in erster Ehe mit der Tochter des Nördlinger Malers Friedrich Herlin, in zweiter mit einer Tochter des Ulmer Malers Hans Schüchlin. Er leitete eine große und einflussreiche Werkstatt in Ulm.

Werke[Bearbeiten]

Wichtige Arbeiten sind die Flügelbilder am Hochaltar der Klosterkirchen in Blaubeuren und Adelberg. Weiterhin Tafeln eines Flügelaltars in der Neithartkapelle des Ulmer Münsters, die sich vorher in der Wengenkirche von Ulm befanden. So ein Bild der „Hl. Margarete mit einer Gruppe heiliger Jungfrauen“ (siehe Bild). Weitere Arbeiten sind:

  • Außenflügel eines Altars aus der Ulmer Wengenkirche gelangten im 19. Jahrhundert aus der Sammlung des Konservators Carl Julius Milde in das St.-Annen-Museum in Lübeck.
  • Vier Szenen aus der Legende des Heiligen Valentin, heute Staatsgalerie Altdeutsche Meister, Augsburg
  • Der heilige Florian und Die Heilige Margareta, Außenseiten des Kilchberger Altars, heute Staatsgalerie Stuttgart
  • Verkündigung an Maria und Heimsuchung der Maria, Innenseite des Eschacher Altars, heute Staatsgalerie Stuttgart
  • Geburt Christi und Darbringung im Tempel, Innenseite des Heerberger Altars, heute Staatsgalerie Stuttgart
  • Christus und die Zwölf Apostel, Predella des Heerberger Altars, heute Staatsgalerie Stuttgart
  • 4 Tafeln eines Altars der Kirche in Hürbel (Gutenzell-Hürbel) im Landkreis Biberach (Tempera auf Holz): Die heilige Katharina (116,5x44 cm), Die Verkündigung (Jungfrau Maria) (117x48,7 cm), Die Verkündigung (Erzengel Gabriel) (117x48,7 cm), Die heilige Barbara (121,5x40 cm), heute im Muzeul Național de Artă al României (Nationales Kunstmuseum von Rumänien), Bukarest

Literatur[Bearbeiten]

  • Max Bach: Zur Kenntnis der Werke Bartholomäus Zeitbloms, in: Diöcesan-Archiv von Schwaben, 12. Jg. 1894, S. 81–88 (Digitalisat)
  • Max Bach: Zeitblom, Bartholomäus. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 45, Duncker & Humblot, Leipzig 1900, S. 8–11.
  • Dietlinde Bosch: Bartholomäus Zeitblom. Das künstlerische Werk. (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm; Bd. 30). Kohlhammer, Stuttgart 1999, ISBN 3-17-016383-3.(Zugl. Dissertation, Universität Stuttgart 1998)
  • Harriet Brinkmöller-Gandlau: ZEITBLOM, Bartholomäus. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 14, Bautz, Herzberg 1998, ISBN 3-88309-073-5, Sp. 375–377.
  • Hans Koepf: Schüchlin, Herlin und Zeitblom. In: Schwäbische Kunstgeschichte. Band 3. Thorbecke, Konstanz 1963, S. 110–111.
  • Elisabeth Wiemann: Altdeutsche Malerei. Staatsgalerie Stuttgart. Hrsg. vom Stuttgarter Galerieverein e. V. Stuttgart 1989.
  • Staatsgalerie Augsburg, Städtische Kunstsammlung, Band I. Altdeutsche Gemälde. Katalog. Hrsg. von den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München 1988, S. 123–128
  • Von Cranach bis Monet: Europäische Meisterwerke aus dem Nationalen Kunstmuseum Bukarest, Wuppertal, Von der Heydt-Museum, 1993, S. 16–19

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bartholomäus Zeitblom – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien