Bartolomeo Ammanati

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Bartolomeo di Antonio Ammanati (oder Ammannati) (* 18. Juni 1511 in Settignano oder Florenz; † 13. April 1592 in Florenz) war ein italienischer Baumeister und Bildhauer.

Leben[Bearbeiten]

Er war ein Schüler von Baccio Bandinelli (Florenz) und Jacopo Sansovino (Venedig), und wurde später - unter dem Einfluss Michelangelos - einer der führenden Vertreter des Manierismus in Florenz. Er war mit der Dichterin Laura Battiferri verheiratet, beide sind in der gemeinsam geplanten und erbauten Kirche San Giovanni degli Scolopi in Florenz begraben.

Neptunbrunnen in Florenz

Werke[Bearbeiten]

  • Die Villa Giulia in Rom (ab 1552 zusammen mit Giacomo Barozzi da Vignola)
  • Brunnen für die Sala dei Cinquecento (Saal der Fünfhundert) im Palazzo Vecchio (1555–1563)
  • Der Palazzo Ruspoli (früher Palazzo Rucellai, ab 1556)
  • Der Palazzo Pitti in Florenz (Ausbau ab 1560)
  • Die Fontana del Nettuno, der Neptunbrunnen in Florenz auf der Piazza della Signoria (1563–1575)
  • Der Palazzo Riccardi-Manelli in Florenz (früher Palazzo Grifoni, ab 1563)
  • Die Ponte Santa Trinità in Florenz (1567–1570, im Zweiten Weltkrieg zerstört, wieder aufgebaut)
  • Der Palazzo Ducale in Lucca (ab 1578, fertiggestellt von F. Pini)
  • Das Collegio Romano in Rom (1581–1585)
  • Die Kirche San Giovannino degli Scolopi in Florenz (ab 1581)
  • Statuen im Bargello
  • Statuen im Boboli-Garten
  • Tempio di Santo Stefano della Vittoria in Pozzo della Chiana, Ortsteil von Foiano della Chiana. 1569 entstandener Tempel zur Erinnerung an den Sieg der Florentiner gegen Siena am 2. August 1554 in der Schlacht von Scannagallo, die ein Jahr später zur Niederlage Sienas hauptsächlich beitrug. Die Realisierung des Tempels wird Ammanati und Giorgio Vasari zugeschrieben.[1]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bartolomeo Ammanati – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • * Kurzbiographie auf den Seiten des Museo Galileo (IMSS (Istituto e Museo di Storia della Scienza), Institut und Museum für Wissenschaftsgeschichte) (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stefano Casciu (Hrsg.): I Luoghi della Fede: Cortona e la Valdichiana aretina. Arnoldo Mondadori Editore, Mailand 1999, ISBN 88-04-46783-5, S. 119 f.