Niederkerschen

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49.5672222222225.9113888888889Koordinaten: 49° 34′ 2″ N, 5° 54′ 41″ O

Niederkerschen (dt.)
Nidderkäerjeng (lux.)Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/Alternativname
Bascharage (frz.)Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/Alternativname
Gemeinde Käerjeng
Wappen von Niederkerschen
Fläche: 19,14 km²
Einwohner: 5460 (1. Jan. 2014)[1]
Niederkerschen (Distrikt Luxemburg)
Niederkerschen

Lage von Niederkerschen im Distrikt Luxemburg

Niederkerschen (2008)

Niederkerschen (2008)

Niederkerschen (lux.: Nidderkäerjeng, frz.: Bascharage) ist wie Küntzig eine Ortschaft in der luxemburgischen Gemeinde Käerjeng.

Geschichte[Bearbeiten]

Niederkerschen (Bascharage), welches mit den Ortschaften Linger, Oberkerschen und Petingen zur « Hoheit Kerschen » gehörte, wird erstmals am 4. April 1281 erwähnt. Seinerzeit erhielt es den « Freiheitsbrief nach Böhmerrecht ». Die Unabhängigkeit Küntzigs fand möglicherweise im Jahre 1260 statt.

Nach der Machtübernahme der Franzosen (1794–1815), wurde aus der « Hoheit Kerschen » die « Municipalité cantonale Bascharage » mit den Gemeinden Bascharage, Clemency, Mamer, Garnich und Dippach. Hieraus entstand 1799 die « Mairie de Bascharage » (Gemeinde Niederkerschen) mit den Ortschaften Niederkerschen, Oberkerschen und Linger. Der erste Bürgermeister war 1800 Pierre Clement; der erste Bürgermeister von Küntzig hieß Pierre Decker.

Auch wenn Niederkerschen geologisch gesehen nicht zur Minette-Region gehört, so ist die Ortsgeschichte eng mit der der luxemburgischen Stahlindustrie verbunden. Durch die Stahlkrise in den 1970er Jahren verloren viele Einwohner ihren Arbeitsplatz.

Industriell hat sich der Ort dennoch weiterentwickelt, und es haben sich eine Reihe großer Betriebe wie General Motors oder Luxguard in Niederkerschen niedergelassen.

Niederkerschen ist Sitz der Brasserie Bofferding, der größten luxemburgischen Brauerei. Außerdem ist mit Sales-Lentz eines der größten Bus- und Reiseunternehmen Luxemburgs seit der Firmengründung in Niederkerschen angesiedelt.

Alte Gemeinde[Bearbeiten]

Niederkerschen bestand aus einer Gemeinde bis im Jahre 2011. Am 1. Januar 2012 beschlossen die Gemeinden Küntzig und Niederkerschen eine Fusion.

Wappen[Bearbeiten]

Der Wappen der Gemeinde von Niederkerschen wurde per Gesetz am 21. Juli 1969 festgehalten. Wappen: Das Kreuz ist zusammengesetzt aus silbernen Mäulern. Außerdem ist ein Etikett von fünf azurnen Anhängern festzustellen.

Bürgermeister seit 1858[Bearbeiten]

  • Jean Nicolas Schumacher
  • Pierre Schütz
  • Jules Hemmer
  • Jean Peschong
  • Théophile Aubart
  • Nicolas Meyers
  • Robert Steichen
  • Marcel Gillen
  • André Siebenbour
  • Joseph Thill
  • Jean Christophe
  • Jeannot Halsdorf
  • Michel Wolter

Geographie[Bearbeiten]

Die Chier, eine Verlockung der Maas, läuft durch Niederkerschen, welches ebenfalls das Wasser von der Mierbech nimmt.

Gemeinde Käerjeng[Bearbeiten]

Gemeng Käerjeng ist eine von 106 Gemeinden des Großherzogtum Luxemburgs. Die Gemeinde befindet sich im Südwesten des Landes im Kanton Capellen, Distrikt Luxemburg, angrenzend an die Gemeinden Petingen, Differdingen, Sanem, Dippach, Garnich und Steinfort sowie Belgien (Nordwesten).

Gemeng Käerjeng besteht aus den 5 Ortschaften Fingig, Küntzig (Clemency), Linger, Niederkerschen (Bascharage) und Oberkerschen (Hautcharage) und entstand am 1. Januar 2012 durch die Fusion der Gemeinden Niederkerschen und Küntzig. Ihr erster und bisher einziger Bürgermeister ist Michel Wolter.

Mit seinen knapp 10.000 Einwohnern belegt Gemeng Käerjeng den 8. Rang der luxemburgischen Gemeinden. Gemeng Käerjeng befindet sich an der Wasserscheide Rhein-Maas. Während die Korn (Chiers) mit seinen Nebenläufen in die Maas mündet, fließt die Eisch mit Nebenläufen in die Zuflüsse des Rheins.

Die niedrigste Erhebung befindet sich mit 270 Metern im "Tapp" bei Linger; der höchste Punkt liegt mit 395 Metern auf "Kues", in der Nähe von Fingig.

Die Gesamtfläche beträgt 33,64 km2

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der Sitz der größten luxemburgischen Brauerei, Bofferding, ist in Niederkerschen. Vor dreißig Jahren ist ebenfalls eine industrielle Zone geboren wo man die lokalen und regionalen Filialen von großen europäischen Gesellschaften findet wie General Motors, Luxguard und Delphi Corporation.

Bahnhof Niederkerschen-Sassenheim[Bearbeiten]

Bahnhof Niederkerschen-Sassenheim

Der Bahnhof Niederkerschen-Sassenheim ist ein luxemburgischer Bahnhof und liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Niederkerschen, in der Nähe von Sassenheim, im Distrikt Luxemburg.

Die Haltestelle Niederkerschen wurde am 8. September 1900 eröffnet. Das alte Gebäude für Reisende wurde nach 1981 zerstört. Der Bahnhof ist komplett renoviert und mit einem zusätzlichen Gleis ausgestattet (2010). Diese Haltestelle gehört der CFL (Eisenbahn von Luxemburg) und wird von den Zügen Regional-Express (RE) und Regionalbahn (RB) durchfahren.

Der Bahnhof Niederkerschen-Sassenheim liegt auf 309 Meter Höhe am Kilometerpunkt 17,000 der Linie 7 von Luxemburg auf Petingen zwischen den Bahnhöfen von Schouweiler und Petingen. Es gibt keine Kassenschalter, aber einen Parkplatz und eine Unterstellmöglichkeit.

Niederkerschen-Sassenheim wird von Zügen der Linie 70 befahren. Das Regional-Express und die Regionalbahn fahren hier durch. Die Destinationen sind die Bahnhöfe von Luxemburg und Petingen oder von Rodingen oder von Langich.

 Commons: Bahnhof Niederkerschen-Sassenheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Sport[Bearbeiten]

Prominente[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Gemeng Käerjeng: Population

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bascharage – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien