Basdahl

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Basdahl
Basdahl
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Basdahl hervorgehoben
53.4433333333339.003055555555624Koordinaten: 53° 27′ N, 9° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Rotenburg (Wümme)
Samtgemeinde: Geestequelle
Höhe: 24 m ü. NHN
Fläche: 32,34 km²
Einwohner: 1430 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27432
Vorwahl: 04766
Kfz-Kennzeichen: ROW, BRV
Gemeindeschlüssel: 03 3 57 004
Gemeindegliederung: 3 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bohlenstraße 10
27432 Oerel
Webpräsenz: www.basdahl.de
Bürgermeister: Heiko Wendte (SPD)
Lage der Gemeinde Basdahl im Landkreis Rotenburg (Wümme)
Bremen Hamburg Schleswig-Holstein Landkreis Cuxhaven Landkreis Diepholz Landkreis Harburg Landkreis Osterholz Landkreis Stade Landkreis Heidekreis Landkreis Verden Ahausen Alfstedt Anderlingen Basdahl Rotenburg (Wümme) Bötersen Bothel (Niedersachsen) Breddorf Bremervörde Brockel Bülstedt Deinstedt Ebersdorf (Niedersachsen) Elsdorf (Niedersachsen) Farven Fintel Gnarrenburg Groß Meckelsen Gyhum Hamersen Hamersen Hassendorf Heeslingen Hellwege Helvesiek Hemsbünde Hemslingen Hepstedt Hipstedt Horstedt (Niedersachsen) Horstedt (Niedersachsen) Kalbe (Niedersachsen) Kirchtimke Kirchwalsede Klein Meckelsen Lauenbrück Sittensen Lengenbostel Oerel Ostereistedt Reeßum Rhade Rotenburg (Wümme) Sandbostel Scheeßel Seedorf (bei Zeven) Selsingen Sittensen Sittensen Sottrum Stemmen (Landkreis Rotenburg) Tarmstedt Tiste Tiste Vahlde Vahlde Vierden Visselhövede Vorwerk (Niedersachsen) Westertimke Westerwalsede Wilstedt Wohnste ZevenKarte
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Basdahl (plattdeutsch Basdaal oder Basdohl) ist eine Gemeinde im Landkreis Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen. Neben dem Hauptort Basdahl gehören ihr auch die Orte Volkmarst und Oese an.

Geschichte[Bearbeiten]

Vom 14. bis ins 17. Jahrhundert wurden im „Hohlen Grund“ am Steingraben in Basdahl die Landtage der Ritterschaft, der Städte und der Geistlichkeit des Erzstifts Bremen abgehalten. Diese Landstände weisen eine Kontinuität zur heute bestehenden Landschaft der Herzogtümer Bremen und Verden auf, die im Rahmen des Landschaftsverbandes Stade und im Auftrag des Landes Niedersachsen bis heute Träger der regionalen Kultur- und Identitätspflege im Elbe-Weser-Dreieck sind.

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Oese und Volkmarst eingegliedert.[2]

Ortsname, Herkunft[Bearbeiten]

Frühere Ortsnamen von Basdahl waren in den Jahren 1297 Bodesdal und 1549 Baßdal. Im zweiten Teil steckt klar niederdeutsch dal für "Tal". Der erste Namensteil gleicht anderen Ortsnamen, wie 1398 Basfelde, 1537 Bachsfeldtt, 1587 Bachsfelde, 1590 Basfelt, 1715 Bassfeld; † Bassleben bei Helmstedt, 952 Bassallo, ca. 1150 Basselo; Baßberg, FlurN bei Hameln, (ca. 1470-80) na dem Basberge mer; Basbeck bei Osten, ca. 1250 Basbeke; Balsbeke, um 1280 Bastbecke, 1347 de Basbeke; Bassenfleth bei Stade, 1255 in Bassenvlete, 1268 in Bassenfleth.

Vielleicht leitet sich der erste Teil ab aus althochdeutsch bar (*baza), lit. bãsas "barfüßig", aksl. bosъ "barfuß" einen Ansatz bhes- "abreiben, zerreiben, ausstreuen", wozu auch bhoso-s "nackt" gehört, „ursprünglich wohl bezogen auf kahlgewetzte, abgewetzte Stellen“. Das Germanische hat "daran Anteil und zwar mit den Wörtern Besen als "der Feger, Kehrer", bar "bar, blo" und der Grundbedeutung "blank" und Bast.

Die Namendeutung als "abgeriebene, zerriebene Stelle" gleich "ausgeriebenes, abgetragenes Tal", bleibt unsicher.[3]

Ortsteile[Bearbeiten]

Basdahl[Bearbeiten]

Schule in Basdahl

Im Ortsteil Basdahl, der eine Mittelpunktfunktion ausfüllt, befinden sich Grundschule mit Turnhalle, Kindergarten, zwei Bankinstitute und verschiedene Handels- und Dienstleistungsbetriebe zur Deckung des täglichen Grundbedarfs. Es gibt eine Alte Legende über Basdahl. Beim Bremischen Ritterhaus befindet sich ein Stein, der etwas von der Legende erzählen soll.

Oese[Bearbeiten]

Der Ortsteil Oese ist bekannt als früherer Sitz des Adelsgeschlechts Issendorff. Das dortige Gut Poggemühlen, mit dem 1586 errichteten Herrenhaus aus Backstein mit steilem Satteldach, ist eine dreiseitig umschlossene Hofanlage mit Wassergräben und Lindenallee. Das Gut wird bewirtschaftet von Botho von Schwarzkopf und seiner Ehefrau Margarete von Schwarzkopf.

Als Sehenswürdigkeit gilt aber insbesondere die kleine, im Jahre 1577/78 von dem Ritter Christoph von Issendorff in Backstein gebaute Patronatskirche. Unmittelbar neben der Kirche entstand aus der ehemaligen Oeser Dorfschule die Freizeit- und Begegnungsstätte Oese. Hausherr ist der Kirchenkreis Bremervörde-Zeven.

Volkmarst[Bearbeiten]

Schon in vorgeschichtlicher Zeit hat es in der Volkmarster Gemarkung Besiedlung gegeben. Im Vörder Register um 1500 schrieb es sich Volmerstede. Vielleicht hat ein Volkmar in der Zeit der Ansiedlung als Anführer der Sippe sich entschieden, das Dorf in der Nähe des Teiches zu gründen. Heute befindet sich hier der Ortsmittelpunkt mit Freizeiteinrichtungen wie Spielplatz, Grillplatz, Dorfgemeinschaftshaus mit Schützenhalle, Feuerwehrhaus und Sportplatz.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl am 11. September 2011 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:[4]

  • CDU: 2 Ratsmitglieder
  • SPD: 7 Ratsmitglieder
  • Wählergemeinschaft: 2 Ratsmitglieder

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen Basdahls ist gespalten und zeigt vorn auf silbernem Grund zwei rote, gekreuzte Schlüssel. Hinten auf rotem Grund ist ein silbernes Schwert mit goldenem Knauf dargestellt, das Symbol der Gerichtsbarkeit ist.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit dem 2. Oktober 1990 besteht eine Partnerschaft mit dem Ort Beetzendorf in Sachsen-Anhalt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Bundesstraßen 71 aus Bremerhaven und 74 aus Bremen werden in Basdahl zusammengeführt und führen gemeinsam weiter nach Bremervörde. Die Station im Ortsteil Kluste wird vom Moorexpress bedient, der den Ort mit Bremen, Osterholz-Scharmbeck, Bremervörde und Stade verbindet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Personen, die in Basdahl gewirkt haben[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • St. Christophoruskirche, hrsg. vom Pfarramt (Neu Oese 9, 27432 Basdahl-Oese) o.J.
  • Basdahl, Oese, Poggemühlen, in: Niederdeutsches Heimatblatt (1989), H. 473

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Basdahl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 242.
  3. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen. Recherche Jürgen Udolph.
  4. Ratsmitglieder und Ergebnisse der Kommunalwahlen von 2011 und 2006 auf der Website der Gemeinde.