Basil al-Assad

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Basil al-Assad

Basil al-Assad (arabisch ‏باسل الأسد‎, DMG Bāsil al-Asad; * 1963; † 21. Januar 1994), auch Bassel el-Assad, war der älteste Sohn des ehemaligen Präsidenten Syriens Hafiz al-Assad und Bruder des derzeit amtierenden Präsidenten Baschar al-Assad.

Leben[Bearbeiten]

Siehe auch: Assad (Familie)

Basil war von seiner Kindheit an dazu vorbestimmt, das Präsidentenamt seines Vaters zu übernehmen. Basil war Leiter des präsidialen Sicherheitsapparates und setzte sich in Antikorruptionskampagnen innerhalb des Regimes groß in Szene. Er erschien oft in kompletter Militäruniform zu offiziellen Anlässen, um damit die Verbundenheit von Regime und Streitkräften auszudrücken. Basil hatte auch den Ruf eines Liebhabers von schnellen Sportwagen.

Tödlicher Unfall[Bearbeiten]

In den frühen Morgenstunden des 21. Januar 1994 steuerte Basil seinen Mercedes-Benz unter nebligen Sichtverhältnissen und mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit von fast 130 km/h über die Zubringerstraße von Damaskus zum 30 km außerhalb der Stadt gelegenen Internationalen Flughafen Damaskus, um in letzter Minute einen Flug nach Deutschland zu erreichen. Mit ihm fuhren sein Cousin Hafiz Makhluf auf dem Beifahrersitz und ein Chauffeur auf dem Rücksitz, der den Wagen später in die Stadt hätte zurückbringen sollen. Nachdem Basil die Ausfahrt zum Flughafen übersehen hatte, kollidierte das Auto mit einer Betonsperre und überschlug sich mehrfach. Basil al-Assad war sofort tot, während Hafiz Makhluf mit einer Kopfverletzung davonkam und der Chauffeur unverletzt blieb.[1]

Nachwirkungen[Bearbeiten]

Basils Tod führte dazu, dass sein bis dahin im Hintergrund stehender jüngerer Bruder Baschar al-Assad, der damals in London die Ausbildung zum Augenarzt durchlief, als Nachfolger für die Präsidentschaft aufrückte. Baschar wurde nach dem Tod seines Vaters im Jahr 2000 Präsident.

Basil wird von den staatlichen syrischen Medien als „Basil der Märtyrer“ bezeichnet und viele Plätze und Straßen, wie auch der Flughafen in Latakia oder ein Staudammprojekt in Tartus, wurden nach ihm benannt. Portraits von ihm zusammen mit seinem Vater und seinem Bruder sind in ganz Syrien anzutreffen und auch Statuen von ihm sind in mehreren syrischen Städten vorhanden. Er wurde in Qardaha, der Geburtsstadt seines Vaters, in einem großen Mausoleum begraben, in dem auch sein Vater Hafiz al-Assad im Jahr 2000 beigesetzt wurde.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. William E. Schmidt: ASSAD'S SON KILLED IN AN AUTO CRASH. In: New York Times. 22. Januar 1994, abgerufen am 31. März 2011 (englisch).