Basilika St. Martin (Weingarten)

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Basilika Minor St. Martin
Basilika St. Martin

Die Basilika St. Martin und Oswald ist die 1724 geweihte frühere Stiftskirche der Reichsabtei Weingarten in Weingarten im Landkreis Ravensburg in Oberschwaben.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Hochaltar
Kanzel

Der Grundstein der Barockkirche wurde am 22. August 1715 gelegt. Sie ersetzte die romanische Kirche des Benediktinerklosters. Der Neubau wurde während der Amtszeit von Reichsabt Sebastian Hyller am 10. September 1724 durch den Fürstbischof von Konstanz Johann Franz Schenk von Stauffenberg den Kirchenpatronen St. Martin und St. Oswald geweiht.

Die Kirche ist mit einer Kuppelhöhe von 67 Metern und einer Länge von 102 Metern das größte barocke Kirchenbauwerk in Deutschland und nördlich der Alpen. Abt Hyller, nach dem auch eine Straße in Weingarten benannt ist, wählte bewusst für den Neubau der Kirche nahezu die hälftigen Ausmaße des Petersdoms in Rom.

Seit der Auflösung der Benediktinerreichsabtei 1803 dient die Kirche als Pfarrkirche der katholischen Pfarrei St. Martin.

Ab 1922 war sie zugleich Klosterkirche des neu besiedelten Benediktinerklosters Weingarten (bis zur Auflösung dieser Abtei 2010).

1956 wurde die Kirche von Papst Pius XII. zur Basilica minor erhoben.

Die in der Kirche aufbewahrte Heilig-Blut-Reliquie ist Gegenstand religiöser Verehrung in ganz Oberschwaben. Sie steht im Mittelpunkt einer der größten Reiterprozessionen Europas, dem jährlich stattfindenden Blutritt.

[Bearbeiten] Orgeln

Gabler-Orgel

Siehe Hauptartikel: Orgel der Basilika St. Martin (Weingarten)

Die Hauptorgel der Basilika von Joseph Gabler gilt als eine der bedeutendsten erhaltenen Barockorgeln in Süddeutschland.

[Bearbeiten] Glocken

Postkarte der Hosannaglocke mit Abbildung des ersten Blutritts

Die Hosannaglocke in der Basilika ist mit 6.190 kg die schwerste Glocke der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Die Glocke ist auf den Ton h0 gestimmt. Die Glocke wurde 1490 vom Stuttgarter Glockengießer Hans Ernst gegossen. Ein Riß wurde 1990 von der Glockenschweißerei Lachenmeyer instand gesetzt. Die Glocke ist mit reichhaltigem Reliefschmuck versehen, der erstmalig Bezug auf den Blutritt nimmt.[1]

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Gebhard Spahr: Die Basilika Weingarten. Ein Barockjuwel in Oberschwaben. (= Bodensee-Bibliothek; Bd. 19). Thorbecke, Sigmaringen 1974, ISBN 3-7995-4007-5

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Basilika St. Martin (Weingarten) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Belege

  1. Thurm, Sigrid, „Ernst, Hans“, in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 628 ; (Onlinefassung)

47.809239.64478Koordinaten: 47° 48′ 33″ N, 9° 38′ 41″ O

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