Bass (Stimmlage)

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Stimmlagen für Chorsänger
Frauenstimmen Männerstimmen
Tonumfang eines Chor-Soprans
Sopran (S)
Tonumfang eines Chor-Tenor
Tenor (T)
Tonumfang eines Chor-Mezzosoprans
Mezzosopran
Tonumfang eines Chor-Bariton
Bariton
Tonumfang eines Chor-Alts
Alt (A)
Tonumfang eines Chor-Bass
Bass (B)

Als Bass (von lateinisch bassus „stark, reichlich“; Pl. die Bässe) wird die tiefe, männliche Gesangsstimmlage bezeichnet. Die Bezeichnung bildete sich mit der beginnenden Mehrstimmigkeit heraus, als man die Stimme, die den Cantus firmus hielt, Tenor nannte, während die tiefste der umspielenden Gegenstimmen „Bassus“, teilweise auch "Basis" hieß.

Der Tonumfang der Bassstimme reicht ungefähr von F (manchmal „E“ oder „D“ z. B. Osmin aus „Die Entführung aus dem Serail“ und Baron Ochs aus „Der Rosenkavalier“) bis f1’. Bässe der Chöre Russisch-Orthodoxer Kirchen (s. g. „Oktavisten“) singen noch ungefähr eine Oktave tiefer, haben aber im Gegenzug kein oberes Register (nur bis „c1“).

Gustav Mahler hat im Schlusssatz seiner 2. Sinfonie für die Bassstimme des Chores einen Stimmumfang von ,B bis f1’ notiert.

Ein Sänger dieser Stimmlage wird einfach Bass oder auch Bassist genannt.

Spezialisierte Bass-Stimmfächer
  • Hoher Bass, auch Basso cantante genannt
  • Charakterbass
  • seriöser Bass
  • Bassbuffo, für heitere Opernrollen
  • Bassbariton ist ein Fach zwischen Bass und Bariton. Er kann sowohl tiefere Baritonpartien (wie z. B. Scarpia oder vier Bösewichte aus „Hoffmanns Erzählung“) als auch höhere Bassrollen (z. B. Bartolo, van Bett oder Kaspar) singen.
Berühmte Bass-Rollen in Opern und Oratorien

Eine Anzahl bedeutender Bass-Sänger ist auf der Liste berühmter Sängerinnen und Sänger klassischer Musik aufgeführt.

Siehe auch[Bearbeiten]