Bassaricyon pauli

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Bassaricyon pauli
Systematik
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
Familie: Kleinbären (Procyonidae)
Gattung: Makibären (Bassaricyon)
Art: Bassaricyon pauli
Wissenschaftlicher Name
Bassaricyon pauli
(Enders, 1936)

Bassaricyon pauli ist eine Art der Makibären, die in Panama und möglicherweise in Costa Rica vorkommt. Der Artstatus ist allerdings umstritten.

Merkmale[Bearbeiten]

Die Art ähnelt den übrigen Makibären. Das Gewicht liegt wie bei allen Makibären im Bereich von 1 bis 1,5 kg.[1]

Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten]

Verbreitungsgebiet von Bassaricyon pauli

Bassaricyon pauli ist nur durch ein einziges Typusexemplar aus Panama bekannt, das in der Chiriqui-Region zwischen den Flüssen Rio Chriqui Viejo und Rio Colorado stammt. Es wurde in den Bergen auf einer Höhe von etwa 4.800 m gefangen. Möglicherweise kommt die Art darüber hinaus im Südosten Costa Ricas (Cordillera de Talamanca) vor.[2][3]

Lebensweise[Bearbeiten]

Über die Lebensweise dieser Art ist nichts bekannt. Andere Arten der Makibären sind nachtaktive, baumlebende Einzelgänger, die sich von Früchten und Insekten ernähren und feuchte Wälder bewohnen.[3]

Systematik[Bearbeiten]

Bassaricyon pauli wird derzeit als eigenständige Art der Makibären betrachtet. Der Artstatus ist allerdings umstritten.[2][3] Möglicherweise stellt Bassaricyon pauli lediglich eine Unterart des Buschschwanz-Olingo dar.[1]

Gefährdung und Schutz[Bearbeiten]

Die Art wurde als „bedroht“ (Endangered) eingestuft. Aufgrund fehlender Informationen und ungesicherter taxonomischer Verhältnisse wird Bassaricyon pauli von der IUCN derzeit in keine Gefährdungsklasse eingestuft (Data deficient). Wissenschaftliche Studien zur Beurteilung der taxonomischen Verhältnisse sind nötig um die aktuelle Gefährdungssituation zu bestimmen. Angaben über die Populationsdichte sind schwierig zu erbringen, da im Verbreitungsgebiet der ähnliche Wickelbär vorkommt und beide Arten im Feld leicht verwechselt werden können. Makibären gelten im Allgemeinen als eher selten. Die Art kommt in einigen Schutzgebieten vor.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b R. H. Evans: Raccoons and Relatives (Carnivora, Procyonidae). In: Zoological Restraint and Anesthesia, D. Heard (Ed.) Publisher: International Veterinary Information Service (www.ivis.org), Ithaca, New York, USA. (25-Mar-2002)
  2. a b Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder (Hrsg): Bassaricyon pauli in Mammal Species of the World. A Taxonomic and Geographic Reference (3rd ed).
  3. a b c d Bassaricyon pauli in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011.2. Eingestellt von: Samudio, R., Pino, J.L. & Helgen, K., 2008. Abgerufen am 27. April 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bassaricyon pauli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Bassaricyon pauli in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011.2. Eingestellt von: Samudio, R., Pino, J.L. & Helgen, K., 2008. Abgerufen am 27. April 2012