Bastei (Köln)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bastei

Die Bastei ist ein Bauwerk in Köln-Neustadt-Nord, gelegen am nördlichen Ende der Kölner Ringe direkt am Rheinufer.

Architektur[Bearbeiten]

Blick von unten

Auffallend am 1924 durch den Kölner Architekten Wilhelm Riphahn errichteten Bauwerk im expressionistischen Stil ist der ungewöhnliche Überbau über das Rheinufer hinaus. Das in leichtem Stahlbau ausgeführte Obergeschoss setzt auf einer bestehenden preußischen „Kaponniere“ (Verteidigungsraum in Befestigungsgräben, hier der Rhein) auf, die Riphahn zur Straße hin vergrößerte. Das Zentrum des weit überstehenden Daches krönt eine innen offene Spitzhaube. Mit der Bastei gelang Riphahn stilistisch und beruflich der Durchbruch[1].

Nach schweren Kriegsschäden im Jahre 1943 wurde die Bastei durch Riphahn ab 1958 verändert wiederhergestellt und am 5. Dezember 1958 durch den Kölner Oberbürgermeister Theo Burauen eröffnet. Die Nachkriegs-Bastei trägt einen beleuchteten Dreizack auf der Dachspitze.

Nutzung[Bearbeiten]

Seit seiner Eröffnung am 22. Oktober 1924 diente der spektakuläre – und oft nachgeahmte – Bau mit einer Nutzfläche von 300 m² und einer Kapazität von 200 Personen als Gaststätte. Seit 1958 betreibt die Kölner Familie Blatzheim die Gastronomie in der Bastei. Hans Herbert Blatzheim (1905–1968) war der Ehemann der Schauspielerin Magda Schneider und Stiefvater von deren Tochter Romy Schneider. Die Bastei kann heute gemietet werden.

Trivia[Bearbeiten]

Statue an der Rheinseite

Joachim Ringelnatz, der sich öfter in Köln aufgehalten hatte, widmete der Bastei 1932 sein Gedicht Köln von der Bastei gesehen.

1976 erschien die Rezeptsammlung „Die Bastei – Köstliche Geheimnisse ausgeplaudert“.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bastei (Köln). In: archINFORM. Abgerufen am 1. Dezember 2009

Weblinks[Bearbeiten]

50.9500516.966818Koordinaten: 50° 57′ 0″ N, 6° 58′ 1″ O