Bastei (Köln)

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Bastei

Die Bastei ist ein Bauwerk in Köln-Neustadt-Nord, gelegen am nördlichen Ende der Kölner Ringe direkt am Rheinufer.

Architektur[Bearbeiten]

Blick von unten

Auffallend an dem 1924 durch den Kölner Architekten Wilhelm Riphahn errichteten und 1927 veränderten Bauwerk im expressionistischen Stil ist der ungewöhnliche Überbau, der acht Meter über das Rheinufer hinausragt. Das in leichtem Stahlbau ausgeführte Obergeschoss setzt auf einer bestehenden preußischen „Kaponniere“ (Verteidigungsraum in Befestigungsgräben, hier der Rhein) auf, die Riphahn zur Straße hin vergrößerte. Das Zentrum des gezackten Daches krönt eine innen offene Spitzhaube. Mit der Bastei gelang Riphahn stilistisch und beruflich der Durchbruch[1]. In seiner Entstehungszeit war die Architektur bei den Kölnern jedoch keineswegs unumstritten, gab es doch Befürchtungen, dass die Stadtsilhouette negativ beeinflusst werden könnte[2].

Nach schweren Kriegsschäden im Jahre 1943 wurde die Bastei durch Riphahn 1958 nach dem Zustand von 1927 wiederhergestellt und durch den Kölner Oberbürgermeister Theo Burauen wiedereröffnet. 1985 erfolgte eine grundlegende Sanierung des Bauwerkes. Die Nachkriegs-Bastei trägt einen beleuchteten Dreizack auf der Dachspitze.

Nutzung[Bearbeiten]

Seit seiner Eröffnung am 22. Oktober 1924 diente der spektakuläre – und oft nachgeahmte – Bau mit einer Nutzfläche von 300 m² und einer Kapazität von 200 Personen als Aussichtsrestaurant. Seit 1958 betreibt die Kölner Familie Blatzheim die Gastronomie in der Bastei. Hans Herbert Blatzheim (1905–1968) war der Ehemann der Schauspielerin Magda Schneider und Stiefvater von deren Tochter Romy Schneider. Die Bastei kann heute gemietet werden.

Trivia[Bearbeiten]

Statue an der Rheinseite

Joachim Ringelnatz, der sich öfter in Köln aufgehalten hatte, widmete der Bastei 1932 sein Gedicht Köln von der Bastei gesehen.

1976 erschien die Rezeptsammlung „Die Bastei – Köstliche Geheimnisse ausgeplaudert“.

Literatur[Bearbeiten]

  • Riphahn, Wilhelm & Caspar Maria Grod, Köln: „Die Bastei“ in Köln. In: Moderne Cafés, Restaurants und Vergnügungsstätten. Außen- und Innenarchitektur, Bildband, Verlag Ernst Pollak, Berlin 1928, S. 129-134

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bastei (Köln). In: archINFORM. Abgerufen am 1. Dezember 2009
  2. Wilhelm Riphahn. In: Wasmuths Monatshefte für Baukunst und Städtebau 9, Heft 4, 1925, S. 136

Weblinks[Bearbeiten]

50.9500516.966818Koordinaten: 50° 57′ 0″ N, 6° 58′ 1″ O