Batschkapp

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Veranstaltungsort Batschkapp in Frankfurt am Main. Zur Bedeutung von Batschkapp als Kopfbedeckung siehe Schiebermütze.
Batschkapp an neuem Standort (2014)

Das Kulturzentrum Batschkapp (Dialektbezeichnung für die Schiebermütze) ist ein Rockclub in Frankfurt am Main, der sich dem Genre der alternativen Musik verschrieben hat.

Neuer Standort[Bearbeiten]

Der ursprüngliche Club befand sich in der Maybachstraße an der S-Bahn-Station Eschersheim im Stadtteil Eschersheim. Zum Kulturzentrum gehörte außerdem die unabhängig betriebene Kneipe/Konzertlocation Elfer Music Club im selben Gebäude, die inzwischen nach „Dribbdebach“ (Frankfurt-Sachsenhausen) umgezogen ist. Auch die Batschkapp zog zum 10. Dezember 2013 in die Gwinnerstraße 5 im Stadtteil Seckbach um.

In den neuen, sehr viel größeren Räumlichkeiten können auch stark nachgefragte Konzerte stattfinden, die früher in andere Lokalitäten wie die Stadthalle Offenbach oder die Neu-Isenburger Hugenottenhalle ausgelagert werden mussten. Auf dem Gelände der ehemaligen „Batschkapp“ will die ABG Frankfurt Holding Wohnungen errichten.

Geschichte[Bearbeiten]

Eingang des ehemaligen Club-Gebäudes
Das Batschkapp-Logo als Graffito an der Außenwand des alten Gebäudes

Der Club wurde bereits 1976 gegründet, um eine „autonome und linke Gegenkultur“ zu etablieren.[1] Zu seinen regelmäßigen Besuchern zählte damals unter anderen Joschka Fischer, der eine Freundschaft zu Batschkapp-Inhaber Ralf Scheffler pflegt.[2] In der Batschkapp finden regelmäßig Konzerte, Clubnächte und Bandwettbewerbe statt. In den ersten Jahren nach der Gründung wurden dort auch Theateraufführungen und -workshops veranstaltet, zum Beispiel zum Thema Straßentheater.

Anlässlich seines 30-jährigen Jubiläums veröffentlichte der Club 2006 den Doppel-CD-Sampler 30 Jahre Hörgenuss bei EMI, auf dem Lieder von Gruppen zu hören sind, die seit der Gründung in der Batschkapp aufgetreten sind. Aufgrund ihrer langen Geschichte und ihrer Bedeutung als Konzerthalle für Künstler wie Nirvana, Lenny Kravitz, Die Toten Hosen und R.E.M. ist die Batschkapp ein über die Region hinausgehend bekannter Rockclub.[3]

Medien[Bearbeiten]

  • Der Videoclip Hier kommt die Schwester der Sängerin Sabrina Setlur wurde 1995, damals noch unter ihrem Pseudonym Schwester S., vor und in der Batschkapp gedreht.
  • 2007 drehte Anja Ehrhardt die 45-minütige Dokumentation Ein Musikclub wird erwachsen über die Batschkapp für das Fernsehen des Hessischen Rundfunks. In diesem Film kommen viele Wegbegleiter des Clubs zu Wort, unter anderem Joschka Fischer, Wolfgang Niedecken und Farin Urlaub. Außerdem beinhaltet die Dokumentation Szenen der Frankfurter Techno-Party Tunnel Rave Ende August 1994, die von der Batschkapp veranstaltet wurde.
  • Seit Februar 1993 betreibt die Batschkapp-Geschäftsführung einen zweiten, kleineren Musikclub namens Nachtleben an der Konstablerwache in der Frankfurter Innenstadt.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Im Rahmen der Frankfurter Musikmesse erhielt die Batschkapp im März 2012 den Live Entertainment Award für den besten Club des Jahres.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Batschkapp – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Artikel über die Batschkapp im Magazin Outback
  2. TAZ-Artikel: Wo auch der Joschka ein und aus ging, 14. April 2007
  3. Kulturzentrum Batschkapp Frankfurt. hrz.uni-giessen.de. Archiviert vom Original am 18. Mai 2009. Abgerufen am 2. Juni 2012.
  4. Frankfurter Batschkapp ist Club des Jahres

50.13538.7392Koordinaten: 50° 8′ 7″ N, 8° 44′ 21″ O