Batzenhäusl

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Das Batzenhäusl auf einer alten Ansichtskarte

Das Batzenhäusl ist eines der ältesten Gasthäuser in Bozen. Seit 1953 steht es unter Denkmalschutz.

Jahrhundertelang war es eine Schänke des nahegelegenen Deutschen Ordens, dessen Kommende im Jahr 1404 in den nahegelegenen Ansitz Weggenstein-Deutschhaus verlegt worden war. Um 1900 entwickelte es sich zu einem im gesamten deutschen Sprachraum bekannten Dichter- und Künstlerlokal, das auf vielen zeitgenössischen Gemälden und Ansichtskarten dargestellt wurde. Die Hochblüte als Treffpunkt der Künstler erlebte das Haus mit dem Aufenthalt des Malers Franz Defregger in Bozen. Die durch den tüchtigen Wirt Engelbert Trebo und den Wein animierte Spendenfreudigkeit der Künstler steigerte sich von Jahr zu Jahr bis 1914, als das Batzenhäusl mit über 200 Gemälden, Zeichnungen und einzelnen Skulpturen ausgestattet war.[1] Der Restbestand dieser Batzenhäusl-Bildersammlung befindet sich heute auf Schloss Prösels in Völs am Schlern. Heute ist das Batzenhäusl eine Wirtshausbrauerei.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. E. A. Eisenmeyer, Das Batzenhäusl in Bozen: mit 250 Original-Gemälden, Skulpturen und Gedichten von berühmten Meistern. 2. Auflage. Innsbruck: Wagner 1910.

Literatur[Bearbeiten]

  • Mathias Frei: Die Bildersammlung aus dem Bozner Batzenhäusl in Schloss Prösels, Völs am Schlern. Hrsg. vom Kuratorium Schloss Prösels. Brixen: Weger 1999.
  • Bruno Mahlknecht: Das Bozner Batzenhäusl. In: Bozen durch die Jahrhunderte, Bd. 2; Bozen 2006, ISBN 88-6011-021-1, S. 146–153

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Batzenhäusl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien