Bauakademie der DDR

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Die Bauakademie der DDR (unter diesem Namen ab Januar 1973) wurde mit Beschluss des Ministerrates als Deutsche Bauakademie (abgekürzt: DBA) am 1. Januar 1951 mit Hauptsitz in Berlin (Ost) gegründet und am 8. Dezember 1951 in einem Staatsakt eröffnet.

Als Bauakademie war sie die zentrale wissenschaftliche Einrichtung für Architektur und Bauwesen in der DDR und unterstand in direkter Linie dem Ministerium für Bauwesen. Sie wurde von einem durch den Vorsitzenden des Ministerrates ernannten Präsidenten geleitet. Die Bauakademie hatte höchstens 25 ordentliche und 30 kandidierende sowie korrespondierende Mitglieder. Die Akademie war in Sektionen und diese wieder in Fachgruppen unterteilt. Die Bauakademie der DDR hatte das Promotionsrecht zum Dr.-Ing.

Bis 1973 hatte sie ihren Sitz in der Hannoverschen Straße 28 – dieses Gebäude wurde später als Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR genutzt. Die Bauakademie der DDR wurde im Zuge der Vereinigung der beiden deutschen Staaten 1991 aufgelöst.

Ihr prägender erster Präsident war von 1951 bis 1961 der in der Sowjetunion promovierte Architekt Kurt Liebknecht (Lebensdaten: 1905–1994), ein Sohn des Chemikers Otto Liebknecht und verwandt mit Wilhelm Liebknecht (Großvater) und Karl Liebknecht (Onkel), zwei der bekanntesten Protagonisten der Geschichte des Sozialismus in Deutschland.[1]

Belege[Bearbeiten]

  1. biografischer Datensatz zu Kurt Liebknecht, online auf den Seiten der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (stiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr), abgerufen am 4. August 2012