Baucau (Distrikt)

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Distritu Baukau (tetum)
Distrito de Baucau (port.)
Indonesien Oecusse (Distrikt) Cova Lima Bobonaro (Distrikt) Ermera (Distrikt) Liquicá (Distrikt) Dili (Distrikt) Aileu (Distrikt) Ainaro (Distrikt) Manufahi Manatuto (Distrikt) Baucau (Distrikt) Lautém (Distrikt) Viqueque (Distrikt)Lage des Distrikts Baucau.
Über dieses Bild
Strand von Osolata, nahe Baucau
Daten
Hauptstadt Baucau
Fläche 1.507,95 km² (4.)[1]
Einwohnerzahl (2011) 117.348 (3.)[2]
Bevölkerungsdichte 77,8 Einw./km² (5.)[1]
Zahl der Haushalte (2010) 21.255 (2.)[1]
ISO 3166-2: TL-BA
Subdistrikte Einwohner[1] Fläche[1]
Baguia 9.465 213,99 km²
Baucau 46.500 369,53 km²
Laga 14.432 191,99 km²
Quelicai 16.747 206,46 km²
Vemasse 9.008 374,62 km²
Venilale 15.542 151,37 km²
Karte
Verwaltungsgliederung von Baucau.

Baucau (Tetum: Baukau) ist ein Distrikt von Osttimor an der Nordküste des Landes. Hauptstadt ist die gleichnamige Stadt Baucau.

Geographie[Bearbeiten]

Ortschaften in Baucau

Baucau liegt im Nordosten des Landes an der Straße von Wetar, gegenüber der Insel Wetar. Im Westen grenzt er an den Distrikt Manatuto, im Süden an den Distrikt Viqueque und im Osten an den Distrikt Lautém.

Der Distrikt hat eine Fläche von 1.507,95 km². Er unterteilt sich in die Subdistrikte Baguia, Baucau, Laga|, Quelicai, Vemasse und Venilale (ehemals Vila Viçosa). Die Grenze zum Distrikt Viqueque wurde 2003 neu festgelegt.

Der größte Teil des Distrikts liegt auf einer Meereshöhe zwischen 100 und 500 m. Nur direkt an der Küste fällt das Land schnell auf Meereshöhe. Zwischen den größeren Flüssen hebt sich das Land über 500 m zu den Massiven des Monte Mundo Perdido (Distrikt Viqueque) im mittleren Westen und des Matebian im Südosten, der mit 2316 m der dritthöchste Berg Osttimors ist. Im Westen des Distrikts münden die Flüsse Laleia und Manuleiden in die Straße von Wetar. Östlich des Ortes Baucau sind es die Flüsse Seiçal, Borauai, Lequinamo, Binagua und weitere kleine Flüsse. Nur der Seiçal führt ganzjährig Wasser, da er aus Viqueque im Süden gespeist wird. Baucau hat auch eine breite Küstenlinie mit Sandstränden, die sich zum Schwimmen und für anderen Wassersport eignen.

Einwohner[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl in Baucau
Kinder am Strand von Osolata
Christliches Kreuz auf einem Gipfel

Im Distrikt Baucau leben 117.348 Einwohner (Stand 2011). Die Bevölkerungsdichte beträgt 77,8 Einwohner pro Quadratkilometer.[2] Der Altersdurchschnitt liegt bei 18,5 Jahren.[1]

Im Subdistrikt Baucau hatte 2004 eine Frau durchschnittlich 6,62 Kinder, in Venilale 7,38, in Vemasse 7,61, in Quelicai 7,73, in Laga 8,05 und in Baguia 8,70 (Landesdurchschnitt 6,99). Zwischen 1990 und 2004 wuchs die Zahl der Einwohner jährlich um 1,07 %. Allerdings wandern viele Einwohner in andere Landesteile aus, vor allem in die Landeshauptstadt Dili. Über 12.000 der Einwohner Dilis von 2004 wurden in Baucau geboren. Daher war in den letzten Jahren die Einwohnerzahl zeitweise sogar rückläufig. Die Kindersterblichkeit lag 2002 im Subdistrikt Baucau bei 89 Todesfällen pro 1000 Lebendgeburten (1996: 111), in Quelicai bei 108 (141), in Venilale bei 114 (135), in Baguia bei 122 (167), in Laga 136 (155) und in Vemasse bei 147 (139). Der Landesdurchschnitt betrug 98. Vemasse ist damit einer von 14 Subdistrikten, in denen sie, entgegen den Landestrend anstieg. Vemasse gehört mit Laga zusammen zu den acht Subdistrikten mit der höchsten Kindersterblichkeit des Landes.[3]

In den meisten Subdistrikten spricht die Mehrheit der Bevölkerung als Muttersprache Makasae (63 % von ganz Baucau). Im Subdistrikt Vemasse und im Suco Bucoli sprechen die meisten Einwohner Waimaha (17 %). Im Subdistrikt Venilale spricht die Bevölkerungsmehrheit Midiki (7,7 %). 8,5 % sprechen Tetum als Muttersprache. Außerdem sprechen kleinere Gruppen Galoli, Kairui und Naueti. Berücksichtigt man auch die Zweitsprachen, so sprechen 48,3 % Tetum, 43,4 % Bahasa Indonesia und 22,6 % Portugiesisch. Die Analphabetenrate beträgt 52,9 % (Frauen:56,4 %; Männer: 49,4 %). Nur 12,8 % der über 18-Jährigen haben die Sekundarschule abgeschlossen (Frauen:10,5 %; Männer: 15,2 %).[3]

2004 waren 98,3 % der Einwohner Katholiken, 0,6 % Protestanten, 0,3 % Anhänger der traditionellen, animistischen Religion Timors und 0,2 % Muslime.[4] Neben der katholischen Mehrheit leben auch Muslime in Baucau. In Baucau gibt es eine Moschee und zudem im Distrikt einige protestantische Kirchen. Die meisten Schulen im Distrikt werden von der katholischen Kirche betrieben. Die wenigen chinesischen Familien verfügen zumeist über einen eigenen Hausaltar.

Geschichte[Bearbeiten]

Ein Großteil des Distrikts Baucau war früher Teil des Königreichs von Vemasse oder stand unter dessen Einfluss. Laut mündlichen Überlieferungen waren die Mitglieder der Herrscherfamilie Topasse, die aus Larantuka, an der Ostspitze der Insel Flores stammen. Über Oecussi waren sie im 18. Jahrhundert nach Osttimor gekommen, in der Erwartung die Portugiesen würden hier ihre neue koloniale Hauptstadt auf Timor gründen, nachdem sie 1769 aus Lifau vertrieben worden waren. Im selben Jahre wurde dann aber Dili als neuer Sitz des Gouverneurs gegründet. Immerhin entwickelte sich in Baucau ein Verwaltungssitz für die Region. Ein Jahrhundert später wurde der Führer der Topasse-Familie, der Galoli sprechende Dom Domingos da Costa Freitas (auch Gali Kai) von den Portugiesen zum Dato-hei (timoresischer Fürst) von Vemasse gemacht.

Der alte Markt in Baucau wurde 1932 gebaut. 2014 wurde das renovierte Gebäude als Kongresszentrum neu eröffnet.

1859 führte Dom Domingos de Freitas Soares eine kleinere Revolte gegen die Portugiesen, die aber schnell niedergeschlagen wurde. Dom Domingos wurde noch im selben Jahr ins Exil nach Lissabon geschickt. Bereits im Frühjahr 1861 unterstützte Vemasse die Kolonialmacht mit Kämpfern gegen den Aufstand in Laclo. Im Juni 1863 wurde ein Aufstand der Makasae von Laga durch die Portugiesen niedergeschlagen und das Dorf niedergebrannt.[5]

Das Bündnis Vemasses mit den Portugiesen endete endgültig mit der Rebellion von 1867. Im August erhoben sich die Einwohner von Vemasse und belagerten Lalcia. Gouverneur Texeira da Silva beendete die Belagerung und schlug den Aufstand mit Hilfe verbündeter Liurais (timoresische Kleinkönige) nieder. Der Liurai von Vemasse wurde durch seinen Stellvertreter, dem Dato-hei ersetzt, der einen Bündnisschwur ablegte und friedliche Beziehungen zu den Nachbarn versprach. 1869 wurde der Sohn Gali Kais, Dom Francisco da Costa Freitas zum Liurai von Baucau ernannt, während sein Schwiegersohn Tomas de Costa Soares Dato-hei von Letemumo wurde.[5]

Auch Buibau und Venilale waren traditionelle Reiche Timors, die von einem Liurai regiert wurden. Sie erscheinen auf einer Liste von Afonso de Castro, einem ehemaligen Gouverneur von Portugiesisch-Timor, der im Jahre 1868 47 Reiche aufführte.[6][7]

1882 kam es zu Kämpfen zwischen Vemasse und Laleia, wofür der Kommandant der Militärkommandantur verantwortlich gemacht wurde.[8] Im April 1896 schloss der Liurai von Buibau mit Portugal einen schriftlichen Vertrag über seinen Vasallenstatus.

Ruine eines kolonialen Gebäudes in Baucau

Enge Beziehungen herrschten mit der von den Niederlanden dominierten Insel Kisar. Regelmäßig besuchte man sich, Handel mit Gold und Wasserbüffel wurde getrieben und der Raja von Vonreli auf Kisar zahlte einen Tribut an den Liurai von Vemasse. Erst Ende des 19. Jahrhunderts unterband der portugiesische Gouverneur Timors José Celestino da Silva (1894 bis 1908) jeden Kontakt, da sich der Raja weigerte vom Protestantismus zum katholischen Glauben überzutreten. Doch bereits 15 Jahre später wurden die Kontakte erneuert, als der Raja von Kisar mit einer Flotte von 20 kleinen Schiffen am Strand von Baucau anlegte.

1903 und 1912 scheiterten Aufstände Quelicais gegen die portugiesischen Kolonialherren. 1912 brach in Baucau ein Aufstand gegen die portugiesischen Kolonialherren aus, der aber schnell niedergeschlagen wurde. Dabei sollen 2.000 Menschen ums Leben gekommen sein.[5]

Im Subdistrikt Venilale erinnern Tunnel der Japaner an der Straße nach Baucau, die so genannten sieben Höhlen (Gua Tuju), an die Besetzung während des Zweiten Weltkrieges.

Verlauf der indonesischen Invasion (1975–1979)

Nach der Unabhängigkeitserklärung Osttimors 1975 begann Indonesien das Land zu besetzen. Bis Oktober 1976 wurden im Distrikt die Küste, die Orte Baucau und Quelicai und die Straße von Baucau nach Viqueque besetzt. Bases de apoio entstanden in Baguia und am Matebian, in denen die geflohene Zivilbevölkerung von der Widerstandsbewegung FALINTIL angesiedelt wurde. Ab September 1978 begann die indonesische Armee mit der Zerstörung der Basen und der Besetzung der letzten Widerstandsgebiete in Viqueque und Baucau. Mit der Basis am Matebian fiel die letzte am 22. November. Die Menschen wurden auseinandergetrieben oder gefangengenommen. Bis März 1979 waren die Distrikte vollständig unter indonesischer Kontrolle.[9]

In den 1980er Jahren wurde Quelicai von der indonesischen Armee im Kampf gegen die FALINTIL bombardiert und mehrfach durchkämmt, was zu Toten unter den Einwohnern führte. Am 29. Mai 1997 fanden Wahlen statt, bei denen Vertreter Osttimors für das indonesische Parlament gewählt werden sollten. Im Umfeld kam es landesweit zu mehreren Attacken auf die indonesische Besatzungsmacht und ihre Unterstützer. In Baucau wurden am 28. Mai der ehemalige Chef des Distriktsparlaments Miguel Baptismo da Silva (1987 bis 1992) und seine Frau ermordet. In Seiçal fand die Abstimmung mit einem Tag Verspätung am 30. Mai statt, weil das Wahllokal von Unbekannten angegriffen worden war. Dabei wurde Abinau Salay, ein Wahlhelfer und Mitglied einer Wanra mit einer Machete verletzt. In Folge wurden zehn Personen verhaftet.[10] Am 31. Mai geriet ein indonesischer Sicherheitskonvoi in Quelicai in einen Hinterhalt. 18 indonesische Polizisten und Soldaten wurden getötet. In der Militäraktion, die darauf folgte, wurden 114 Einwohner verhaftet.

Im November 2005 starben zwei timoresische Polizisten durch eine Bombe, die in Vemasse auf ihr Fahrzeug geworfen wurde.

Nach den Parlamentswahlen 2007 kam es unter anderem in Baucau, Quelicai und Venilale während des Wahlkampfs und nach der Bekanntgabe des Ergebnisses zu gewaltsamen Ausschreitungen. Über 1.500 Menschen flohen alleine im Distrikt Baucau aus ihren Häusern. Besonders großes Aufsehen sorgte ein Überfall auf ein Waisenhaus in Baguia und die Vergewaltigung von mehreren Mädchen dort.[11][12]

Politik[Bearbeiten]

Stärkste Partei in den einzelnen Distrikten bei den Parlamentswahlen 2012

In der portugiesischen Kolonialzeit hatte der spätere KOTA-Politiker Clementino dos Reis Amaral das Amt des Distriktsadministrators inne.[13]

Der Distriktsadministrator wird heute von der Landesregierung in Dili ernannt. 2001/2002 war dies Mário Nicolau dos Reis.[14] Ihm folgte Luis Aparicio Guterres von der FRETILIN, der nach deren Wahlniederlage im September 2008 von António A. Guterres abgelöst wurde. Derzeitiger Administrator ist António Augusto Guterres.[15]

Stärkste Partei im Distrikt ist die FRETILIN. Ihr Zentrum hat in Baucau außerdem die UNDERTIM, die immer wieder in Konflikt mit der FRETILIN geriet. Bei den Wahlen zur verfassunggebenden Versammlung, aus der später das Nationalparlament hervorging, gewann die FRETILIN in Baucau 81,98 % der Stimmen. Auch das damalige Direktmandat ging an den Kandidaten der FRETILIN.[16] Bei den Parlamentswahlen erhielt die FRETILIN mit 60,66 % erneut die meisten Stimmen.[17] Bei den Parlamentswahlen 2012 erhielt sie noch immer die absolute Mehrheit mit 51,38 %. Zweite wurde die Regierungspartei Congresso Nacional da Reconstrução Timorense (CNRT) mit 23,05 %, dritte die Partei UNDERTIM mit 5,46 %, die aber an der landesweiten Dreiprozenthürde scheiterte.

Bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen 2007 konnte Francisco Guterres von der FRETILIN in Baucau 62,99 % der Stimmen auf sich vereinen, während der unabhängige Kandidat und spätere Wahlsieger José Ramos-Horta 26,99 % erhielt.[18] Bei der Stichwahl erhielt Guterres in Baucau 66,52 %, Ramos-Horta 33,48 %. Bei den 2012 erhielt Guterres 48,74 %, der aus Baguia stammende unabhängige Kandidat Taur Matan Ruak 42,21 %.[19] In der zweiten Runde erhielt Guterres in Baucau 52,07 %, der spätere Wahlsieger Taur Matan Ruak 47,93 %.[20]

Symbole[Bearbeiten]

Kommission für Recht & Frieden der Diözese Baucau (2002)

Die Distrikte Osttimors haben keine gesetzlichen Symbole. Allerdings erklärt das Profil des Distrikts Baucau von 2012 der Direksaun Nacional Administrasaun Local, dass während der indonesischen Besatzungszeit die Jackfrucht (Kulu Gisa) das Symbol Baucaus gewesen sei. Im unabhängigen Osttimor wurde das Heilige Haus (Uma lulik) in Baucau zum Sinnbild des Distrikts.[21] Die Kommission für Recht & Frieden der Diözese Baucau verwendet eine rote Taube auf weißem Grund, die eine Kaibauk im Schnabel trägt.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Reisabaugebiete in Baucau
Reisfelder in Baucau
Straßennetz und Topographie Baucaus
Möbelmacher in Baucau

Baucau ist für die Nahrungsmittelproduktion Osttimors bedeutend, da der Distrikt landwirtschaftlich besonders gut entwickelt ist. 66,2 % der Haushalte betreiben Ackerbau, 86,3 % Viehzucht (Stand: 2010).[1] Laut der Volkszählung von 2010 arbeiten 41 % aller Einwohner, die zehn Jahre oder älter sind (Landesdurchschnitt: 42 %). 4 % sind arbeitslos (5 %).[22] 58 % der Haushalte im Distrikt baut Mais an (Produktion 2008: 4.346 t), 51 % Kokosnüsse, 51 % Maniok (2.360 t), 44 % Reis (10.142 t), 40 % Gemüse und 16 % Kaffee. Daneben liefert Baucau Bohnen, Erdnüsse, Lichtnüsse, Süßkartoffeln, Kopra und Kukui (insgesamt 2.017 t).[22][23] Ein Problem sind regelmäßige Überflutungen in der Regenzeit, die die Felder zerstören. In Baucau, Quelicai und Laga kam es deswegen 2007 zu einer Nahrungsmittelknappheit.

Der Westen Baucaus ist mit seinem Plateau im Gegensatz dazu eine der trockensten Regionen Timors.[24] Zwar gibt es entlang der Nordküste nach Westen hin noch geringere Mengen an Niederschlägen,[25] doch fehlen hier ganzjährig wasserführende Flüsse aus dem Süden, wie den Seiçal in Ostbaucau. Dies führt vor allem in der langen Trockenzeit zu Problemen bei der Nahrungsmittelversorgung. Zwischen aus dem Boden ragenden Kalksteinfelsen ist nur Platz für kleine Parzellen, auf denen Mais, Erdnüsse, Tabak, Sago, Yams, Süßkartoffeln, Tomaten, Pfeffer und Wassermelone wachsen. Das sogenannte Siam weed (Chromolaena odorata) reduziert als aggressives Unkraut die Anbauflächen noch weiter. Zusätzliche Probleme verursacht die Bodenerosion.[26]

An der Küste wird Fischerei in kleinem Maßstab betrieben. Daneben werden Büffel (14.566 von 14 % der Haushalte), die auch beim Reisanbau als Arbeitstiere verwendet werden, Hühner (84.482, 77 %), Schweine (35.490, 77 %), Schafe (25.831, 18 %; 62 % aller Schafe in Osttimor) und Ziegen (25.831, 30 %) gehalten. Rinder (6.165, 7 %) spielen hier eine relativ geringe Rolle. Im Hochland werden Pferde (12.040, 25 %) als Nutztiere gezüchtet.[22] Mangelnde Transportwege und fehlende Energieversorgung hemmen die Entwicklung kleiner Betriebe, die in den letzten Jahren entstanden.

In Triloca (Subdistrikt Baucau) wurde ein Testgelände errichtet, in dem neue Pflanzensorten getestet und landwirtschaftliche Methode den Einheimischen beigebracht werden. Zudem gibt es dort eine Seidenraupenzucht und eine Baumschule für Obstbäume.

In den Subdistrikten Vemasse und am Matebian findet sich Manganvorkommen. In kleinen Mengen gibt es Gold, Silber und Kupfer in Vemasse und Phosphat in Quelicai. Von Laga bis nach Lautém gibt es Erde, die zur Farbgewinnung verwendet werden kann. Nahe dem Ort Laga gibt es einen Salzsee mit einer Fläche von 150.000 m².

In der Nähe der Stadt Baucau liegt der Baucau Airport (IATA code: BCH), der einzige Flughafen Osttimors, auf dem größere Maschinen, als die Boeing 737 landen können. Er wird in erster Linie für militärische und Versorgungsflüge genutzt. Reguläre, zivile, Flugverbindungen nach Baucau sind zurzeit nicht im internationalen Buchungssystem der Fluggesellschaften vermerkt.

Seit November 2008 versorgt das erste Wasserkraftwerk Osttimors in Gariuai über eine Überlandleitung die Stadt Baucau mit Elektrizität. Es wurde mit norwegischer Hilfe vier Kilometer vom Ort entfernt errichtet. Die jährliche Leistung beträgt 1,5 GWh.[27]

Im Distrikt gibt es zwei kommunale Radiosender. Aus dem Ort Baucau sendet Lian Matebean (FM 99,9 MHz) und aus Bucoli Radio Popular Colelemai Bucoli (FM 102,5 MHz).[28]

Sonstiges[Bearbeiten]

Wasser holen in Venilale

In Buruma befindet sich eines der größten Gefängnisse des Landes.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Baucau (Distrikt) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Direcção Nacional de Estatística: 2010 Census Wall Chart (English) (PDF; 2,7 MB)
  2. a b Direcção Nacional de Estatística: Timor-Leste in figures 2011 (PDF; 3,8 MB), abgerufen am 5. Mai 2013
  3. a b Census of Population and Housing Atlas 2004 (PDF; 14,0 MB)
  4. District Pritory Tables: Baucau 2004 (PDF; 15,0 MB)
  5. a b c History of Timor – Technische Universität Lissabon (PDF; 824 kB)
  6. TIMOR LORO SAE, Um pouco de história
  7. East Timor - PORTUGUESE DEPENDENCY OF EAST TIMOR
  8. History of Timor – Technische Universität Lissabon (PDF; 824 kB)
  9. „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  10. (INDONESIA-L) HRW/ASIA - East Timor Guerrilla Attacks : East Timor Guerrilla Attacks vom 4. Juni 1997
  11. UCAN:, 15. August 2007, Convent girls raped, church property destroyed as new PM takes office
  12. Internal Displacement Monitoring Centre (PDF; 464 kB)
  13. Political Parties and groupings of Timor-Leste, Mai 2007 (Englisch; PDF; 996 kB)
  14. National Directory of Studies and Research
  15. Descentralização Administrativa na República Democrática de Timor-Leste: Baucau, abgerufen am 7. Februar 2014
  16. [Lurdes Silva-Carneiro de Sousa: Some Facts and Comments on the East Timor 2001 Constituent Assembly Election (RTF; 199 kB), Lusotopie 2001: S. 299-311]/
  17. CNE - official results on 9th July 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  18. Endergebnis der ersten Runde, aufgeschlüsselt auf die einzelnen Distrikte (PDF)
  19. STAE: Rezultadu Provizorio Eleisaun Prezedensial 2012
  20. STAE: Rezultadu Provizorio Eleisaun Prezidensial 2012 Segundo Volta
  21. Profil des Distrikts Baucau 2012: 2.2. 2.1.3 Simbolo do Distrito, S. 5.
  22. a b c Direcção Nacional de Estatística: Suco Report Volume 4 (englisch) (PDF; 9,8 MB)
  23. Direcção Nacional de Estatística: Timor-Leste in Figures 2008 (PDF; 3,7 MB)
  24. Australian National University, Research School of Pacific and Asian Studies, The Waimaha language of East Timor
  25. Seeds of Life Timor: Rainfall Map of East Timor 2000-2050 (PDF; 1,0 MB)
  26. John Bowden und Tatiana Romanovsky: Assessing the degree of language endangerment using Rapid Rural Appraisal techniques (PDF-Datei; 161 kB)
  27. Elctricsprings: Gariuai
  28. ARKTL – Asosiasaun Radio Komunidade Timor-Leste (englisch)

-8.4711111111111126.45833333333Koordinaten: 8° S, 126° O