Bauchbinde (Fernsehen)

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Bauchbinde: Jimmy Wales – Wikimedia Foundation

Als Bauchbinde oder Insert bezeichnet man im Fernsehen eine Einblendung am unteren Bildrand, die den Namen und die Funktion einer Person erklärt. Eine Bauchbinde wird normalerweise eingeblendet, kurz nachdem eine Person angefangen hat zu sprechen.

Diese Einblendung erfolgt in Form eines Streifens, der sich im unteren Drittel des Bildes befindet. Auf diesem Streifen werden im Kontext wichtige Informationen zu einer Person wiedergegeben, zum Beispiel Name, Beruf, Alter beziehungsweise die Funktion oder die Parteizugehörigkeit. Diese Beschreibung soll helfen, die Person zu identifizieren und das von ihr Gesagte einzuordnen.

Weiter gibt es Archiv- bzw. Orts-Inserts sowie BKS- oder Berichts-Inserts. Ein Orts-Insert ist eine einzeilige Einblendung mit dem Namen des Ortes, welcher gezeigt wird, aus dem Bildinhalt aber nicht sofort zu erkennen ist. Ein Archiv-Insert weist (meist oben links) darauf hin, dass das gezeigte Material nicht aktuell ist; es ist auch möglich ein mehr oder weniger genaues Datum einzublenden. Ein BKS-Insert nennt die Namen der Beteiligten des Filmbeitrages, Bericht, Kamera und Schnitt. Wurde der Beitrag aus Archiv oder Agenturmaterial hergestellt wird lediglich der Autor (Bericht) benannt.

Das Aussehen einer solchen Einblendung kann zwischen den einzelnen Fernsehsendungen bzw. Fernsehprogrammen stark variieren, da neben dem On Air Design des Senders auch das der Sendung berücksichtigt wird.

Im Produktionsprozess gibt es inzwischen einen weltweiten Programmaustausch. Dabei werden die Signale möglichst neutral, also ohne Bauchbinden und Logos, als sog. Cleanfeed verwendet. Gleiches gilt für die Archivierung.

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