Baumkontrolle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Baumkontrolle (auch Baumschau) ist eine Sichtkontrolle von Bäumen in Sinne der Verkehrssicherungspflicht. Dabei werden Bäume durch systematische Inaugenscheinnahme (ohne technische Hilfsmittel) auf verkehrsgefährdende Schäden an Wurzel, Stamm und Krone regelmäßig untersucht. Fäule, Totholz, Schiefstellung des Stammes, mangelnde Verankerung im Boden und ähnliche Schäden können verkehrsgefährdend sein und müssen im Zweifelsfall durch eine eingehende Baumdiagnose näher untersucht werden.

Wird eine Gefahr durch den Kontrolleur erkannt, müssen Baumpflegemaßnahmen zu deren Beseitigung ergriffen werden. Dazu können gehören: Entfernen von Totholz, Einkürzen der Krone, Anbringen von Kronensicherungssystemen, u. U. auch die Fällung des Baumes, sofern andere Maßnahmen nicht sinnvoll bzw. nicht vertretbar sind. Die Baumkontrolle im öffentlichen Grün wird durch die Grünflächenämter der Kommunen, die Straßenmeistereien bzw. externe Sachverständige regelmäßig durchgeführt.

Der Stand der Technik wird in der Baumkontrollrichtlinie der FLL dargestellt.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • H.-J. Hötzel: Schuldhafte Verletzungen der Verkehrssicherungspflicht bei Bäumen - mehr Rechtssicherheit durch die Anwendung des Visual Tree Assessment (VTA) als neuentwickelter Methode der Baumkontrolle, Agrarrecht 3/1996, S. 77 f.
  • H.-J. Hötzel:Baumkontrolle zur Erfüllung der Verkehrssicherungspflicht, VTA - Stand der Technik, NJW 1997, S. 1757
  • H.-J. Hötzel: Wer haftet bei Fehlern in einem Regelwerk, DEGA 35/2006
  • Dirk Dujesiefken, Petra Kockerbeck (2004): Jahrbuch der Baumpflege, Thalacker-Verlag, ISBN 3-8781-5205-1
  • FLL (2004): Richtlinie zur Überprüfung der Verkehrssicherheit von Bäumen
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge