Bausparkasse Mainz

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  Bausparkasse Mainz AG
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BKM-Gebaeude-Mainz.jpg
Das BKM-Hauptgebäude in Mainz
Staat Deutschland
Sitz Mainz
Rechtsform Aktiengesellschaft
Bankleitzahl 550 201 00[1]
BIC BKMZ DE51 XXX[1]
Gründung 1930
Website www.bkm.de
Geschäftsdaten 2012[2]
Bilanzsumme 2.567,6 Mio. Euro
Mitarbeiter 827
Leitung
Vorstand Bernd Dedert
Michael Hawighorst
Aufsichtsrat Peter Thomas (Vors.)

Die Bausparkasse Mainz (Abkürzung: BKM) ist eine private Bausparkasse in der Rechtsform der Aktiengesellschaft mit ca. 800 Mitarbeitern. Der Unternehmenssitz ist in Mainz. Alleinaktionär ist die Inter Versicherungsgruppe. Die BKM ist Deutschlands einzige private Bausparkasse mit eigenem Hausprogramm und hat 500.000 Kunden.

Geschichte[Bearbeiten]

Die BKM - Bausparkasse Mainz AG wurde am 15. September 1930 von drei Architekten als „Bau- und Aktiengesellschaft Bausparkasse Mainz" im Ebersheimer Weg in Mainz-Oberstadt gegründet.[3] Grundidee war, ein eigenes Hausprogramm mit Finanzierung zu kombinieren. 1934 wurde das Unternehmen in „Bausparkasse Mainz Aktien-Gesellschaft“ umbenannt. 1936 bezog die BKM ihr eigenes Unternehmensgebäude am Römerwall in Mainz und beschäftigte 60 Mitarbeiter im Innendienst. Bis 1938 finanzierte das Unternehmen mit rund 29 Millionen RM 3.000 Häuser und bis 1940 hatte sich die Finanzierungssumme auf 58,94 Millionen RM verdoppelt.

1950 stand das Mainzer Institut an zweiter Stelle der privaten Bausparkassen. In den 1960er Jahren begann das Unternehmen, seine Kunden auch zu den Themen Wohneigentum und Altersvorsorge zu beraten.

Später wurden neben Bauspardarlehen auch Hypothekenfinanzierungen sowie ein eigenes Hausprogramm angeboten. Mit dem Jacobi-Haus gestartet, folgten zunächst Häuser in verschiedenen Selbstbauausführungen. Hier konnten Bauherren fehlendes Eigenkapital durch Eigenleistung ersetzen. 1961 kam ein Fertighaus-Typenprogramm hinzu. 1979 waren 18.000 iso-span-Häuser verkauft. 1982 gründet die BKM die Tochtergesellschaft „Mainzer Haus Vertriebs GmbH“, die heute als „BKM ImmobilienService GmbH“ im Bereich der Grundstücks- und Immobilienvermittlung tätig ist. Als einer der ersten Unternehmen bot das Mainzer Institut Hochzinstarife an und verzichtete auf feste Zuteilungsfristen. 1966 erfolgte die Eröffnung des 100.000 Bausparkontos und sechs Jahre später wurde das 200.000 Bausparkonto eröffnet. In den 1980er Jahren führt die BKM als erste Bausparkasse einen „Optionstarif“ ein, bei dem die Kunden die Tilgungs- und Sparzinsen nach Vertragsabschluss ändern können. Seit 1988 berät ein für türkischsprachige, italienische und portugiesische Kunden gegründeter Außendienst in Fremdsprachen.

Seit Mitte der 1990er Jahre werden „Mainzer Energiesparhäuser“ sowie barrierefreie Bungalows, Einfamilien-, Doppel- und Mehrgenerationenhäusern mit moderner und klassischer Architektur. Heute entsprechen die Häuser in Massiv- und Fertigbauweise den Förderrichtlinien der KfW Bankengruppe. Durch eine Partnerschaft mit der INTER Versicherungsgruppe verkaufen die Außendienstmitarbeiter seit 1993 auch Versicherungs- und Vorsorgeprodukte.

2001 führte der Finanzdienstleister das Online-Bausparen ein. Weitere Kundengruppen erreichten das Mainzer Institut seit 2002 mit den Geldanlageprodukten maxTagesgeld, maxFestgeld, maxSparbrief, maxAuszahlplan, und maxPluszins. 2004 folgte der Bauspartarif „maxflex“. 2008 erweiterte die BKM mit Eigenheimrente-Produkten ihr Spektrum. Seit 2013 können Kunden im Bauspartarif "maxLine" zwischen festen oder marktorientierten Zinssätzen wählen.

Im Rahmen eines Squeeze-Out hat die Mannheimer Inter Versicherung die Bausparkasse Mainz 2012 vollständig übernommen. Insgesamt wurden 2,95 Prozent der BKM-Anteile aus Streubesitz zu einem Gesamtpreis von 2,01 Millionen Euro erworben.

Geschäftsfelder[Bearbeiten]

Die Geschäftstätigkeit der BKM – Bausparkasse Mainz AG ist dem deutschen Bausparkassengesetz entsprechend auf die Vergabe von Bauspardarlehen und anderen Baudarlehen sowie deren Refinanzierung durch Bauspareinlagen und andere Geldmittel ausgerichtet. Die BKM bietet Leistungen in den Segmenten Bausparen, Altersvorsorge, Finanzierung, Immobilien, Versicherung und Geldanlage. Die Bauspartarife reichen von der Bausparprämie bis hin zu Wohn-Riester-Verträgen. Im Bereich Finanzierung gibt es Bauspardarlehen Angebote zur Gesamtbaufinanzierung, Anschluss- und Umfinanzierung sowie Modernisierungs- und Konsumentenkredite. Als einzige deutsche Bausparkasse bietet die BKM in ihrer Immobiliensparte mit den „Mainzer Energiesparhäusern“ ein eigenes Hausprogramm. Über die 100-prozentige Tochtergesellschaft BKM ImmobilienService GmbH betätigt sich die BKM in der Immobilien- und Grundstücksvermittlung. Im Bereich der Geldanlage offeriert die BKM Tagesgeld, Festgeld, Sparbriefe, Zuwachssparen und Auszahlpläne. Über die INTER Versicherungsgruppe bietet das Unternehmen zudem Versicherungsprodukte in den Bereichen Hausrat und Wohngebäude, Unfall und Risiko, Haftpflicht, Berufsunfähigkeit sowie Rechtsschutz.

Konzernstruktur[Bearbeiten]

Die BKM - Bausparkasse Mainz AG, mit Sitz in Mainz, ist ein Spezial-Kreditinstitut mit 260 Mitarbeitern im Innendienst und einem deutschlandweiten Vertriebsnetz von 530 haupt- und nebenberuflichen Mitarbeitern im Außendienst. Den Vorstand bilden (Stand 03/2014) Bernd Dedert (Sprecher) und Michael Hawighorst.

Tochtergesellschaften[Bearbeiten]

  • BKM ImmobilienService GmbH [4]

Verbandsmitgliedschaften[Bearbeiten]

Die BKM ist Mitglied in folgenden Verbänden und Institutionen:

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Geschäftsbericht 2012
  3. 80 Jahre BKM
  4. BKM ImmobilienService GmbH

49.9951858.237965Koordinaten: 49° 59′ 43″ N, 8° 14′ 17″ O