Bayazid Bistami

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Mausoleum und Moschee in Bastam/Provinz Semnan

Bayazid Bistami auch Bayezid Bistami (eigentlich: Abū-Yazīd Ṭaifūr Ibn-ʿĪsā Bisṭāmī, arabisch ‏أبو يزيد البسطامي‎‎;* 803 in Bastam, Provinz Semnan, Iran; † 875) war ein persischer islamischer Mystiker des Sufismus.

Leben[Bearbeiten]

Bayazids Großvater war ein Zoroastrier aus Persien. Bayazid führte eine ausführliche Studie der islamischen Gesetze durch und praktizierte strenge Selbstkontrolle. Sein ganzes Leben war er gewissenhaft in der Ausführung der religiösen Pflichten und achtete auf die zusätzlichen Gottesdienste.

Er legte seinen Schülern nahe, ihre Angelegenheiten in die Hände Gottes zu geben, und er ermutigte sie, die reine Lehre der Einheit Gottes zu akzeptieren. Diese Lehre bestand aus fünf Merkmalen: die Verpflichtungen entsprechend dem Koran und der Sunna einzuhalten, immer die Wahrheit zu sprechen, das Herz frei von Hass zu halten, verbotene Nahrung zu vermeiden und Erneuerungen zu meiden.

Der Grabturm (gumbad) seines Mausoleums in Bastam ist ein besonders charakteristisches Beispiel für einen Turmtyp des 11. bis 14. Jahrhunderts.[1]

Werke[Bearbeiten]

  • Sufi Bayezid Bastâmi: „Licht über Licht“: Aussprüche und Unterweisungen. Verlag Heilbronn, Heilbronn 1990, ISBN 3-923000-51-0

Literatur[Bearbeiten]

  • Adel Theodor Khoury: Bistami (Abu Yazid al-Bistami). In: Adel Theodor Khoury, Ludwig Hagemann und Peter Heine: Islam-Lexikon. Geschichte – Idee – Gestalten. Freiburg, Basel, Wien: Herder 1991, Bd. 1, S. 129 ff.
  • Louis Massignon: Essai sur les origines du lexique technique de la mystique musulmane. Paris ²1968 (1. Aufl. 1922), 273–286.
  • Helmut Ritter: Die Aussprüche des Bayezid Bistami. Eine vorläufige Skizze. In: Westöstliche Abhandlungen. Rudolf Tschudi zum 70. Geburtstag. Wiesbaden 1954, 231–243.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Robert Hillenbrand: The Flanged Tower at Basṭām. In: Ders.: Studies in Medieval Islamic Architecture. Band 2, The Pindar Press, London 2006, S. 379