Bayerisch-Schwäbischer Jakobusweg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bayerisch-Schwäbischer Jakobsweg
Karte des Wanderweges
Daten
Länge 309 kmdep1
Lage Bayerisch-Schwaben
Markierungszeichen gelbe Jakobsmuschel
Startpunkt Oettingen
48° 57′ 16″ N, 10° 36′ 18″ O48.954410.6051
Zielpunkt Lindau
47° 32′ 49″ N, 9° 41′ 17″ O47.5479.688
Typ Fernwanderweg
Höchster Punkt Buchenberg 950 m
Niedrigster Punkt Lindau 410 m
Schwierigkeitsgrad leicht
Jahreszeit Ganzjährig
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing

Der Bayerisch-Schwäbische Jakobusweg ist ein Fernwanderweg und Abschnitt des Wegenetzes des Jakobsweges. Er führt seit 2003 von Oettingen über Augsburg nach Lindau durch Bayerisch-Schwaben. Die Beschilderung des Weges wird durch die im gleichen Jahr gegründete Jakobuspilgergemeinschaft-Augsburg gepflegt.

Verlauf[Bearbeiten]

Der 309 km lange Weg führt von Oettingen entlang des Ostrandes des Nördlinger Rieses über den Wallfahrtsort Wemding nach Harburg, danach über Donauwörth den Lech hinauf nach Augsburg. Von hier aus trennt er sich in die Varianten Augsburg-Oberschönenfeld-Babenhausen-Memmingen durch das Gebiet Stauden, die einen Umweg von 35 km ergibt, sowie Augsburg-Türkheim-Bad Wörishofen-Ottobeuren an der Wertach hinauf und dann durch das Unterallgäu. Nach der Vereinigung der beiden Varianten in Bad Grönenbach verläuft der Weg über Buchenberg und Lindenberg nach Lindau und zur Jakobskapelle in Nonnenhorn. Seit 2005 führt eine weitere beschilderte Route als Zuführung von Schrobenhausen über Friedberg nach Augsburg, das mit der Kirche St. Jakob und dem Pilgerhaus eine wichtige Station der mittelalterlichen Pilger bildete.

Wegweiser

Da der historisch belegte Pilgerweg von der mittelalterlichen Metropole Augsburg nach Süden auf den Handelsstraßen lag, die heute ebenfalls wichtige Verkehrsachsen bilden, wurde ein neuer, ruhigerer Verlauf des Jakobswegs über Wanderwege entlang der alten Jakobusverehrungsstätten wie Kirchen und Kapellen gelegt, an denen wie auch an anderen Etappenzielen Hinweistafeln zum Weg angebracht wurden. Die Kennzeichnung am Weg erfolgt über eine gelbe Jakobsmuschel auf weißem Grund, an den Abbiegungen mit Schildern, im Verlauf mit Aufklebern. Entlang des Weges können die Pilger in verschiedenen Kirchen Stempel für den Pilgerausweis erhalten.

Verknüpfungen[Bearbeiten]

Der Bayerisch-Schwäbische Jakobsweg bildet einen Abschnitt der Wege der Jakobspilger nach Santiago de Compostela. Durch seinen Startort Oettingen verläuft auch der Jakobsweg Nürnberg-Ulm-Konstanz. In Donauwörth mündet der von der tschechischen Grenze herkommende Ostbayerische Jakobsweg auf den bayerisch-schwäbischen. In Buchenberg westlich von Kempten mündet der Münchner Weg in diesen Jakobsweg.

Ab Weiler-Simmerberg zweigt eine Variante nach Bregenz ab. Sowohl von Bregenz als auch von Lindau führt der Weg weiter über den Bodensee, an dessen Südufer der Weg seine Fortsetzung durch die Schweiz ab Rorschach als St. Gallerweg und Appenzellerweg zum Schwabenweg findet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Christiane Haupt, Deutschland Österreich: Jakobsweg Augsburg-Bregenz, Conrad-Stein-Verlag, 2007. 143 S., ISBN 978-3-86686-188-6
  • Ulrich Lohrmann, Der Bayerisch-Schwäbische Jakobusweg. In Tagesetappen vom Ries durchs Allgäu zum Bodensee. Stöppelverlag, ISBN 978-3-89987-511-9
  • Bayerisch-Schwäbischer Jakobusweg, 1:50.000. Publicpress, 2008, ISBN 978-3-89920-457-5, Wanderkarte
  • Martin Kluger/Candida Sisto, Jakobus-Pilgerweg in Bayerisch-Schwaben. Wandern vom Ries bis zum Bodensee, context verlag augsburg, 2010. 56 S., ISBN 978-3-939645-32-0

Weblinks[Bearbeiten]