Bayerischer Jugendring

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Bayerischer Jugendring
(BJR)
Logo
Rechtsform KdöR
Zweck Jugendverbandsarbeit, Landesjugendamtaufgaben
Sitz Herzog-Heinrich-Straße 7, München
Gründung 1947
Ort München
Präsident 1. Matthias Fack
2. Michael Voss
Vorstand Astrid Backmann, Claudia Junker-Kübert, Sandra Lünstedt, Marcus Rothbart, Christian Schroth, Lea Sedlmayr, Niko Werth
Geschäftsführer Heinrich Kopriwa
Ehemalige Vorstände Präsidenten:
Alois Johannes Lippl (1947), Martin Faltermaier (1947–1953), Eugen Polz (1953–1957), Artur Bader (1957–1964), Hermann Kumpfmüller (1964–1971), Adolf Waibel (1971–1981), Robert Sauter (1981–1989), Gerhard Engel (1989–2001), Martina Kobriger (2001–2010)
Organisationstyp Dachverband
Website www.bjr.de

Der Bayerische Jugendring (BJR) KdöR ist die Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände in Bayern und Landesjugendring für das Land Bayern. Zudem nimmt er Aufgaben eines Landesjugendamtes für Bayern wahr.

Geschichte[Bearbeiten]

Der BJR wurde nach dem Zweiten Weltkrieg 1947 als Folgeorganisation des von 1946 bis 1947 bestehenden Landesjugendausschusses gegründet. Der erste Vorsitzende war Alois Johannes Lippl. 1948 war Martin Faltermaier der Präsident des BJR. Der Vizepräsident war bis 1951 Heinz Beck. Im Geiste der Völkerverständigung wurden Weiterbildungen von Lehrkräften in Jugendleiterschulen, beispielsweise in Schloss Neubeuern und Niederpöcking, sowie ab Mitte 1949 auf Veranlassung der Jugendabteilung der US-amerikanischen Militärregierung in Bayern Austauschprogramme durchgeführt, in denen Delegationen (denen unter anderen Alfred Christmann, Gerhard Fauth, Willy Ginhold (DGB), Anton Graßl, Helene Guyot, Karl Maly (BJR) und Lilo Ramdohr angehörten) in die Vereinigten Staaten reisten.[1] Den Delegierten wurden moderne Erkenntnisse der Jugendpsychologie vermittelt, und diese flossen so erstmals in die deutsche Jugendarbeit der Nachkriegszeit ein.

Struktur[Bearbeiten]

Der Bayerische Jugendring ist Körperschaft des öffentlichen Rechts, er verwaltet sich selbst und wird dabei von der Bayerischen Staatsregierung beaufsichtigt. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts nimmt er eine Sonderstellung unter den Jugendringen in Deutschland ein. Mitglieder des Bayerischen Jugendrings sind die meisten in Bayern aktiven Jugendverbände, welche aus ihren Reihen Vertreter in die Versammlungen des Bayerischen Jugendrings und seiner Gliederungen entsenden.

Der Bayerische Jugendring hat lokale Untergliederungen entsprechend der Gebietskörperschaften in Bayern. Dies sind heute sieben Bezirksjugendringe, deren Zuständigkeitsbereich den bayerischen Regierungsbezirken entspricht, und 96 Stadt- und Kreisjugendringe, entsprechend den Landkreisen und kreisfreien Städten. Diese Gliederungen des Bayerischen Jugendrings sind rechtlich nicht eigenständig, sondern vom Bayerischen Jugendring abhängig. In ihrer Entscheidungsfindung und ihrem Handeln sind sie aber weitgehend selbständig, für ihre Finanzierung kommen zum größten Teil die entsprechenden lokalen Gebietskörperschaften auf. Die Vollversammlungen der Gliederungen auf allen Ebenen bestehen aus Delegierten der im jeweiligen Gebiet tätigen Mitgliedsverbände, auf Bezirks- und auf Landesebene sind auch Delegierte der niedrigeren Jugendring-Ebenen vertreten.

Der Bayerische Jugendring wie auch jeder lokale Jugendring wählt einen Vorstand aus seiner Vollversammlung und unterhält eine Geschäftsstelle mit hauptberuflichem Personal zur Erfüllung seiner Aufgaben, die auf Landesebene vom Präsidenten bzw. auf Bezirks-, und Kreis- oder Stadtebene vom jeweiligen Vorsitzenden geleitet wird.

Einrichtungen[Bearbeiten]

Der Bayerische Jugendring ist Träger von Einrichtungen für die Jugendarbeit mit bayernweiter Bedeutung. In Gauting betreibt er das Institut für Jugendarbeit, das Fortbildungsangebote für Mitarbeiter in der Jugendarbeit anbietet. Seit 1997 ist er Träger des Koordinierungszentrums Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch Tandem in Regensburg.

Mitgliedsverbände[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Ellen Latzin: Lernen von Amerika?. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2005, S. 359 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).