Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit
| Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit – StMUG – |
|
|---|---|
| Staatliche Ebene | Freistaat Bayern |
| Stellung der Behörde | Ministerium |
| Gründung | 8. Dezember 1970 |
| Hauptsitz | München |
| Behördenleitung | Staatsminister Marcel Huber |
| Website | www.stmug.bayern.de |
Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit wurde am 8. Dezember 1970 als Umweltministerium des Freistaates Bayern mit Sitz in München geschaffen.
Inhaltsverzeichnis |
Leitung [Bearbeiten]
- Staatsminister ist seit November 2011 Marcel Huber (CSU).[1]
- Staatssekretärin ist Melanie Huml (CSU).
Aufgaben [Bearbeiten]
Der Zuschnitt des Ministeriums änderte sich im Laufe der Zeit, 2003 kamen Gesundheit und Verbraucherschutz hinzu. 2008 wurde der Verbraucherschutz dem Bayerischen Staatsministerium der Justiz und für Verbraucherschutz übertragen.
Umweltschutz [Bearbeiten]
Schwerpunkte der Arbeit des Ministeriums sind
- Naturschutz und Landschaftspflege: Hier wirkt das Ministerium als Oberste Naturschutzbehörde um Artenvielfalt und die Vielfalt von Lebensräumen sowie die Eignung der Landschaft für Erholung und Tourismus sicherzustellen.
- Ausbau der ökologischen Energiegewinnung und der dezentralisierten Energieversorgung.[2]
- Wasserwirtschaft und Hochwasserschutz: Wasser soll als lebensnotwendige Basis für Tiere, Pflanzen und Menschen geschützt werden. Gleichzeitig sollen die Menschen vor den Gefahren des Wassers geschützt werden.
- Bodenschutz und Altlasten: Verhinderung oder Verminderung von Bodenverschmutzung, Flächenverbrauch und Erosion sowie die Sanierung von Altlasten.
- Luftreinhaltung und Klimaschutz in Bayern: Die Reinheit der Luft zu verbessern und Maßnahmen zur Reduktion der Kohlendioxydproduktion zu fördern
- Abfallwirtschaft: Wandel von der Abfallbeseitigung hin zu einer integrierten Abfallwirtschaft
- Lärmschutz in Bayern
- Förderung der Bio- und Gentechnik in Bayern
Reaktorsicherheit und Strahlenschutz [Bearbeiten]
Das Ministerium ist atomrechtliche Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde für kerntechnische Anlagen in Bayern. Die Überwachung der Sicherheit der Kernkraftwerke sowie die Kontrolle der Radioaktivität in der Umwelt ist eine wichtige Aufgabe. Weiterhin ist das Ministerium für die Überwachung der Entsorgung der radioaktiven Abfälle aus Medizin, Forschung und Industrie verantwortlich.
Gesundheit [Bearbeiten]
Das Ministerium ist als oberste Fachbehörde für Infektionsschutz und Hygiene, Bekämpfung von Epidemien, Sucht und Drogen, Krankenhaus- und Krankenversicherungswesen, Arzneimittelsicherheit und Apothekenwesen, Umwelt- und Ernährungsmedizin verantwortlich.
Es ist die fachliche vorgesetzte Behörde der 71 in die Landratsämter eingegliederten Gesundheitsämter und hat die Fachaufsicht auch über die 5 kommunalen Gesundheitsämter in Bayern (Augsburg, Ingolstadt, Memmingen, München, Nürnberg). Dazu gehört auch die Lebensmittelsicherheit und -kontrolle.
Weitere Zuständigkeiten [Bearbeiten]
Außerdem gehört die Sicherheit und der Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz sowie der Tierschutz zu den Aufgaben des Ministeriums.
Organisation [Bearbeiten]
Das Ministerium ist vorgesetzte Stelle für die Höheren Naturschutzbehörden der sieben bayerischen Regierungen und die 96 Unteren Naturschutzbehörden in Landkreisen und kreisfreien Städten. Weiterhin ist das Ministerium für das Landesamt für Umwelt (LfU) und die Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) verantwortlich.
Im Bereich der Wasserwirtschaft ist das Ministerium vorgesetzte Stelle für die 17 Wasserwirtschaftsämter und das Landesamt für Umwelt, an 7 Regierungen und in 96 Landkreisen und kreisfreien Städten.
Das Gesundheitsministerium als oberste Fachbehörde wird dabei durch die Gesundheitsämter und das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unterstützt.
Das BayernNetz Natur deckt ungefähr ein Drittel der Landesfläche ab. Es bestehen 2 Nationalparks, 584 Naturschutzgebiete, 701 Landschaftsschutzgebiete und 16 Naturparks.
Bisherige Staatsminister [Bearbeiten]
| Amtsbezeichnung | Amtszeit | Minister | Partei | im Kabinett |
|---|---|---|---|---|
| Staatsminister für Landesentwicklung und Umweltfragen | 1970-1977 | Max Streibl | CSU | Goppel III, IV |
| 1977-1990 | Alfred Dick | CSU | Goppel IV, Strauß I, II, III, Streibl I | |
| 1990-1994 | Peter Gauweiler | CSU | Streibl II, Stoiber I | |
| 1994-1998 | Thomas Goppel | CSU | Stoiber I, II | |
| 1998-2007 | Werner Schnappauf | CSU | Stoiber III | |
| Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz | Stoiber IV | |||
| 2007-2008 | Otmar Bernhard | CSU | Beckstein | |
| Staatsminister für Umwelt und Gesundheit | 2008-2011 | Markus Söder | CSU | Seehofer |
| 2011-dato | Marcel Huber | CSU | Seehofer |
Weblinks [Bearbeiten]
- Website des Ministeriums
- BayernNetz Natur
- Ökoenergie Bayern
- Energieatlas Bayern
- Wasserwirtschaft in Bayern
- Gesundheitsschutz in Bayern
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Marcel Huber ist neuer Umwelt- und Gesundheitsminister. Abgerufen am 3. November 2011.
- ↑ Ökoenergie Bayern; Energieatlas Bayern.
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Max Streibl (1970–1977) | Alfred Dick (1977–1990) | Peter Gauweiler (1990–1994) | Thomas Goppel (1994–1998) | Werner Schnappauf (1998–2007) | Otmar Bernhard (2007–2008) | Markus Söder (2008–2011) | Marcel Huber (seit 2011)
Ministerpräsident: Seehofer (Stellvertreter: Zeil)
Staatsminister: Kreuzer (Staatskanzlei) | Müller (Bundes- und Europaangelegenheiten) | Söder (Finanzen) | Herrmann (Inneres) | Merk (Justiz) | Spaenle (Kultus) | Brunner (Landwirtschaft) | Haderthauer (Soziales) | Huber (Umwelt) | Zeil (Wirtschaft) | Heubisch (Wissenschaft)
48.15289411.618628Koordinaten: 48° 9′ 10,4″ N, 11° 37′ 7,1″ O