Bayernkurier

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Bayernkurier
Beschreibung deutsche Wochenzeitung
Verlag Verlag Bayernkurier
Erstausgabe 3. Juni 1950
Erscheinungsweise wöchentlich
Verkaufte Auflage
(IVW 1/2013)
49.781 Exemplare
Chefredakteur Peter Hausmann
Herausgeber Horst Seehofer
Weblink Website des Bayernkurier

Der Bayernkurier ist eine konservative deutsche Wochenzeitung, die von der Christlich-Sozialen Union (CSU) herausgegeben wird. Thematische Schwerpunkte des Blattes sind Wirtschaft, Politik und Kultur. Obwohl als Parteizeitung gegründet, ist der Bayernkurier kein reines Parteiblatt, sondern auch für Nicht-CSU-Mitglieder erhältlich.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten]

Der Bayernkurier erschien zum ersten Mal am 3. Juni 1950. Der Titel nahm Bezug auf den Bayerischen Kurier, die Parteizeitung der Bayerischen Volkspartei der Weimarer Zeit. Gründungsherausgeber und gleichzeitig erster Chefredakteur war Franz Josef Strauß, Generalsekretär und später Vorsitzender der CSU. Zwischen 1957 und 1961 kam Hanns Seidel als weiterer Herausgeber hinzu, nach dessen Tod übernahm Strauß 1964 wieder die alleinige Verantwortung. Derzeitiger Herausgeber ist Horst Seehofer.[1] Obwohl als Parteiblatt konzipiert und gegründet, bemüht sich die Zeitung seit Jahren, das Image des "Kampfblattes" loszuwerden, und setzt daher inhaltlich stärker auf Hintergrundberichte und einen weniger aggressiven Schreibstil.

Heute[Bearbeiten]

Der Bayernkurier bezeichnet sich selbst als „Deutsche Wochenzeitung für Politik, Wirtschaft und Kultur“ und berichtet in erster Linie aus christsozialer Perspektive über die Themen der Woche. Die Redaktion des Blattes befindet sich in der Nymphenburger Straße in München, gegenüber der Parteizentrale der CSU.

Chefredakteur des Bayernkurier ist seit 2008 Peter Hausmann, der unter Bundeskanzler Helmut Kohl Regierungssprecher war. Der Bayernkurier erscheint wöchentlich in München mit einer verkauften Auflage von 49.781 Exemplaren.[2] 1979 lag die Druckauflage noch bei 197.000 Exemplaren. Ebenso ist die Zeitung im Internet sowie als App erhältlich.

Spendenskandal[Bearbeiten]

Im Jahr 2002 geriet der Bayernkurier in den Blick der Öffentlichkeit, als er eine zentrale Rolle in einem Parteienfinanzierungsskandal der CSU spielte. Die CSU habe, so der Vorwurf, hohe Provisionen an Zeitschriftendrücker[3] gezahlt, um Abonnenten für den Bayernkurier zu werben, und die daraus erzielten Einnahmen anstatt als "Einnahmen aus Druckschriften" als Parteispenden verbucht. Dies habe es ihr ermöglicht, staatliche Subventionen von 50 Prozent der empfangenen Spenden in Anspruch zu nehmen und so insgesamt sechs Millionen Mark aus öffentlichen Mitteln unberechtigt zu erhalten.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Impressum des Bayernkuriers, abgerufen am 23. Oktober 2010
  2. laut IVW, erstes Quartal 2013, wöchentlich (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  3. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-21133565.html
  4. Artikel dazu in der FAZ

Weblinks[Bearbeiten]