Beastie Boys

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Beastie Boys
Beastieboys-logo.svg
Beastie Boys Compo.jpg
Allgemeine Informationen
Genre(s) Alternative Hip-Hop, Hardcore-Punk, Crossover
Gründung 1979 als The Young Aborigines
1981 als Beastie Boys
Website www.beastieboys.com
Aktuelle Besetzung
Michael „Mike D“ Diamond (* 1965)
Adam „Ad Rock“ Horovitz (* 1966)
Ehemalige Mitglieder
Adam „MCA“ Yauch (1964–†2012)
Gitarre
John Berry
Schlagzeug
Kate Schellenbach

Die Beastie Boys sind eine der ältesten und erfolgreichsten Hip-Hop-Bands und stammen aus New York City, USA.

Geschichte[Bearbeiten]

Adam Horovitz ist seit 1982 in der Band

Die Beastie Boys fingen 1979 als Hardcore-Punk-Band an. Die damalige Besetzung bestand aus Michael Diamond (Mike D), Adam Yauch (MCA), John Berry und Kate Schellenbach. Ihre musikalischen Vorbilder waren Bands wie Black Flag und Bad Brains. 1982 veröffentlichten sie eine EP mit dem Titel Polly Wog Stew und gaben im Großraum New York einige Konzerte. Im selben Jahr verließ Gitarrist John Berry die Band. Er wurde durch Adam Horovitz (Ad Rock) ersetzt. 1983 hatte die Gruppe wieder die Gelegenheit ein Album aufzunehmen, doch das Ergebnis war kein Hardcore-Album, sondern die obskure Single Cooky Puss. Sie bestand aus einem Scherz-Telefonanruf mit daruntergelegten Beats und zeigte damit den ersten Schritt in Richtung Hip-Hop an. Die beiden ersten EPs wurden später unter dem Namen Some old bullshit wiederveröffentlicht.

Die drei Jungen zeigten danach immer mehr Interesse für Hip-Hop, Kate Schellenbach wurde dabei aus der Band gedrängt. Die dadurch entstandene Dreierbesetzung war die bis zum Tod von Adam Yauch bestehende Formation. Kate Schellenbach spielte danach bei Luscious Jackson. Die Hinwendung zum Hip-Hop wird auch mit den jüdischen Wurzeln der Bandmitglieder erklärt.[1][2]

1985 traten die Beastie Boys bei einem Band-Contest im Film Krush Groove an. Im selben Jahr hatten sie als Vorgruppe bei MadonnasVirgin Tour“ erste Auftritte vor größerem Publikum. Sie spielten jeweils ein aus zwei Stücken bestehendes Programm und verließen danach unter den Buhrufen des schockierten Publikums die Bühne. Erst mit der Veröffentlichung ihres Debütalbums Licensed to Ill (1986) und der darauffolgenden Tournee mit der Hip-Hop-Band Run DMC gelang den drei Jungs der Durchbruch. 1989 folgte mit Paul’s Boutique ein Hip-Hop-Meilenstein, der vom Magazin Rolling Stone zu den 500 besten Alben gezählt wurde. Auf dem Album Check Your Head (1992) ging die Band verstärkt zu ihren Punk-Rock-Wurzeln zurück. Das Album von 1994, Ill Communication, brachte mit Sabotage einen großen Hit hervor.[3]

Musiker, die oft mit den Beastie Boys zusammenarbeiteten, sind Michael Schwartz alias Mix Master Mike (DJ) – er war bei Hello Nasty (1998) erstmals auf einem offiziellen Album zu hören –, Mark Ramos-Nishita alias Money Mark (Keyboards, Gesang, Carpentry), Wendell Fite alias DJ Hurricane (DJ), Eric Bobo (Percussion), Amery Smith alias AWOL (Drums) und Alfredo Ortiz (Percussion) und die Produzenten Mario Caldato Junior alias Mario C, Rick Rubin, John King und Mike Simpson alias The Dust Brothers.

Zwischenzeitlich betrieben die Beastie Boys ein eigenes Label, Grand Royal.

2002 verklagte der amerikanische Jazzflötist James Newton die Beastie Boys: Teile seiner Komposition Choir waren für den Hit Pass the Mic gesampelt worden. Die Klage Newtons vor dem US-Bundesgericht wurde abgewiesen, weil das Label ECM (das als Verlag für seine Aufnahme fungierte) die Rechte ohne Wissen des Flötisten für ein einmaliges Honorar von 1.000 Dollar abgetreten hatte.

2004 veröffentlichten sie im Rahmen des Projekts Rip. Sample. Mash. Share. des Wired-Magazins ihr Lied Now Get Busy unter der Creative Commons-Lizenz Noncommercial Sampling+.[4]

Im Juli 2009 gab Adam Yauch bekannt, an Ohrspeicheldrüsenkrebs erkrankt zu sein.[5][6] Die für den Herbst 2009 geplante Veröffentlichung des achten Studioalbums der Beastie Boys, Hot Sauce Committee Part 1, musste aufgrund seines Gesundheitszustandes verschoben werden. Entsprechend einer vorherigen Bekanntgabe der Band auf ihrer Website erschien das Album am 3. Mai 2011 unter dem Titel Hot Sauce Committee Part Two.[7] Mit dem Album ist auch ein 30 minütiger Film mit dem Titel Fight for Your Right Revisited erschienen,[8][9] in dem u.a. Jack Black, Will Ferrell, Elijah Wood, Seth Rogen und Stanley Tucci mitspielten.

Am 14. April 2012 wurden die Beastie Boys in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Am 4. Mai 2012 verstarb Adam Yauch an den Folgen seiner Krebserkrankung.[10]

Gründungsmitglied Adam Yauch

Bandname[Bearbeiten]

Beastie Boys Live 2007

Wie genau der Bandname entstand, ist nicht bekannt. Die Behauptung, „beastie“ sei das Akronym für B(oys) E(ntering) A(narchistic) S(tates) T(owards) I(nternal) E(xcellence), entstand erst nachträglich als Backronym.

Gründungsmitglied Michael Diamond

Soziales/Politisches Engagement[Bearbeiten]

Die Beastie Boys – insbesondere Adam Yauch – engagieren sich seit Jahren für die Rechte der Frauen und mit dem von Yauch gegründeten Milarepa Fund für das International Tibet Independence Movement. Adam Yauch interessierte sich seit 1992 für Buddhismus, seit 1996 war er praktizierender Buddhist.[11]

Diskografie (Auszug)[Bearbeiten]

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Alben[Bearbeiten]

1) Instrumental-Album

EPs[Bearbeiten]

  • 1982: Polly Wog Stew
  • 1983: Cooky Puss
  • 1984: Rock Hard
  • 1995: Aglio E Olio
  • 1995: Root Down

Kompilationen[Bearbeiten]

  • 1994: Some Old Bullshit
  • 1996: The In Sound From Way Out!
  • 1999: Beastie Boys Anthology: The Sounds of Science
  • 2005: Solid Gold Hits

DVDs[Bearbeiten]

  • 1999: Video Anthology
  • 2006: Awesome: I F**kin' Shot That

Trivia[Bearbeiten]

  • In der Zeichentrickserie Futurama haben die Beastie Boys einen Gastauftritt in der Episode „Ein echtes Höllenspektakel“.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Buchbesprechung zu Caspar Battegay: „Judentum und Popkultur“ abgerufen am 23. Dezember 2012
  2. Jüdische Allgemeine: Der coole Nerd, vom 10. Mai 2012, abgerufen am 23. Dezember 2012
  3. http://www.allmusic.com/album/mw0000624379
  4. | The WIRED CD: Rip. Sample. Mash. Share
  5. Album und Tour verschoben: Beastie-Boys-Sänger hat Krebs in Stern vom 21. Juli 2009
  6. Erklärung der Beastie Boys auf YouTube
  7. Stellungnahme von Adam Yauch bzgl. Veröffentlichungsdatum und Titel des 8. Studioalbums der Band
  8. Das neue Album der Beastie Boys: Heiße Sauce in Süddeutsche Zeitung vom 29. April 2011
  9. http://www.youtube.com/watch?v=evA-R9OS-Vo
  10. Beastie Boys MCA Adam Yauch dies at 47 in Independent vom 4. Mai 2012
  11. Adam Yauch on His Spiritual Journey: 'I Don’t Care If Somebody Makes Fun of Me' bei rollingstone.com, abgerufen am 4. Mai 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Beastie Boys – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien