Beat Breu

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Beat Breu (* 23. Oktober 1957 in St. Gallen, Schweiz) ist ein ehemaliger Schweizer Profi-Radrennfahrer und Radquerfahrer.

Radsportkarriere[Bearbeiten]

Beat Breus Profikarriere begann in den 1970er Jahren, zuerst im Querfeldeinsport. Anschliessend wechselte er auf die Strasse, blieb dem Radquer aber treu. Breu gehört zu den erfolgreichsten Radfahrern der Schweiz. So gewann er 1981 und 1989 die Tour de Suisse, 1981 die Meisterschaft von Zürich und an der Tour de France 1982 zwei Bergetappen, davon jene auf die legendäre L'Alpe d'Huez, sowie den dritten Rang im Bergpreisklassement. Er erhielt darauf den Spitznamen «Bergfloh». Breu fuhr für das ehemalige Team Cilo. 1995 erklärte er seinen Rücktritt vom Radsport.

Bei seiner Teilnahme an der Tour de Suisse 1979 wurde Breu wegen Dopings disqualifiziert.[1]

Am 17. Juli 2007 gab Beat Breu mit 49 Jahren ein Comeback als Steher auf der offenen Rennbahn in Zürich Oerlikon. Beim ersten Rennen verlor er auf den Sieger zwei Runden, beim zweiten Rennen (20 km 71 km/h) waren es deren drei. Er erreichte Platz fünf von sechs Teilnehmern. Dieses Comeback hat er mit 4000 km und zehn Trainings auf der Rennbahn vorbereitet.

Beim Zürcher Sechstagerennen gewann er sensationell am 1. Januar 2008 die 6. Etappe des Steherrennens und feierte seinen ersten Sieg seit dem Comeback.

Am 14. Oktober 2007 startete Breu beim internationalen Radquer in Fehraltorf mit einer Sondergenehmigung in der A-Klasse und nannte als Ziel eine Top-10-Platzierung. Er wurde allerdings nur Drittletzter und in die B-Klasse zurückgestuft. Nach zwei erfolglosen Saisons verkündete er im November 2009 seinen endgültigen Rücktritt vom Radsport.[2]

Rücktritt und Privates[Bearbeiten]

1995 erklärte Breu seinen ersten Rücktritt. Nach einigen Jahren als Coorganisator von Rad- und Radquerrennen wandte er sich, von Beruf eigentlich Postmitarbeiter, vom Radsport vollständig ab und versuchte sich mehr schlecht als recht als Komiker, Moderator, Chef eines "Wildwest-Bordells" sowie als LKW-Ersatzteilehändler. 2003 erlitt er einen Hirnschlag, 2004 hatte er eine Operation am Herzen.[3] Jahrelang litt er an schweren Depressionen. Für Aufsehen sorgte in der Schweiz seine Kurzzeitehe von wenigen Monaten im Jahr 2009.[4]

Siege[Bearbeiten]

1981

1982

1983

  • Bergklassement der Tour de Romandie

1984

1987

  • eine Etappe und Bergklassement der Tour de Romandie

1988

  • MaillotSuiza.PNG Schweizer Meister Radquer
  • Bergklassement der Tour de Romandie
  • Cyclocross Zürich, Superprestige

1989

  • eine Etappe, Bergwertung und Gesamtsieg der Tour de Suisse
  • Cyclocross Zürich, Superprestige

1994

  • MaillotSuiza.PNG Schweizer Meister Radquer

2008

  • 6. Etappe Zürcher Sechstagerennen der Steher

Teilnahmen an der Tour de France[Bearbeiten]

  • 1982 - 6. Platz im Gesamtklassement, Gewinner der 14. und 17. Etappe
  • 1983 - 22. Platz
  • 1984 - 43. Platz
  • 1985 - 23. Platz
  • 1986 - 74. Platz
  • 1987 - 26. Platz
  • 1989 - 21. Platz
  • 1990 - 42. Platz

Teams[Bearbeiten]

  • 1979 - Willora-Piz Buin-Bonanza
  • 1980 - TI-Raleigh
  • 1981–1984 - Cilo-Aufina
  • 1985–1986 - Carrera-Inoxpran
  • 1987 - Isotonic-Cyndarella
  • 1988 - Cyndarella-Isotonic
  • 1989 - Domex-Weinmann
  • 1990 - Weinmann
  • 1991–1993 - Appenzeller Käse
  • 1994–1995 - Appenzeller Käse-Wheeler

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tds.ch
  2. Radquerwetzikon.ch
  3. Blick.ch v. 20. August 2009
  4. Blick.ch v. 20. August 2009

Weblinks[Bearbeiten]