Beats Electronics

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Beats Electronics, LLC
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Rechtsform Limited Liability Company
Gründung 2006
Sitz Santa Monica, Kalifornien
Leitung Dr. Dre (Mitgründer); Jimmy Iovine (CEO, Mitgründer); Luke Wood (COO, President)
Mitarbeiter 150 (2011)
Umsatz 350 Mio. US-Dollar (2011)
Branche Audiotechnik
Produkte Kopfhörer, Soundsysteme, Musikstreaming-DienstVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.beatsbydre.com

Beats Electronics, LLC ist ein US-amerikanischer Hersteller von Audiotechnik mit angeschlossenem Musikstreaming-Dienst namens „Beats Music“ mit Sitz in Santa Monica. Das Unternehmen produziert hauptsächlich Kopfhörer der Eigenmarke Beats by Dr. Dre., benannt nach dem Gründer des Unternehmens, dem Rapper Dr. Dre.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gründung des Unternehmens durch Dr. Dre und Jimmy Iovine erfolgte schon 2006. Das erste Produkt, der Kopfhörer Beats by Dr. Dre Studio, wurde jedoch erst 2008 auf den Markt gebracht. Zunächst wurden verschiedene Kopfhörermodelle in Kooperation mit der Elektronikfirma Monster Cable Products produziert; die Partnerschaft wurde aber 2012 beendet. Seitdem werden die Produkte von dem Unternehmen selbst gefertigt.

Am 11. August 2011 erwarb der taiwanische Technologiekonzern HTC für 300 Millionen US-Dollar mit 50,1 Prozent der Aktien die Mehrheit an Dr. Dres Kopfhörermarke.[1] 2012 verkaufte HTC 25 Prozent der Anteile zurück an Dr. Dre und Jimmy Iovine.[2]

Am 2. Juli 2012 wurde der Online-Musikdienst MOG übernommen. Im September 2013 zog sich HTC bei Beats komplett zurück, Young und Iovine kauften sie teilweise wieder zurück, den Rest hält der Investor Carlyle Group, der sich für 500 Millionen Dollar einkaufte.[3]

Am 28. Mai 2014 gab Apple Inc. bekannt, Beats Electronics für 3 Milliarden Dollar zu übernehmen.[4] Apple hat mit dem Kauf von Beats aber nicht nur die Kopfhörermarke mit dem markanten roten „b“, sondern auch eine Eintrittskarte ins Geschäft mit Musikstreaming-Diensten, bei denen man für einen monatlichen Festbetrag Millionen Songs über das Internet abrufen kann, erworben. In diesem Bereich gilt die Firma Spotify aus Schweden als treibende Kraft, hat aber auch viele Konkurrenten. Apple hatte mit dem iPod und iTunes Musik-Downloads einen großen kommerziellen Erfolg erzielt und bisher auf einen Abo-Dienst verzichtet.

Jimmy Iovine, Musik-Unternehmer und Beats-Mitgründer, hatte einen guten Draht zu Steve Jobs und soll nach der Übernahme in die Führungsriege von Apple kommen. Für Apple ist dies der größte Zukauf in seiner Unternehmensgeschichte: Seit einem Jahrzehnt hat das Unternehmen keine Übernahme mit einem Volumen von einer Milliarde Dollar getätigt. Der größte bisherige Zukauf war der der Software-Firma NeXT im Jahr 1997 – durch den Steve Jobs zu Apple zurückkehrte.

Produkte[Bearbeiten]

Neben verschiedenen Kopfhörermodellen der Reihe Beats by Dr. Dre fertigt das Unternehmen auch externe Lautsprechersysteme für Smartphones der Marke HTC und stattet Computer von HP aus. Zudem wurde 2012 in Zusammenarbeit mit Chrysler ein Sondermodell des 300 vorgestellt, dessen Stereoanlage von Beats Electronics stammt.[5]

Folgend eine Auflistung der Produkte (ausgenommen Smartphone- und Computertechnik):

Typ Produktname Endorser
Kopfhörer Beats Pro Dr. Dre, will.i.am, Nicki Minaj, Lil Wayne
Beats Studio Dr. Dre
Beats Executive Dr. Dre
Beats Wireless Dr. Dre
Beats Mixr David Guetta
Beats Solo HD Dr. Dre
In-Ohr-Kopfhörer Beats Tour Dr. Dre
PowerBeats LeBron James
Heartbeats Lady Gaga
urBeats HTC Corporation, Nicki Minaj
Lautsprecher Beatbox Dr. Dre
Beatbox Portable Dr. Dre
Beats Pill Dr. Dre
Pink Pill Nicki Minaj

Plagiate[Bearbeiten]

Bei einer Untersuchung der Stiftung Warentest wurden 2014 offensichtliche Plagiate des populären Kopfhörermodells Beats by Dr. Dre Solo HD mit deutlich schlechterer Produktqualität gefunden. Der Anbieter Beats Electronics hat sich zu diesem Verdacht nicht geäußert, weist aber auf einer Webseite darauf hin, wie Produktfälschungen erkannt werden können.[6] Nachdem der Verdacht bekannt wurde, reagierte der betroffene Händler mit einer Verkaufs- und Versandsperre.[7]

Zielgruppe[Bearbeiten]

Die Produktlinie Beats by Dr. Dre ist vor allem bei Jugendlichen populär, bei denen auch der Namensgeber große Beliebtheit genießt. Die Geräte sind auch deshalb so populär, weil sie auf die Wiedergabe der Bässe hin optimiert sind.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kooperation mit Beats Electronics: HTC investiert in besseren Handysound, netzwelt, abgerufen am 17. Mai 2012.
  2. Kai Schmidt: HTC: 25 Prozent der "Beats by Dr. Dre"-Anteile verkauft, 25. Juli 2012
  3. Bass für 3,2 Milliarden Dollar, Süddeutsche Zeitung, 9. Mai 2014
  4. Adam Satariano: Apple Near Buying Beats Electronics for $3.2 Billion. BusinessWeek, 9. Mai 2014, abgerufen am 9. Mai 2014 (englisch).
  5. Spiegel Online: Marketingschachzug: Boom, Boom bei Chrysler, 15. August 2012
  6. Support - Sicheres Kaufen, de.beatsbydre.com, abgerufen am 25. Juni 2014
  7. Plagiatsverdacht bei Kopfhörer von Beats - Falscher Dre?, test.de, 19. Juni 2014, abgerufen am 25. Juni 2014