Beatsteaks

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Beatsteaks
Beatsteaks-Konzert in Frankfurt 2007
Beatsteaks-Konzert in Frankfurt 2007
Allgemeine Informationen
Genre(s) Alternative Rock, Punkrock
Gründung 1995
Website http://www.beatsteaks.com/
Aktuelle Besetzung
Arnim Teutoburg-Weiß
Bernd Kurtzke
Peter Baumann
Schlagzeug, Hintergrundgesang
Thomas Götz (seit 1998)
Torsten Scholz (seit 2000)
Ehemalige Mitglieder
Bass
Alexander Rosswaag (bis 2000)
Schlagzeug
Stefan Hircher (bis 1998)

Die Beatsteaks sind eine seit 1995 bestehende Alternative-Rock-/Punk-Band aus Berlin und stehen bei Warner Music unter Vertrag. Die Band reiht sich neben anderen Bands wie Die Ärzte und Die Toten Hosen in die Reihe der kommerziell erfolgreichsten Punkbands Deutschlands ein.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Peter Baumann, Stefan Hircher, Alexander Rosswaag und Bernd Kurtzke gründeten 1995 die Beatsteaks. Kurz danach kam Arnim Teutoburg-Weiß als Sänger und zusätzlicher Gitarrist in die Band. Während der Boombox-Tour 2011 erklärte Sänger Arnim, der Song Territorial Pissings sei die Initialzündung zur Gründung der Band gewesen[1]. Jedoch stellte die Band in einem Interview klar, dass es sich dabei um eine „Informationsreduktion“ handele, die nicht exakt den Tatsachen entspräche[2]. 1996 gewann die junge Band einen lokalen Musikwettbewerb im SO36 und durfte als Prämie beim Berliner Konzert der Sex Pistols als Vorband auftreten. Dies stellte gleichzeitig auch den zehnten Bandauftritt überhaupt dar.

Ihr erstes, 1997 aufgenommenes Album benannten die Beatsteaks nach der Hausnummer ihres Proberaums, 48/49. Es enthält noch mehrere deutsche Songs, während die neueren Alben englischsprachig sind. 1999 erschien auf dem amerikanischen Punklabel Epitaph Records ihr zweites Album Launched. Das Schlagzeug wird zu dieser Zeit bereits von Thomas Götz gespielt. Am Bass gab es 2000 den Wechsel und Torsten Scholz stieg für Alexander Rosswaag in die Band ein. Es folgten gemeinsame Touren mit Bad Religion, Die Ärzte, Donots und Die Toten Hosen auf deren Friss oder stirb Tour im Jahr 2005, wodurch sie sich einem breiteren Publikum vorstellen konnten.

Beatsteaks-Straßenkonzert in Berlin-Prenzlauer Berg 2002

2002 erschien das dritte Album Living Targets, zu dem die Beatsteaks ihre ersten Singles Let Me In und Summer veröffentlichten und damit auch erstmals in Radio und Fernsehen zu hören waren. Ende 2002 spielte die Band ein Konzert in der Berliner Columbiahalle und nahm zu diesem Zweck eine EP auf, die jeder Konzertbesucher überreicht bekam. Jene Wohnzimmer-EP war die erste Zusammenarbeit der Band mit dem Produzenten Moses Schneider.

Die Beatsteaks wurden 2003 von der Band Die Ärzte in ihrem Lied Unrockbar mit den Worten „Wie kannst Du bei den Beatsteaks ruhig sitzen bleiben, wenn Dir doch Schlagersänger Tränen in die Augen treiben?“ erwähnt, was ihre Bekanntheit weiter steigerte. Die Toten Hosen coverten ihren Song Hand in Hand für das Album Nur zu Besuch, das im Jahr 2005 veröffentlicht wurde.

Den Durchbruch schafften die Berliner im Jahre 2004 mit dem Album Smack Smash, insbesondere mit ihrer zweiten Singleauskopplung I Don't Care as Long as You Sing. Bei den MTV European Music Awards 2004 gewannen sie in der Kategorie Best German Act. Ende 2005 erschien die Doppel-DVD B-Seite, auf der neben einem selbst produzierten Dokumentarfilm über die Bandgeschichte und einem Zusammenschnitt mehrerer Konzerte auch die bis zu diesem Zeitpunkt produzierten Musikvideos der Band enthalten sind. 2006 spielten die Beatsteaks eine kurze, drei Konzerte und zwei Festivals umfassende, Sommertour. Nach der Veröffentlichung der Vorabsingle Jane Became Insane am 9. März 2007 erschien das Album Limbo Messiah am 30. März 2007. Auf diesem Album sind auch die später veröffentlichten Singles Cut Off the Top, Demons Galore und Meantime enthalten.

Am 7. Juni 2007 trat die Band beim Konzert „Deine Stimme gegen Armut“ in Rostock vor 70.000 Zuschauern auf und einen Monat später, am 7. Juli 2007, spielten sie in der ausverkauften Berliner Kindl-Bühne Wuhlheide ihr bis dahin größtes eigenes Konzert vor ca. 17.000 Zuschauern. Im selben Jahr waren sie erneut in der Kategorie Best German Act bei den EMAs nominiert und wurden mit dem Hörerpreis 1Live Krone für den besten Live-Act ausgezeichnet. Diese Auszeichnung erhielten sie 2008 ein weiteres Mal. 2011 gewannen sie bei der 1Live Krone den Preis als Beste Band.

Am 2. Mai 2008 erschien unter dem Namen Kanonen auf Spatzen ein Doppel-Live-Album, in dem zwei CDs und eine DVD enthalten sind. Nach Ende ihrer Tour zu Limbo Messiah im August 2008 legten die Beatsteaks eine Pause ein, um danach neue Songs zu schreiben.[3]

Ende Dezember 2009 wurden die Beatsteaks als Headliner für das Southside Festival und das Hurricane Festival 2010 bestätigt wie auch für Nova Rock.[4]

Am 28. Januar 2011 erschien das Album mit dem Titel Boombox.[5] Die erste Single Milk & Honey wurde ab dem 3. Dezember 2010 zum Download angeboten und ist seit dem 14. Januar 2011 als Maxi-CD erhältlich.[6][7] Am 8. Februar 2011 wurde bekannt, dass die Band mit Boombox erstmals die Spitze der Album-Charts von Media-Control erobern konnte.[8] Am 8. April erschien mit Cheap Comments die zweite Singleauskopplung. Im Mai 2011 erhielt die Band den VIVA Comet in der Kategorie „Bestes Video“ für den Song Milk & Honey. Am 15. Juli folgt als dritte Auskopplung der Titel Automatic.[9]

Im Juni 2011 wurde bekannt, dass der Song House on Fire auf dem europäischen Soundtrack zum dritten Teil der Transformers-Reihe Platz finden wird.[10] Im Videoclip zur Single spielen Uwe Ochsenknecht und sein Sohn Wilson-Gonzalez mit.[11]

2013 veröffentlichte die Band die Musik-DVD Muffensausen, die es auf Platz drei der deutschen Charts schaffte.

Bandmitglieder[Bearbeiten]

Nebenprojekte[Bearbeiten]

Thomas Götz (Schlagzeuger) und Marten Ebsen, der Gitarrist von Turbostaat, haben das Projekt „NinaMarie“ gestartet. Ihre erste EP ist unter dem Namen Scheiss.Taxi – Scheiss.Paris im März 2006 erschienen.

Arnim Teutoburg-Weiß (Sänger), und Torsten Scholz (Bassist) legen nebenbei unter dem Namen Fra Diavolo deutschlandweit als DJs auf. Schon als Torsten noch nicht in der Band war, haben sie im Berliner Sage Club aufgelegt. Oftmals ist Torsten auch allein unter dem Namen DJ Totze Trippi unterwegs.

Ein weiteres Nebenprojekt der Band, an dem alle Bandmitglieder beteiligt sind, ist die bei den Aufnahmen zum Album Limbo Messiah entstandene Coverband „Die Roys“. Mit vertauschten Rollen in der instrumentalischen Besetzung und unter der Leitung von Roy Baumann (Peter Baumann) werden bekannte Lieder gecovert, da laut Eigenaussage „die besten Lieder bereits geschrieben sind“. Die ersten fünf Songs findet man auf den Singles Jane Became Insane, Cut Off the Top und Demons Galore.

Verwertung außerhalb der Band[Bearbeiten]

Die Beatsteaks sind 2005 auf dem Sampler On the Run der Menschenrechtsgruppe Pro Asyl mit einem Cover des Liedes Opel-Gang vom gleichnamigen Debütalbum der Band Die Toten Hosen vertreten.[12]

In dem Film Knallhart von Detlev Buck ist außerdem der Song Fool aus dem Album 48/49 zu hören.

Das Lied Atomic Love von dem Album Smack Smash ist auch in dem Spiel NHL 06 von EA zu hören, außerdem sind die Beatsteaks mit dem Song Hail to the Freaks in dem Spiel Guitar Hero 4: World Tour und mit Monster auf den nicht-englischsprachigen Versionen des Spieles Guitar Hero: On Tour vertreten. Zudem findet sich der Song Cut Off the Top in der Trackliste der deutschen Version des PS2-Spiels SingStar Amped.

Gitarrist Bernd Kurtzke hat in dem Film Video Kings einen Cameo-Auftritt als Kunde einer Videothek. Des Weiteren sind im Film die Songs Soothe Me, Summer und I Don't Care as Long as You Sing zu hören.

Nachdem der Sänger der Berliner Bands Seeed und Boundzound, Demba Nabé, in den Musikvideos zu den Beatsteaks-Singles I Don't Care as Long as You Sing und verkleidet als Ninja in Hello Joe (einem Tribut an den The Clash-Sänger Joe Strummer[13]) zu sehen war, reagierte Arnim Teutoburg-Weiß mit einer Gastrolle im Video zur Boundzound-Single Stay Alive.

Engagement[Bearbeiten]

Die Beatsteaks engagieren sich für das Lesen- und Schreibenlernen im Rahmen der Kampagne „iCHANCE“, die vom Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung durchgeführt wird.[14][15] Des Weiteren rufen sie mit dem Verein Junge Helden zur Organspende auf.[16][17] Bei ihren Konzerten sammelt die Band regelmäßig für die Wasserinitiative Viva con Agua, zu Gunsten derer sie 2010 auch handsignierte Sonnenbrillen versteigerten.[18][19] 2007 sprachen sich die Beatsteaks für die Aktion Deine Stimme gegen Armut aus. In diesem Zusammenhang trat die Band auch am 7. Juni 2007 beim „Deine Stimme Gegen Armut“-Festival anlässlich des G8-Gipfels in Heiligendamm auf.[20][21] 2014 unterstützten die Beatsteaks den Aufruf von Dresden Nazifrei, die Naziaufmärsche am 13. und 19. Februar zu verhindern.[22][23]

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen
DE[24] AT[25] CH[26]
1997 48/49
1999 Launched
2002 Living Targets
2004 Smack Smash 11 19 74
2007 Limbo Messiah 3 4 19
2008 Kanonen auf Spatzen 5 11 66
2011 Boombox 1 3 14
2013 Muffensausen 3 25 81

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Album Chartpositionen
DE[27] AT[28] CH[29]
2002 Summer Living Targets
2002 Let Me In Living Targets
2004 Hand in Hand Smack Smash 72
2004 I Don‘t Care as Long as You Sing Smack Smash 59
2004 Hello Joe Smack Smash 53
2004 Loyal to None Smack Smash
2007 Jane Became Insane Limbo Messiah 23 51
2007 Cut off the Top Limbo Messiah 59
2007 Demons Galore Limbo Messiah
2007 Meantime Limbo Messiah
2008 Hail to the Freaks Kanonen auf Spatzen
2008 Hey Du Kanonen auf Spatzen
2010 Milk & Honey Boombox 35 66
2011 Cheap Comments Boombox 82
2011 Automatic Boombox 43 55
2011 House on Fire Boombox
2013 Say Say Say[30] Muffensausen 68

DVDs[Bearbeiten]

Jahr Titel Chart-Positionen
DE AT CH
2004 Smack Smash (Bonus-DVD zum Album) - - -
2005 B-Seite 55 - -
2007 Demons Galore (Bonus-DVD zum Album Limbo Messiah) 3 - 4
2008 Kanonen auf Spatzen - - -
2013 Muffensausen (Doppel-DVD) - - -

Demos und EPs[Bearbeiten]

  • 1996: … die erste, limitiert, 7 Songs auf der A-Seite, 2. Auflage: 3 Live-Songs auf der B-Seite
  • 1998: 6-11-98 Knaack, 6. November; Eintrittskarte für ein Konzert im Knaack (Berlin). Die EPs (Vinyl) sind limitiert und von Hand nummeriert
  • 2002: Wohnzimmer-EP, 21. Dezember; Ebenfalls limitiert, anlässlich eines Konzerts in der Columbiahalle (Berlin)
  • 2007: Demons Galore-EP (Das auf der EP enthaltene Wer A sagt muss auch B zahlen wurde zusammen mit dem Rapper Dendemann aufgenommen)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Beatsteaks in Münster. WDR, abgerufen am 16. Juni 2011.
  2. Video-Interview mit den Beatsteaks. Getaddicted.org, abgerufen am 16. Juni 2011.
  3. http://jena.bewegungsmelder.de/Artikel/12421689
  4. http://www.southside.de/bands/index.php
  5. *** BEATSTEAKS *** NEUIGKEITEN-HAGEL *** 12.11.2010. Facebook, 12. November 2010, abgerufen am 12. November 2010.
  6. Oliver Götz: Eine Boombox von den Beatsteaks. Musikexpress, 5. November 2010, abgerufen am 8. November 2010.
  7. Milk & Honey. Beatsteaks, abgerufen am 12. November 2010.
  8. Beatsteaks erobern die Charts (www.stern.de, 8. Februar 2011)
  9. http://www.beatsteaks.com/
  10. Beatsteaks: There's a new… Facebook, 16. Juni 2011, abgerufen am 16. Juni 2011 (englisch).
  11. Beatsteaks: Neues Video mit Ochsenknecht-Duo. Radio PSR, 8. Dezember 2011, abgerufen am 3. Februar 2012 (deutsch).
  12. Pro Asyl: On the Run, JKP, 2005, 57162
  13. http://www.elektrolurch.com/spezial/beatsteaks/beatsteaks-interview.htm
  14. iCHANCE Profi Portal: Promis. Abgerufen am 2. August 2011.
  15. YouTube: BEATSTEAKS für ALFA-Musik. 5. September 2008, abgerufen am 2. August 2011.
  16. Junge Helden: Unterstützer. Abgerufen am 22. Februar 2014.
  17. Beatsteaks: Junge Helden Shirts bei Beatstuff. Abgerufen am 22. Februar 2014.
  18. Viva Con Agua: Rockin' Shades For Charity. Abgerufen am 22. Februar 2014.
  19. Beatsteaks: Sonnenbrillen für Viva Con Agua. Abgerufen am 22. Februar 2014.
  20. Stand Up von den Beatsteaks. Abgerufen am 22. Februar 2014.
  21. Wikipedia: Deine Stimme Gegen Armut. Abgerufen am 22. Februar 2014.
  22. Beatsteaks stellen sich quer. Abgerufen am 2. August 2011.
  23. Dresden gegen Nazis: Beatsteaks. Abgerufen am 2. August 2011.
  24. Erfolge in den deutschen Album-Charts. Stand 26. August 2008.
  25. Erfolge in den österreichischen Album-Charts. Stand 26. August 2008.
  26. Erfolge in den schweizerischen Album-Charts. Stand 26. August 2008.
  27. Erfolge in den deutschen Single-Charts. Stand 26. August 2008.
  28. Erfolge in den österreichischen Single-Charts. Stand 26. August 2008.
  29. Erfolge in den schweizerischen Single-Charts. Stand 26. August 2008.
  30. Conni Wonigeit: Beatsteaks: "Say Say Say" – Pure Beatsteaks-Power bei 1 Live – Musik | Neu für den Sektor

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Beatsteaks – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien