Beau Bennett

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Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Beau Bennett Eishockeyspieler
Beau Bennett
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 27. November 1991
Geburtsort Gardena, Kalifornien,
Vereinigte Staaten
Spitzname Beau Dangles[1][2]
Größe 188 cm
Gewicht 88 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Rechter Flügel
Nummer #19
Schusshand Rechts
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 2010, 1. Runde, 20. Position
Pittsburgh Penguins
Spielerkarriere
2009–2010 Penticton Vees
2010–2012 Denver Pioneers
seit 2012 Pittsburgh Penguins
Wilkes-Barre/Scranton Penguins

Beau Daniel Bennett (* 27. November 1991 in Gardena, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Eishockeyspieler, der seit April 2012 bei den Pittsburgh Penguins in der National Hockey League unter Vertrag steht. Er wurde von den Penguins im NHL Entry Draft 2010 an 20. Position ausgewählt und ist damit der am höchsten gedraftete Kalifornier in der Geschichte der NHL.

Karriere[Bearbeiten]

Bennett im Trikot der Penguins (2013)

Jugend[Bearbeiten]

Beau Bennett wuchs in Gardena im Bundesstaat Kalifornien auf und spielte seit dem vierten Lebensjahr das in dieser Region populäre Rollhockey.[3] Mit dem Eishockeyspielen begann er im Alter von acht Jahren im nur wenige Kilometer entfernten Los Angeles.[3] Dort spielte er schließlich bei den Los Angeles Junior Kings, einer Jugendorganisation des NHL-Franchises Los Angeles Kings, und besuchte zeitgleich die Valley Christian High School.[4] Im Jahre 2009 wechselte Bennett nach Penticton zu den Pentincton Vees, wobei er auch Angebote von den Calgary Hitmen und den Tri-City Storm hatte.[3] Dabei entschied er sich gegen das „Major-Junior“-Niveau, das die Stars und die Hitmen in der WHL bzw. USHL vertreten hätten, und für das eine Stufe darunterliegende „Junior-A“-Level, auf dem er fortan mit den Vees in der British Columbia Hockey League (BCHL) spielte.

Bereits in seinem ersten Jahr bei den Vees erreichte er mit 120 Scorer-Punkten in 56 Spielen Platz eins der Scorer-Statistik der gesamten BCHL.[5] Da er direkt mit überzeugenden Leistungen in die Rookie-Saison startete, wurde er im November 2009 zur World Junior A Challenge berufen, um dort sein Heimatland zu vertreten. Dabei war er der erste Spieler in der Geschichte der Veranstaltung, der für die USA antrat und nicht in der heimischen USHL spielte.[6] Die Vereinigten Staaten gewannen die Challenge, indem sie sich im Finale mit 2:1 gegen das Team Kanada West durchsetzten. Einen Monat später nahm Bennett am Prospects Event der Canadian Junior Hockey League, einer Veranstaltung für vielversprechende Talente des Dachverbands aller kanadischen Junior-A-Ligen, teil und wurde dort zum besten Stürmer gewählt.[7] Nachdem er im Januar 2010 am BCHL All-Star Game teilnahm und man ihn zum Saisonende als Rookie of the Year der Interior Conference auszeichnete[6] wurden seine Leistungen der gesamten Rookie-Saison mit dem 32. Platz auf dem Prospect Ranking zum NHL Entry Draft 2010 gewürdigt.[8] Beim eigentlichen Draft wurde er dann von den Pittsburgh Penguins sogar an 20. Position ausgewählt – damit ist Bennett der am höchsten gedraftete Kalifornier in der NHL-Geschichte.[9]

Bereits im Vorfeld des Entry Drafts 2010 stand fest, dass Bennett die Pentincton Vees verlassen und ab Herbst 2010 die University of Denver besuchen wird. Aus seiner Zeit bei den Vees stammt der Spitzname „Beau Dangles“ (deutsch in etwa: „Beau täuscht an“, „Beau fintiert“; Wortspiel mit Bojangles’).

College[Bearbeiten]

An der University of Denver spielte Bennett für die Denver Pioneers in der Western Collegiate Hockey Association, einer Collegesport-Liga des Mittleren Westens. Als Freshman hatte er Schwierigkeiten, sich in der neuen Mannschaft bzw. der neuen Spielklasse zurechtzufinden – erst blieb er sechs Spiele ohne jeden Punkt, dann fiel er im Dezember aufgrund einer Knieverletzung für sechs Wochen aus.[10] Zudem wurde der Flügelspieler in dieser Phase aufgrund seiner weniger ausgeprägten Physis und seines verhältnismäßig körperlosen Spiels, das mit seiner Rollhockey-Vergangenheit assoziiert wurde, kritisiert.[9] Seine erste Spielzeit in Denver beendete er mit 25 Punkten aus 37 Spielen. In der Folgesaison verletzte sich Bennett bereits im Oktober während des Trainings schwer am Handgelenk, sodass er sich, nach einer kurzen Phase mit weiteren Einsätzen, im Dezember 2011 einer Operation unterzog.[11] Demzufolge kam er als Sophomore insgesamt nur zehn Mal für die Pioneers zum Einsatz, wurde allerdings trotzdem in das All-WCHA Academic Team der Saison 2011/12 gewählt.[12] Trotz der relativ geringen Zahl an Einsätzen unterschrieb Bennett im April 2012 einen auf drei Jahre befristeten Entry Level Contract bei den Pittsburgh Penguins.[13]

Pittsburgh Penguins[Bearbeiten]

Bei den Pittsburgh Penguins nahm Bennett an der Vorbereitung zur Saison 2012/13 teil, wurde im Zuge dessen jedoch erwartungsgemäß an das Farmteam, die Wilkes-Barre/Scranton Penguins, in die AHL abgegeben.[14] Nachdem er nach einem halben Jahr und 28 Punkten in 39 Spielen in der AHL im Februar 2013 erstmals in den NHL-Kader berufen wurde, absolvierte er am 15. Februar 2013 gegen die Winnipeg Jets sein Debüt in der National Hockey League.[15] Zudem wurde er im Januar ins AHL All-Star Classic berufen.[16] Bennett behauptete indes seinen Platz im NHL-Aufgebot und erzielte so knapp eine Woche später gegen die Tampa Bay Lightning sein erstes NHL-Tor.[17] In den verbliebenen Spielen der regulären Saison gelangen Bennett insgesamt drei Tor und elf Vorlagen. In den anschließenden Play-offs, in denen er insgesamt ein Tor erzielte, scheiterten die Penguins erst im Conference-Finale an den Boston Bruins.

In der Folgesaison ist Bennett fester Bestandteil des NHL Kaders, stieß jedoch aufgrund einer Leistenverletzung erst im November zum Team. Nach nur fünf absolvierten Einsätzen verletzte sich der Flügelspieler im November 2013 erneut an der Hand, wobei erneut eine Operation nötig war und er nun voraussichtlich acht bis zehn Wochen ausfällt.[18] Bennett ließ verlauten, dass die Handgelenksverletzung, die zu College-Zeiten schon einmal operiert wurde, auch im Laufe des Jahres 2012 immer wieder Probleme bereitete.[3]

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]

persönlich
  • 2009 Top Forward des CJHL Prospects Game
  • 2010 BCHL All-Star Game
  • 2010 BCHL Rookie of the Year (Interior Conference)
  • 2012 All-WCHA Academic Team
  • 2013 AHL All-Star Classic
international

Karrierestatistik[Bearbeiten]

Stand: Ende der Saison 2013/14

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga GP G A Pts +/− PIM GP G A Pts +/− PIM
2009/10 Penticton Vees BCHL 56 41 79 120  ? 20 15 5 9 14  ? 6
2010/11 Denver Pioneers NCAA 37 9 16 25 -4 18
2011/12 Denver Pioneers NCAA 10 4 9 13 +3 25
2012/13 Pittsburgh Penguins NHL 26 3 11 14 +7 6 6 1 0 1 +2 0
2012/13 Wilkes-Barre/Scranton Penguins AHL 39 7 21 28 -6 18
2013/14 Pittsburgh Penguins NHL 21 3 4 7 -2 0 12 1 4 5 -1 8
2013/14 Wilkes-Barre/Scranton Penguins AHL 3 0 1 1 ±0 0
NCAA gesamt 47 13 25 38 -1 43
NHL gesamt 47 6 15 21 +5 6 18 2 4 6 +1 8

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Persönliches[Bearbeiten]

Beau Bennett hat drei Geschwister. Sein ältester Bruder Wade besuchte ebenfalls die University of Denver und spielte für die Pioneers.[19] Beau sagt selbst, dass er im Kindesalter erst durch Wades Einfluss zum Rollhockey und darüber schließlich zum Eishockey gekommen sei.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Beau Bennett – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. thehockeywriters.com: „The Hockey Spy’s 2010 NHL Entry Draft Prospect Profile – Beau Bennett“ (englisch, abgerufen am 17. Dezember 2013)
  2. pensuniverse.com: „Chatting with Beau Bennett“ (englisch, 9. Juli 2010, abgerufen am 17. Dezember 2013)
  3. a b c d e fearthefin.com: „FTF Draft Coverage: Beau Bennett chats with FTF“ (englisch, 22. Juli 2010, abgerufen am 16. Dezember 2013)
  4. Profil Bennetts bei den Denver Pioneers (englisch, abgerufen am 17. Dezember 2013)
  5. bchl.ca: Scorer-Statistik der Saison 2009/10 (englisch, abgerufen am 17. Dezember 2013)
  6. a b pentictonvees.podbean.com: „Draft Profile (F) #78 – Beau Bennett“ (englisch, 22. Juni 2010, Draft Profile (F) #78 - Beau Bennett (Version vom 9. März 2012 im Internet Archive), abgerufen am 17. Dezember 2013)
  7. cjhlhockey.com: „Team East Records Shut Out Win Over Team West in CJHL Prospects Game Rematch“ (englisch, 9. Dezember 2009, abgerufen am 17. Dezember 2013)
  8. nhl.com: 2010 Draft Prospects – North American Skaters (englisch, abgerufen am 17. Dezember 2013)
  9. a b faceoff-factor.com: „The Beau Bennett Story“ (englisch, abgerufen am 17. Dezember 2013)
  10. Profil Bennetts auf hockeysfuture.com (englisch, abgerufen am 17. Dezember 2013)
  11. nhl.com: „Bennett Sidelined After Successful Wrist Surgery“ (englisch, 9. Dezember 2011, abgerufen am 17. Dezember 2013)
  12. denvepioneers.com: „LaLeggia Named WCHA Rookie of the Year and All-WCHA First Team“ (englisch, 8. März 2012, abgerufen am 17. Dezember 2013)
  13. nhl.com: „Penguins Sign 2010 First-Round Draft Pick Beau Bennett“ (englisch, 13. April 2012, abgerufen am 17. Dezember 2013)
  14. nhl.com: „Penguins Assign 23 Players to Wilkes-Barre/Scranton and Three to Their Junior Teams“ (englisch, 15. September 2012, abgerufen am 17. Dezember 2013)
  15. nhl.com: „Penguins Recall Forward Beau Bennett“ (englisch, 14. Februar 2013, abgerufen am 17. Dezember 2013)
  16. nhl.com: „Beau Bennett Selected to Play in the AHL All-Star Classic“ (englisch, 17. Januar 2013, abgerufen am 17. Dezember 2013)
  17. nhl.com: Spielbericht Penguins–Lightning (englisch, 25. Februar 2013, abgerufen am 17. Dezember 2013)
  18. nhl.com: „Bennett Out 8-10 Weeks“ (englisch, 25. November 2013, abgerufen am 17. Dezember 2013)
  19. denverpost.com: „DU Pioneers hockey adds three depth freshmen; Wade Bennett to return“ (englisch, 30. Juli 2013, abgerufen am 17. Dezember 2013)