Beau Biden

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Beau Biden

Joseph Robinette „Beau“ Biden III (* 3. Februar 1969 in Wilmington, Delaware) ist ein US-amerikanischer Jurist und Politiker (Demokratische Partei). Er amtiert seit 2007 als Attorney General (Justizminister) des US-Bundesstaates Delaware.

Leben und Arbeit[Bearbeiten]

Beau Biden wurde 1969 als ältestes Kind des Politikers Joe Biden und seiner ersten Ehefrau Neilia Hunter geboren. 1972 verunglückten Bidens Mutter und seine jüngere Schwester bei einem Autounfall tödlich. Er selbst und sein jüngerer Bruder Hunter überlebten schwer verletzt. Nach der Wiederverheiratung des Vaters 1977 wurde Biden von seiner Stiefmutter Jill Biden aufgezogen. 1981 wurde seine Halbschwester Ashley Biden geboren.

Nach dem Collegebesuch studierte Biden Rechtswissenschaften an der University of Pennsylvania und am Syracuse University College of Law. Von 1995 bis 2004 arbeitete er als Jurist für das US-Justizministerium in Philadelphia. 2004 wurde Biden Partner in der in Wilmington niedergelassenen Anwaltskanzlei Bifferato, Gentilotti, Biden & Balick. Daneben fungierte er zeitweise als Berater im Office of Policy Development und als Ankläger im Büro des US-Bundesanwalts. Biden ist seit 2003 verheiratet. Aus der Ehe sind bislang eine Tochter, Natalie, und ein Sohn, Hunter, hervorgegangen.

2006 kandidierte Biden erfolgreich für das Amt des Attorney General von Delaware; er gewann mit einem Stimmenanteil von 52,5 Prozent gegen den Republikaner Ferris Wharton. Seine Vereidigung und sein Amtsantritt erfolgten im Januar 2007. In diesem Amt ist er bislang insbesondere durch seine Befürwortung einer strengeren Überwachung von auf Bewährung aus der Haft entlassenen Sexualstraftätern aufgefallen.

Am 27. August 2008, am dritten Tag der Democratic National Convention in Denver, auf dem Barack Obama als Präsidentschaftskandidat und Bidens Vater Joe Biden offiziell als Vizepräsidentschaftskandidat der Demokraten nominiert wurden, trat Beau Biden als Redner vor der Versammlung der demokratischen Delegierten auf. In seiner Ansprache stellte er kurz die Lebensgeschichte seines Vaters vor und agierte als dessen offizieller Einführungsredner für den Auftritt von Joe Biden, der im Anschluss an die Rede seines Sohnes seine Rede als offiziell nominierter Vizepräsidentschaftskandidat auf dem Parteitag hielt. In den US-amerikanischen Medien wurde Beau Biden schon vor der Präsidentschaftswahl 2008 als möglicher Nachfolger seines zum neuen Vizepräsidenten gewählten Vaters, der diesen Posten im Januar 2009 übernommen hat, für das Amt des Senators von Delaware gehandelt. Zwar wurde Ted Kaufman zunächst kommissarischer Nachfolger Joe Bidens, doch er hatte bereits zuvor erklärt, bei der offiziellen Nachwahl im November 2010 nicht wieder anzutreten. Beau Biden galt als aussichtsreichster Kandidat der Demokratischen Partei gegen den voraussichtlichen Kandidaten der Republikaner, Delawares Kongressabgeordneten Michael Castle, entschied sich jedoch im Januar 2010 gegen eine Senatskandidatur.[1]

Als Mitglied der Nationalgarde von Delaware, in der er den Rang eines Hauptmannes innehat, erhielt Biden 2007 den Bescheid, dass er am 3. Oktober 2008 als Offizier in den Irak entsandt werden würde.

Belege[Bearbeiten]

  1. Mark Silva: Beau Biden takes a pass on a Senate run, latimes.com vom 25. Januar 2010, abgerufen am 30. März 2010

Weblinks[Bearbeiten]