Beauchamp Seymour, 1. Baron Alcester

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Beauchamp Seymour, 1. Baron Alcester

Frederick Beauchamp Paget Seymour, 1. Baron Alcester, GCB (* 12. April 1821; † 30. März 1895) war britischer Admiral.

Leben[Bearbeiten]

Frederick, aus einem Seitenzweig der Hertfords, Sohn des Parlamentsmitglieds Sir Horace Beauchamp Seymour und Enkel des Admirals Lord Hugh Seymour, besuchte das Eton College, trat dann 1834 in die Marine ein und wurde 1842 Leutnant zur See. Er zeichnete sich 1852–1853 im Krieg gegen Birma aus, wurde dafür 1854 zum Kapitän befördert, diente während des Krimkriegs in der Ostseeflotte und befehligte eine schwimmende Batterie im Schwarzen Meer. 1862 erhielt er ein Kommando in den Gewässern Neuseelands.

1868–1870 war Seymour erster Sekretär des Marineministers Childers, wurde 1870 Konteradmiral, trat 1872 als Lord in die Admiralität ein. Er erhielt 1874 darauf das Kommando des Kanalgeschwaders und einige Jahre später als Vizeadmiral das des Mittelmeer-Geschwaders.

Während der Flottendemonstration vor Dulcigno 1880 führte er als ältester Admiral den Oberbefehl über die Schiffe aller Mächte.

Im Jahre 1882 wurde er mit dem Kommando über die nach Alexandria geschickten britischen Schiffe beauftragt. Dort war es im Zuge der Urabi-Bewegung am 11. Juni zu blutigen Exzessen gegen die Ausländer gekommen. Nach Ablehnung eines Ultimatums bombardierte er am 11. Juli deshalb die Forts von Alexandria und machte sie wehrlos. Er besetzte am 14. Juli die Stadt.

Seymour leitete im August die Überführung der britischen Truppen nach Ismailia am Suezkanal, den diese besetzten. Die von ihm angelandeten Truppen, unter General Wolseley, schlugen die ägyptische Armee Arabi Paschas in der Schlacht von Tel-el-Kebir. Seymour nahm selbst im Stab Wolseleys an der Schlacht teil. Ägypten blieb daraufhin von den Briten besetzt (Britische Herrschaft in Ägypten). Als Baron Alcester (von Alcester in der Grafschaft Warwick) erhielt Seymour hierauf den Peerstitel und eine Nationaldotation von 25.000 Pfund, auch wurde er Admiral und Lord der Admiralität.

Literatur[Bearbeiten]