Beaufort (Hérault)

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Beaufort (Baufòrt)
Wappen von Beaufort
Beaufort (Frankreich)
Beaufort
Region Languedoc-Roussillon
Département Hérault
Arrondissement Béziers
Kanton Olonzac
Gemeindeverband Communauté de communes le Minervois.
Koordinaten 43° 18′ N, 2° 46′ O43.2991666666672.758888888888994Koordinaten: 43° 18′ N, 2° 46′ O
Höhe 53–220 m
Fläche 6,09 km²
Einwohner 199 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 33 Einw./km²
Postleitzahl 34210
INSEE-Code

Beaufort – Kirche St-Martin

Beaufort (occitanisch: Baufòrt) ist eine französische Gemeinde mit 199 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Hérault in der Region Languedoc-Roussillon. Sie gehört zur Landschaft Minervois und zum Weinbaubiet des Minervois (AOC).

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999
Einwohner 192 194 156 161 161 155

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wie in den meisten Orten des Minervois spielt der Weinbau eine große Rolle im Erwerbsleben der Einwohner von Beaufort. Seit den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts ist der Tourismus in Form von Ferienwohnungen (gîtes) hinzugekommen.

Geschichte[Bearbeiten]

Zur Geschichte von Beaufort sind keine Informationen publiziert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Das Schloss (Château de Beaufort) aus dem 16. bis 19. Jahrhundert ist seit 1984 als Monument historique [1] eingetragen. Es befindet sich in Privatbesitz.
  • Die einschiffige romanische Pfarrkirche Saint-Martin aus dem 12. Jahrhundert erhielt in späterer Zeit Seitenkapellen. Der heutige Kirchturm stammt aus dem 19. Jahrhundert. Erwähnenswert sind die Blendbögen aus schwarzem Steinmaterial über den Apsisfenstern.
  • Am Rand eines kleinen Hügels inmitten der Weinberge von Beaufort wurde im Jahr 2000 durch Zufall ein prähistorisches Steinkistengrab (Tombe de Coste Rouge) mit dem Skelett eines etwa 7-jährigen Jungen gefunden, welches in die Zeit um 3500 v. Chr. datiert wird. Grabbeigaben in Form von Pfeilspitzen und Steinmessern oder -schabern weisen darauf hin, dass die Eltern und die Stammesangehörigen in der Erwartung lebten, dass das Kind sich im Jenseits zu einem Jäger fortentwickeln werde.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Beaufort (Hérault) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Château de Beaufort in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  2. Anne Tresset, Stéphane Hérouin, Muriel Gandelin, Henri Duday, Jean Vaquer: La tombe de Coste Rouge à Beaufort (Hérault) et la question des tombes à dalles néolithiques dans le nord-est des Pyrénées. In: Gallia préhistoire. 49, Nr. 1, 2007, S. 127-159. ISSN 0016-4127. doi:10.3406/galip.2007.2453. Abgerufen am 11. Juni 2012.