Becherzelle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Becherzelle (Pfeil) in einer Schleimhaut
Schnitt durch einen Mausdarm. Zellkerne in grün, Schleim der Becherzellen in blau, Aktin (Phalloidin-Färbung) in rot.

Die Becherzelle, auch Goblet-Zelle (von engl. goblet, „Becher“) genannt, ist eine einzellige, becherförmige, Schleim produzierende Drüse, die innerhalb eines Epithelverbands liegt. Becherzellen finden sich in den Luftwegen sowie zwischen den Saumzellen im zylindrischen Zottenepithel des Dünn- und Dickdarms, wo sie zahlenmäßig zum After hin zunehmen. Sie sind der Prototyp von mukösen Drüsenzellen.

Sie sind verantwortlich für die Bildung des Schleims, welchen sie als Sekret auf dem merokrinen Sekretionsweg direkt auf die Oberfläche abgeben. Die Synthese beginnt im Ergastoplasma. In den Dictyosomen erfolgt die Stapelung und Bildung der Promuzingranula (Vorsekretkörnchen). Unter Wasseraufnahme quillt das Sekret zu Schleim (Muzin) und wird ausgestoßen.