Bechhofen (Mittelfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Bechhofen
Bechhofen (Mittelfranken)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Bechhofen hervorgehoben
49.15972222222210.553333333333431Koordinaten: 49° 10′ N, 10° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Ansbach
Höhe: 431 m ü. NHN
Fläche: 60,12 km²
Einwohner: 5880 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91572
Vorwahl: 09822
Kfz-Kennzeichen: AN, DKB, FEU, ROT
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 115
Marktgliederung: 28 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Martin-Luther-Platz 1
91572 Bechhofen
Webpräsenz: www.markt-bechhofen.de
Bürgermeister: Helmut Schnotz (UWG)
Lage des Marktes Bechhofen im Landkreis Ansbach
Landkreis Donau-Ries Ansbach Fürth Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Fürth Landkreis Roth Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Unterer Wald Lehrberg Adelshofen (Mittelfranken) Bechhofen (Mittelfranken) Bruckberg (Mittelfranken) Buch am Wald Burk Colmberg Dentlein am Forst Diebach Dietenhofen Dinkelsbühl Dombühl Ehingen (Mittelfranken) Feuchtwangen Flachslanden Gebsattel Gerolfingen Geslau Heilsbronn Insingen Langfurth Leutershausen Lichtenau (Mittelfranken) Merkendorf (Mittelfranken) Mönchsroth Neuendettelsau Neusitz Oberdachstetten Ohrenbach Petersaurach Röckingen Rothenburg ob der Tauber Rügland Sachsen bei Ansbach Schillingsfürst Schnelldorf Schopfloch (Mittelfranken) Steinsfeld Unterschwaningen Wassertrüdingen Weidenbach (Mittelfranken) Weihenzell Weiltingen Wettringen (Mittelfranken) Wieseth Windelsbach Windsbach Wittelshofen Wörnitz (Gemeinde) Wolframs-Eschenbach Wilburgstetten Ornbau Mitteleschenbach Herrieden Dürrwangen Burgoberbach Aurach (Landkreis Ansbach) Arberg Baden-WürttembergKarte
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Bechhofen (amtlich: Bechhofen an der Heide, umgangssprachlich: Béchof [2]) ist ein Markt im Landkreis Ansbach in Mittelfranken (Bayern).

Geografie[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind Arberg, Burk, Burgoberbach, Ehingen, Herrieden, Ornbau, Weidenbach und Wieseth.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Bechhofen hat 28 Ortsteile:[3]

Geschichte[Bearbeiten]

1311 wurde Bechhofen erstmals urkundlich als „Pechoven an der Wisent“ erwähnt.[4] Der Ortsname geht auf eine Pechsiederei zurück. 1351 verlieh Kaiser Karl IV. dem Konrad Küchenmeister von Forndorf für den Markt Bechhofen das Gerichtsrecht. Der Ort hatte spätestens seit dem Jahr 1434 das Marktrecht und war befestigt.

Ab 1643 war das Ansbachische Gericht in Feuchtwangen für Bechhofen zuständig. Der Ort gehörte somit zum 1792 von Preußen erworbenen Fürstentum Ansbach, das ab 1500 im Fränkischen Reichskreis lag. Als Teil des Fürstentums fiel Bechhofen im Vertrag von Paris (Februar 1806) durch Tausch an das Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Die jüdische Bevölkerung soll in den Jahren zwischen 1700 und 1860 fast zwei Drittel der Gesamtbevölkerung des Ortes ausgemacht haben. Die Synagoge, eine sogenannte Scheunensynagoge mit reicher Ausmalung des 18. Jahrhunderts von Eliezer Sussmann, wurde 1938 zerstört. Die jüdischen Einwohner emigrierten oder wurden während des Dritten Reichs deportiert und getötet.

Von 1903 bis 1970 befand sich in Bechhofen die Endstation der Bahnstrecke Leutershausen-Wiedersbach–Bechhofen, die den Ort mit Ansbach verband und für den Transport der dort hergestellten Pinsel und Bürsten eine hohe Bedeutung hatte.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Während der Gebietsreform wurden am 1. Januar 1971 die bisher selbständigen Gemeinden Liebersdorf und Thann eingegliedert. Am 1. Juli 1971 folgten Heinersdorf und Königshofen (beide damals im Landkreis Dinkelsbühl), ferner Großenried, Kaudorf, Mörlach und Sachsbach. Am 1. Oktober 1971 kam ein Teil der aufgelösten Gemeinde Wiesethbruck hinzu.[5] Am 1. Januar 1974 schloss Waizendorf die Liste der eingemeindeten Orte ab.[6]

Religionen[Bearbeiten]

  • Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Bechhofen
  • Evangelisch- Lutherische Kirchengemeinde Königshofen
  • Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Sommersdorf Thann
  • Pfarrei Herz Jesu Bechhofen
  • Pfarrei St. Laurentius Großenried

Politik[Bearbeiten]

Marktgemeinderat[Bearbeiten]

Der Marktgemeinderat von Bechhofen hat 20 Mitglieder, dazu kommt der hauptamtliche Bürgermeister (UWG).

Bechhöfer Liste CSU FW Liste Süd UWG Landliste Gesamt
2008 4 4 4 2 5 1 20 Sitze 2014 4 4 2 3 5 2 20 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)


Bürgermeister Helmut Schnotz ist seit 2008 im Amt und wurde bei der Kommunalwahl am 16. März 2014 mit über 87% wiedergewählt. Zweiter Bürgermeister ist Bernd Kober (Bechhöfer Liste), der den Losentscheid gegen den dann zum dritten Bürgermeister gewählten Martin Günther (CSU) gewann.

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Gespalten von Silber und Rot; vorne und hinten übereinander je zwei Walzen in verwechselten Farben mit durchgesteckten goldenen Spindeln.

Die Walzen wurden einst zur Pechherstellung verwendet, die in dem waldreichen Gebiet betrieben wurde. Auch der Name Bechhofen geht auf das Pech zurück.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Partnerstadt ist seit 1975 die Gemeinde Le Blanc im zentralfranzösischen Département Indre.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Erwähnenswert ist das einzige deutsche Pinsel- und Bürstenmuseum. Bechhofen ist das Zentrum der deutschen Pinselindustrie. Das Museum hat sich zur Aufgabe gemacht, das vermutlich seit dem 18. Jahrhundert existierende Handwerk des Pinsel- und Bürstenmachers in seiner ganzen Vielfalt vorzustellen.[7] Bis heute werden die Pinsel zum Teil in Heimarbeit hergestellt.

Das private museum wiegen & messen in Königshofen befasst sich umfassend mit Maßen, Waagen und Gewichten. An über 3000 Exponaten wird das Thema Wiegen und Messen umfassend veranschaulicht.

Bauwerke[Bearbeiten]

St. Johannis-Kirche Bechhofen

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Bechhofen (Mittelfranken)

Sport[Bearbeiten]

  • Modernes Bahnenhallenschwimmbad
  • TSV 1898 Bechhofen (mit Turnen, Fußball, Volleyball, Tischtennis, Sängerriege, Tennis)
  • DJK Großenried
  • FC Heide Königshofen
  • Schützenverein Einigkeit 1922 e. V. Bechhofen
  • RV Adler Bechhofen (Radsport und Tennis)
  • MSC Bechhofen (Motorsport)
  • Schachclub 1923 Bechhofen
  • TV 1990 Lettenmühle
  • Schützenverein Jägerhöhe Reichenau

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Erlangen 1955, S. 46, DNB 480570132. Im Gegensatz zu Bechhofen (Neuendettelsau), das umgangssprachlich Bechhûfn (Pech-hofen) ausgesprochen wird, hat sich hier in der Mundart die ursprüngliche Bedeutung des Ortsnamens erhalten (Pechofen).
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20091204/185108&attr=OBJ&val=1323
  4. [1]
  5.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 461.
  6.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 706.
  7. Deutsches Pinsel- und Bürstenmuseum

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bechhofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien