Beda vicus

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Beda ist ein römerzeitlicher Vicus an der Römerstraße Trier–Köln. Er ist im Itinerarium Antonini um 140 n. Chr. als „Beda Vicus“ und auf der römischen Weltkarte Tabula Peutingeriana (4. Jahrhundert) als „Beda“ verzeichnet. Beide Quellen geben übereinstimmend die Entfernung von Augusta Treverorum (Trier) mit 12 Leugen (entspricht etwa 26,40 km) an.

Der römische Vicus Beda ist im Stadtkern des Eifelortes Bitburg zu lokalisieren. Beiderseits der heutigen Hauptstraße bestanden eine Siedlung und eine spätrömische Befestigung mit Tempelbezirk und Forum. Um 330 wurde der Vicus zu einem Straßenkastell mit 13 Rundtürmen und zwei Stadttoren ausgebaut.

Erhalten und rekonstruiert sind einige Teile der Stadtmauer und ein Turm östlich der Hauptstraße. Ein archäologischer Rundweg erschließt heute ausgehend vom Rathaus mit 16 Stationen die noch sichtbaren Mauerreste des spätantiken Kastells. Nördlich der Kirche wurde die Nachbildung einer Jupitersäule aufgestellt, nachdem originale Teile einer solchen Säule im Kastellbereich bei Ausgrabungen gefunden wurden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Joseph Hagen: Die Römerstraßen der Rheinprovinz. Köln 1931.
  • Ernst Wackenroder: Die Kunstdenkmäler des Kreises Bitburg. Düsseldorf 1927.
  • Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz (Hrsg.): Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern. Band 33: Südwestliche Eifel, Bitburg-Prüm-Daun-Wittlich. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1977, ISBN 3-8053-0302-5.