Bedford CF

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Bedford
Bedford CF (1973)

Bedford CF (1973)

CF
Hersteller: Bedford
Produktionszeitraum: 1969–1988
Vorgängermodell: Bedford CA
Nachfolgemodell: Bedford Midi
Technische Daten
Bauformen: Kleinbus, Kastenwagen, Pritschenwagen
Motoren: Ottomotoren:
1,6−2,0 Liter
(–59 kW)
Dieselmotor:
2,3 Liter (63 kW)
Radstand: 2692–3556 mm
Nutzlast: 0,7–1,75 t

Der Bedford CF war ein leichter Transporter, der von Vauxhall Motors in Luton in den Jahren 1969 bis 1988 als Nachfolger des Bedford CA gebaut wurde.

CF1 (1969–1983)[Bearbeiten]

Der erste CF-Transporter wurde Ende 1969 eingeführt und war einer der beliebtesten leichten Nutzfahrzeuge auf britischen Straßen. Häufig diente der CF auch als Basisfahrzeug für Camperumbauten (vgl. Dormobile)[1].

Der Motor war der altbekannte Reihenvierzylinder, der seit 1967 im Vauxhall FD Victor lief. Über die Jahre stieg der Hubraum der Aggregate von 1598 cm³ über 1759 cm³ und 1975 cm³ bis auf 2259 cm³, sonst blieben die Motoren aber unverändert. Es gab verschiedene Getriebe, ein manuelles Dreiganggetriebe von Vauxhall, manuelle Vierganggetriebe von Vauxhall, Bedford und ZF, ein manuelles Fünfganggetriebe von ZF und eine Automatik von GM. Auf Wunsch gab es auch ein Overdrive von Laycock-de-Normanville für das Vierganggetriebe von Vauxhall[1].

Es gab drei Sorten von Aufbauten für den CF1: einen einfachen Kastenwagen als Wettbewerber für den Ford Transit, einen Lieferwagen mit separatem Führerhaus, auf dem verschiedene Aufbauten von Fremdlieferanten befestigt werden konnten, und den Camper Dormobile.

Bedford CF mit Mini Supreme-Aufbau von Plaxton

Auf der Basis des CFL 350 wurde von 1979 bis 1982 auch ein Kleinbus gebaut. Das Chassis war eigentlich für die Produktion von Lieferwagen mit einer Nutzlast von 35 cwt (ungefähr 1750 kg) vorgesehen. An der Hinterachse hatte es Zwillingsräder. Für den Bus wurde auf das Fahrgestell ein Aufbau für 17 Fahrgäste gesetzt. Gegenüber dem Lieferwagen war der Aufbau weit nach vorn gezogen, so dass er fast einem Frontlenker glich. Rund 180 Aufbauten wurden von Reeve Burgess geliefert, 34 Stück kamen von Plaxton. Plaxton adaptierte dabei den Supreme-Aufbau für das Fahrzeug. Die Aufbauten waren 7 Fuß und 6 Zoll breit. Die Sitze waren in drei Reihen angeordnet, dabei befanden sich jeweils ein Doppelsitz links und rechts des Mittelgangs und eine Sitzbank mit fünf Sitzen im Heck des Fahrzeugs. Zur Wahl standen verschiedene Otto- und Dieselmotoren. Bevorzugt wurde der 2,0-l-Vierzylinder-Ottomotor von Opel mit einer Leistung von 59 bhp bei 4400 min-1. Zusammen mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe von ZF erreichte der Wagen eine Höchstgeschwindigkeit von ungefähr 105 km/h. Der 2,3-Liter-Motor von Opel hatte eine höhere Leistung, aber auch einen höheren Kraftstoffverbrauch. Dieselmotoren waren wegen der starken Geräuschentwicklung nicht sonderlich beliebt. Die Busse kamen vor allen bei Hotels und im Ausflugsverkehr zum Einsatz. Grund für die geringe Verbreitung war der hohe Preis, der mit £20.500 bis £21.000 dreimal so hoch wie der Preis für einen Lieferwagen auf dem gleichen Chassis war.

CF2 (1984–1988)[Bearbeiten]

Der CF2 wurde 1984 eingeführt. Er unterschied sich vom CF1 geringfügig durch eine etwas eckigere Ausführung und der Dormobile hatte eine eigene Karosserieform.

Wirtschaftliche Aspekte[Bearbeiten]

Der Bedford CF war nach dem Ford Transit der am zweithäufigsten verkaufte Lieferwagen in Großbritannien. Wie der Transit war der CF breiter und daher besser zu nutzen als die Wettbewerber von Austin-Morris, Rootes und Volkswagen[2]. Der CF war auch der beliebteste Camper. Sie wurden in den gesamten 1970er- und 1980er-Jahren gerne von externen Tunern umgebaut.

Nutzer[Bearbeiten]

Der Bedford CF war überall anzutreffen. Die britische Polizei setzte ihn als Gefangenentransporter und zur Begleitung von Demonstrationen ein. Auch im Baugewerbe und im Baustoffhandel war er sehr beliebt. Kurierdienste und die britische Post nutzen ihn. Auch als Camper wurde er wegen seines Platzangebotes und seines geringen Benzinverbrauchs eingesetzt. In Großbritannien diente und dient er vielfach als Eiscremeverkaufsfahrzeug[1].

Technische Daten[1][Bearbeiten]

Modell Bezeichnung Nutzlast Radstand Hubraum
14/18 cwt 97100 700-900 kg 2692 mm 1599 cm³ oder 1759 cm³
22 cwt 97300 1100 kg 2692 mm 1975 cm³ oder 2259 cm³
25 cwt 97500 1250 kg 3200 mm 1975 cm³ oder 2259 cm³
35 cwt 97700 1750 kg 3200 mm 1975 cm³ oder 2259 cm³
35 cwt (Code 350) 97700 1750 kg 3556 mm 2259 cm³

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bedford CF – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Haynes Owners work shop manual Bedford CF van (englisch)
  2. Smith, Maurice:Can a van ... serve as a ...second car...?.... "Sherpa, Hi-Ace, VW you ask? - These of course have their merits and their extra economy but they also have one or more shortcomings for our intended use. In particular there is a minimum width and internal capacity for transverse beds plus the main items of equipment we require, and these three vehicles fall short. We require a refrigerator and do not wish to cook or wash [dirty dishes] outside the van", Autocar, Ausgabe 147 (nbr 4228), 19. November 1977, SS. 61-62