Bidun

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Bidun (arabisch ‏بِدون ‎, DMG bidūn; auch Bidoun, Bidoon, Bedun) sind staatenlose Menschen in der arabischen Welt. Das Wort rührt vom arabischen bidūn dschinsiyya (arabisch ‏بدون جنسية ‎ „staatenlos“) her.[1] Der Begriff wie die Erscheinung ist vor allem in Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten anzutreffen,[2] ebenso in Bahrain[3]

Obwohl viele der Bedun auch ethnische Beduinen sind, sind die beiden Begriffe deutlich zu unterscheiden.[4][5]

Die ersten Bedun waren Araber, die aufgrund von Analphabetismus, Wohnsitzlosigkeit, Armut und mangelndem Zugang zu Behörden nicht in der Lage waren, sich vor 1920 als Bürger registrieren zu lassen. Die ungesicherten Grenzen Kuwaits trugen ebenso zur Staatenlosigkeit einiger Einwanderer bei. Der Bedunstatus wird vererbt, sie dürfen weder Militärdienst leisten, noch Eigentum erwerben. In den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo sie ein Viertel der Bevölkerung ausmachen, dürfen sie keinen Führerschein erwerben, nicht zur Schule gehen, nicht standesamtlich heiraten sowie keine Krankenversicherung abschließen.

Proteste von Bidun spielten auch während der Arabellion eine Rolle.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fuchs, Martina (19. Februar 2011) "Kuwait police clash with hundreds of protesters", Reuters
  2. Staff (3 March 2011) "March 8 Parliament session to discuss vital decisions" Al-Watan Daily Newspaper;
  3. Latheef Farook: Plight of Bahrain's bedoun family. Gulfnews.com, 3. Januar 2002
  4. Hamad, Aziz A. (1991) A Victory turned sour: human rights in Kuwait since liberation Middle East Watch, Human Rights Watch, New York, page 51, ISBN 1-56432-041-3
  5. Henckaerts, Jean-Marie (1995) Mass expulsion in modern international law and practice Martinus Nijhoff Publishers, Dordrecht, Netherlands, page 97, ISBN 90-411-0072-5