Beezie Madden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Beezie Madden bei der Olympischen Siegerehrung in Hongkong, 2008
Beezie Madden mit Onlight

Elizabeth „Beezie“ Madden, gebürtige Elizabeth Patton, (* 20. November 1963 in Milwaukee) ist eine US-amerikanische Springreiterin.

Werdegang[Bearbeiten]

Beezie Maddens Eltern waren im Besitz von Pferden, sie selbst bekam im Alter von sechs Jahren ihr erstes Pony.

Im Jahr 2002 nahm sie erstmals an einem internationalen Championat, der Weltreiterspielen, für die Vereinigten Staaten teil. Seitdem war Madden bei fast jedem internationalen Championat Teil der US-amerikanischen Mannschaft, auch an Weltcupfinals hat sie mehrfach teilgenommen. Madden war die erste Reiterin, der es 2004 gelang, unter die ersten drei Bestplatzierten der Weltrangliste vorzustoßen.[1][2]

Bei den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen hatte sie maßgeblichen Anteil daran, dass die US-Mannschaft die Goldmedaille errang.[3]

Bei den Weltreiterspielen 2006 in Aachen galt sie mit Authentic als eine der Topfavoritinnen und war bis zum Qualifikationsspringen der besten 25 Reiter fehlerlos, was sich auch im Finale der besten vier Reiterinnen und Reiter mit vertauschten Pferden fortsetzte. Erst im Stechen unterlief ihr ein Fehler beim letzten Hindernis, als sie die Zeit des belgischen Reiters Jos Lansink schlagen wollte. Ein Jahr später gelang ihr beim CHIO Aachen 2007, dem Weltfest des Pferdesports, beim Rolex Grand Prix von Aachen der erste Platz.

Bei den Olympischen Sommerspielen 2008 gewann sie mit Authentic im Rahmen der US-amerikanischen Mannschaft die Team-Goldmedaille und im in der Einzelwertung die Bronzemedaille. Bei den Panamerikanischen Spielen 2011 gewann sie Mannschaftsgold und verpasste die Einzelgoldmedaille nur knapp aufgrund eines Zeitstrafpunkts im letzten Umlauf.[4]

Im April 2013 sicherte sich Madden einen weiteren großen Einzelerfolg, als sie mit Simon des Weltcupfinale in Göteborg gewann.

In der Springreiter-Weltrangliste befindet sie sich im April 2013 auf Rang zehn.[5]

Im Jahr 1998 heiratete sie John Madden, der auch ihr Trainer ist. Bei leben in Cazenovia im Bundesstaat New York.[1][2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Im Jahr 1989 wurde sie vom United States Olympic Committee als Reiterin des Jahres (Female Equestrian of the Year) ausgezeichnet.[6]

In den Jahren 2005, 2006 und 2013 erhielt sei jeweils den geschlechterübergreifenden Titel USA’s Equestrian of the Year.[7]

Pferde[Bearbeiten]

aktuell[Bearbeiten]

  • Coral Reef Via Volo (* 1998, ursprünglicher Name: Via Volo van de Molendreef), braune Belgische Warmblut-Stute, Vater: Clinton, Muttervater: Heartbreaker[8]
  • Danny Boy (* 2000), brauner Belgischer Warmblut-Wallach, Vater: Clinton, Muttervater: Alexis Z[9]
  • Simon (* 1999), brauner KWPN-Wallach, Vater: Mr. Blue, Muttervater: Polydox, bis Herbst 2011 von Jeroen Dubbeldam geritten[10]

ehemalige Sportpferde[Bearbeiten]

  • Judgement (* 1991), KWPN-Rapphengst, Vater: Consul, Muttervater: Akteur, aus dem Sport verabschiedet[11]
  • Conquest II (* 1991), KWPN-Fuchshengst, Vater: Concorde, Muttervater: Ulft[12][13]
  • Authentic (* 1995, ursprünglicher Name: Nimrod), brauner KWPN-Wallach, Vater: Guidam, Muttervater: Katell, 2013 aus dem Sport verabschiedet[14][15]

Erfolge[Bearbeiten]

Beezie Madden mit Authentic, Olympische Sommerspiele 2008
  • Olympische Sommerspiele:
    • 2004, Athen: mit Authentic 1. Platz mit der Mannschaft und 28. Platz in der Einzelwertung
    • 2008, Hongkong: mit Authentic 1. Platz mit der Mannschaft und 3. Platz in der Einzelwertung
  • Weltreiterspiele:
    • 2002, Jerez de la Frontera: mit Judgement 6. Platz mit der Mannschaft und 29. Platz in der Einzelwertung
    • 2006, Aachen: mit Authentic 2. Platz mit der Mannschaft und 2. Platz in der Einzelwertung
  • Panamerikanische Spiele:
  • Weltcupfinale:
    • 1993, Göteborg: 5. Platz[2]
    • 2003, Las Vegas: mit Judgement 30. Platz
    • 2006, Kuala Lumpur: mit Judgement 13. Platz
    • 2007, Las Vegas: mit Authentic 39. Platz
    • 2009, Las Vegas: mit Danny Boy 12. Platz[1]
    • 2013, Göteborg: 1. Platz mit Simon
    • 2014, Lyon: 7. Platz mit Simon

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d FEI-Biografie: Beezie Madden
  2. a b c Artikel auf equisearch.com, Stand 2002
  3. Quartett mit Bube - Die Finalisten im Springreiten, Michael Schreiber auf sport.ard.de, 3. September 2006 (archivierte Version auf web.archive.org)
  4. a b Guadalajara: USA dominieren auch die Springreiterwertung der Pan American Games, St. Georg, 30. Oktober 2011
  5. FEI-Weltrangliste Springreiten
  6. Beezie Madden, www.hamptonclassic.com (englisch)
  7. Beezie Madden named USA’s Equestrian of the Year, 12. Januar 2014 (englisch)
  8. FEI-Pferdedatenbank: Coral Reef Via Volo
  9. FEI-Pferdedatenbank: Danny Boy
  10. FEI-Pferdedatenbank: Simon
  11. FEI-Pferdedatenbank: Judgement
  12. FEI-Pferdedatenbank: Conquest II
  13. Conquest II, Iron Spring Farm
  14. FEI-Pferdedatenbank: Authentic
  15. Beezie Maddens Olympiasieger Authentic geht in Rente, St. Georg, 25. September 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Beezie Madden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien